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Sonnenblumenöl, Mehl, Nudeln: Supermärkte beschränken Kaufmenge

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Von: Benjamin Stroka

Ein leere Regal in einem Supermarkt mit Hinweis auf die maximale Abgabemenge, daneben eine Frau, die Rewe-Tüten trägt.
In mehreren Supermärkten stehen inzwischen wieder Schilder, die auf die Abgabe bestimmter Lebensmittel in „haushaltsüblichen Mengen“ hinweisen. (Montage) © Manfred Segerer/Imago & Michael Gstettenbauer/Imago

Lieferprobleme durch den Ukraine-Krieg haben dafür gesorgt, dass inzwischen mehrere Supermärkte den Verkauf von Lebensmitteln rationieren. Das betrifft nicht nur Sonnenblumenöl.

Köln – Immer mehr Supermärkte in Deutschland reagieren auf Lieferprobleme durch den Ukraine-Krieg und daraus folgende Hamsterkäufe. Egal, ob Sonnenblumenöl, Mehl, Reis, Nudeln, Toilettenpapier oder Drogerieartikel – mehrere Filialen großer Handelsketten beschränken die Abgabe verschiedener Produkte.

Aldi, Lidl, Rewe: Sonnenblumenöl und andere Produkte werden rationiert verkauft

Bei Sonnenblumenöl schlagen Experten schon seit Tagen Alarm. Denn: Die Ukraine und Russland gehören mit 51 und 27 Prozent zu den wichtigsten Exportländern für Sonnenblumenöl weltweit. Rund 94 Prozent des in Deutschland verkauften Sonnenblumenöls werden importiert. Die Ukraine ist der wichtigste Sonnenblumenöl-Lieferant für Deutschland. Damit hat der Krieg direkte Auswirkungen auf die Engpässe beim Speiseöl. „Die Vorräte reichen voraussichtlich noch für wenige Wochen“, sagte Gerhard Brankatschk, Geschäftsführer des Verbands der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (Ovid) kürzlich der Deutschen Presse-Agentur.

Aldi Nord und Aldi Süd reagierten bereits vor einigen Tagen auf die Situation und haben den Verkauf des Speiseöls pro Kunde beschränkt. Inzwischen befinden sich auch bei Lidl und in einzelnen Rewe-Filialen entsprechende Schilder, die auf eine Rationierung hinweisen, berichtet die Lebensmittelzeitung. Weiterhin hätten demnach auch schon einzelne Edeka-Märkte entsprechende Maßnahmen getroffen.

Leere Regale für Sonnenblumenöl und Rapsöl wegen Hamsterkäufen während der Ukrainekrise.
Auch in mehreren Edeka-Filialen wurde der Verkauf von Speiseöl bereits rationiert. © Jürgen Held/Imago

Nach Supermärkten: Auch Metro-Großmärkte rationieren Lebensmittel

Bei Kaufland scheint die Lage in einigen Filialen ähnlich zu sein. Kunden berichten bereits in den sozialen Medien, dass sie an der Kaufland-Kasse einzelne Artikel, vor allem bei Speiseöl, wieder abgeben mussten. Andere üben Kritik am Verhalten vieler Kunden in Supermärkten, wie heidelberg24* berichtet. Auch bei Globus stehen vermehrt Regale leer. „Die Versorgung mit Sonnenblumenöl, aber auch mit Rapsöl, ist aufgrund mangelnder Rohware vakant und unsere Regalverfügbarkeiten im Bereich Öl sind eingeschränkt“, sagte Globus-Geschäftsführer Jochen Baab der Lebensmittelzeitung.

Doch nicht nur Supermärkte und Discounter sind betroffen. Auch Großmärkte rationieren bereits verschiedene Waren. So haben die Metro-Großmärkte „vorübergehend eine maximale Abgabemenge auf einzelne Produkte festgelegt“, teilte Metro dem Spiegel mit. Das sei aufgrund einer „derzeit hohen Nachfrage“ passiert. Laut Lebensmittelzeitung handle es sich bei den rationierten Produkten um „einige Speiseöle sowie Mehl“.

Grundsätzlich gilt: Die meisten Supermärkte, die beispielsweise den Verkauf von Sonnenblumenöl, Mehl, Reis oder Nudeln beschränken, machen das mit zwei bis fünf Artikeln pro Haushalt.

Aber nicht nur leere Regale sind ein Problem für die Kunden. Viele Lebensmittel werden aufgrund des Ukraine-Kriegs auch teurer. So haben auch Bäcker schon Alarm geschlagen und vor steigenden Preisen bei Brot und Brötchen gewarnt. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. *heidelberg24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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