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Modediscounter Takko dank 54-Millionen-Kredit vorerst gerettet

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Modediscounter Takko
Der Modediscounter Takko ist durch die Corona-Pandemie in Finanznot geraten. Ein Kredit sichert vorerst das Überleben. © Guido Kirchner/dpa

Der Modediscounter Takko stand aufgrund des Corona-Lockdowns finanziell mit dem Rücken zur Wand. Dank eines Millionenkredits ist das Überleben des Unternehmens vorerst gesichert.

Update vom 15. März, 15:23 Uhr: Der durch den Corona-Lockdown in Finanznot geratene Modediscounter Takko ist vorerst gerettet. Möglich macht das ein Kredit in Höhe von 54 Millionen von Eigentümer, Investoren und Banken, wie Interims-Vorstandschef Karl-Heinz Holland am Montag mitteilte. „Der Kredit ermöglicht es uns, kurzfristig unsere operativen Kosten zu decken und den Fortbestand unseres kerngesunden Unternehmens zu sichern“, betonte Holland.

Zunächst hatte sich Takko um eine Bürgschaft des Landes NRW bemüht. Die Verhandlungen waren aber gescheitert. (dpa/lys)

Takko-Vorstand: Lockdown hat Unternehmen zehn Millionen Euro pro Woche gekostet

Erstmeldung vom 8. März, 10:38 Uhr: Düsseldorf/Telgte – Die Verhandlungen des Modediscounters Takko mit dem Land Nordrhein-Westfalen über eine Bürgschaft über mehrere Millionen Euro sind nach Angaben des Unternehmens „de facto gescheitert“. Takko müsse sich „nun um eine andere Lösung bemühen, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern“, hieß es in einer Mitteilung am Montag.

Der derzeitige Lockdown habe das vor der Pandemie „kerngesunde Unternehmen“ in eine „wirtschaftliche Extremsituation gebracht“. Die zuletzt geltenden Beschränkungen hätten Takko „Woche für Woche zehn Millionen Euro gekostet“, teilte das Unternehmen mit.

Interims-Vorstandschef Karl-Heinz Holland sagte: „Ich bin mehr als enttäuscht darüber, dass uns das Land NRW in dieser Situation nicht unterstützt.“ Die Bürgschaft hätte dem Unternehmen „wieder Luft zum Atmen verschafft, um kurzfristig die operativen Kosten zu decken. Um mehr wäre es nicht gegangen.“ Nach Angaben von Takko waren die Bedingungen einer von Land und Bund beauftragten Wirtschaftsprüfungsfirma nicht zu erfüllen gewesen.

Geldnot im Corona-Lockdown: Auch Fußballverein Schalke 04 beantragte beim Land NRW Hilfen

Eine Reaktion der Landesregierung stand zunächst noch aus. Zahlreiche Unternehmen haben seit der Corona-Pandemie eine Bürgschaft beantragt. Die bisher prominenteste war jene für Schalke 04. Nach Angaben des Fußball-Bundesligisten aus dem Sommer war die Bürgschaft genehmigt worden. Die Höhe wurde offiziell nicht bekannt gemacht, lag dem Vernehmen nach aber bei rund 31 Millionen Euro. (bs/dpa)

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