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Tedi: Was sie über Geschäfte, Öffnungszeiten, Prospekte und Sortiment wissen sollten 

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Tedi-Filiale
Das Bärenmaskottchen steht für über 2.000 TEDi-Filialen in Europa © Ina Fassbender / dpa

TEDi eröffnet zahlreiche Filialen in kürzester Zeit und zählt 15.000 Produkte zum Sortiment. Es könnten mehr als 5.000 Filialen werden.

Der deutsche Non-Food-Händler TEDi ist mit rund 2.100 Filialen in Deutschland, Österreich, Polen, Spanien, Kroatien und weiteren europäischen Ländern vertreten. Das TEDi Sortiment umfasst Artikel des täglichen Bedarfs sowie Produkte für den Haushalt. Hinzu kommen unter anderem:

Laut Geschäftsführer Silvan Wohlfahrt gibt die Kundschaft das Sortiment aufgrund der persönlichen Nachfrage vor. Hinter der Gründung von TEDi steht die Idee der Ein-Dollar-Shops, die sich in den USA großer Beliebtheit erfreuen. Das Konzept wurde mit der Eröffnung des ersten TEDi-Marktes 2003 in Hagen auch nach Deutschland geholt. Mittlerweile ist TEDi eigenen Angaben zufolge der marktführende Non-Food-Discounter.

In insgesamt neun Ländern vertreten, ist TEDi immer auf der Suche nach neuen Standorten in der Stadt und in ländlichen Regionen. Das Unternehmen passt sich rasch an Veränderungen auf dem Markt an und entwickelt auch das Einrichtungskonzept der Filialen stetig weiter. TEDi bemüht sich nicht nur beim Sortiment, sondern auch in Sachen Standort und Auftritt um stetige Flexibilität.

TEDi eröffnete neue Filialen im Eiltempo

Nach der Eröffnung des ersten TEDi-Marktes war das Unternehmen darauf bedacht, in kurzer Zeit möglichst viele Filialen folgen zu lassen. Wöchentlich eröffneten im Schnitt zwei neue Märkte, sodass TEDi das erste Geschäftsjahr bereits mit 120 Filialen in Deutschland abschließen konnte. Im Mai 2010 öffnete dann die 1.000. Filiale ihre Türen für die Kundschaft, und zwar im ostfriesischen Moordorf.

Ein Jahr später wurde dann die Eröffnung der ersten Filiale außerhalb Deutschlands gefeiert. Die Expansion begann in Graz in Österreich. 2012 folgte der erste TEDi in Murska Sobota. Damit bot das Unternehmen fortan auch in Slowenien Produkte für den Haushalt, Schreibwaren, Bastelbedarf und mehr an.

2013 konnte das Unternehmen bereits 100 Filialen außerhalb Deutschlands ihr Eigen nennen. TEDi strebt an, jährlich 200 neue Filialen in Europa zu eröffnen. Die aktuelle Marktanzahl von rund 2.100 soll auf etwa 5.000 ansteigen.

TEDi setzt auf Laufkundschaft und versuchte sich an einem „Schwarzhandel für alle“

Zahlreiche Filialen von TEDi befinden sich in Shoppingcentern oder klassischen Einkaufsmeilen. Das Unternehmen nennt Laufkundschaft als eine wichtige Zielgruppe, die eben zufällig am Standort vorbeiläuft. Vor dem Eingang aufgestellte Stände sollen die Passanten aufhalten und zum Stöbern animieren.

Die Märkte selbst werden oftmals als unübersichtlich beschrieben und genau das ist auch Teil des Konzepts. Artikel für den Haushalt, den Garten, die nächste Party und andere sind teilweise vermischt aneinandergereiht, um Überraschungsmomente zu schaffen. Das zufällige Finden von Dingen, nach denen man nicht gesucht hat, die sich aber dennoch als nützlich erweisen könnten, soll Kaufimpulse schaffen.

2016 eröffnete TEDi etwa 50 Filialen unter dem Namen „Black.de“. Die kleine Kette stand unter dem Motto: „Schwarzhandel für alle“ und sollte auf 1.000 deutsche Märkte ausgebaut werden. Doch bevor es soweit kommen konnte, folgte schon der Beschluss, Black.de ein Ende zu setzen und die Filialen in TEDi-Märkte umzuwandeln.

Öffnungszeiten, Prospekte und Online-Shopping bei TEDi

Der größte Teil der TEDi Filialen ist montags bis freitags zwischen 09:00 und 19:00 Uhr geöffnet, die meistens auch samstags. Einige Standorte öffnen ihre Türen erst 10:00 Uhr oder haben bis 20:00 Uhr geöffnet. Alle zwei Wochen informiert der TEDi Prospekt über aktuelle Angebote und Neuheiten im Sortiment.

Im April 2020 begann das Unternehmen, seine Artikel auch online zu verkaufen, startete einen eBay-Shop und baute eine seiner Filialen in eine Packzentrale um. In den darauffolgenden Monaten arbeitete TEDi kontinuierlich an seinem Internet-Auftritt und ging Ende des Jahres mit einem eigenen Online-Shop an den Start. Der eBay-Shop wurde daraufhin geschlossen.

Artikel aus den Kategorien Schreibwaren, Basteln, Deko-Artikel, Haushalt und mehr werden nun online angeboten. Sämtliche 15.000 Produkte, die das TEDi Sortiment umfasst, sind zwar nicht vollständig, dafür aber in großem Umfang vorhanden. Interessierte können sich außerdem für den Newsletter anmelden. Er erscheint einmal im Monat und informiert nicht nur über Angebote, sondern auch über aktuelle Gewinnspiele.

Qualität wird bei TEDi umfangreich geprüft

Ganz nach dem Ausspruch „Gutes muss nicht teuer sein“ bieten die Filialen zahlreiche Produkte zu niedrigen Preisen, ohne dabei deren Qualität zu vernachlässigen. Sämtliche Hersteller von Artikeln, die bei TEDi verkauft werden, sind dazu verpflichtet, all ihre Waren gemäß den aktuell geltenden Sicherheitsstandards zu prüfen. Zu beachten sind dabei vor allem die Grenzwerte diverser Inhaltsstoffe, die gesundheitliche Verträglichkeit sowie die Betriebssicherheit.

Bevor die Produktion eines Artikels für das Sortiment beginnt, erhält TEDi ein Muster, das die Abteilung Produktsicherheit überprüft. Sofern erforderlich, werden auch Testberichte von Prüfinstituten angefordert, die belegen, dass das Produkt sämtlichen gesetzlichen Vorgaben entspricht. Sind Änderungen am Produkt notwendig, erhält der Hersteller eine Mitteilung darüber. Ob er diese tatsächlich umgesetzt hat, prüft TEDi anhand eines Musters der Bestellung. Erst, wenn der Artikel die erneute Prüfung besteht, darf die Bestellung ins Zentrallager in Dortmund geliefert werden. Nach einer letzten Wareneingangskontrolle geht es für die Produkte in den Verkauf.

Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmensstrategie von TEDi

Im Hinblick auf Umweltschutz ist TEDi stark engagiert, was sich im Sortiment deutlich zeigt. Teil davon sind Produkte, die zu 100 Prozent aus Recyclingpapier gefertigt wurden und damit das Umweltzeichen des Blauen Engels tragen sowie FSC®-zertifizierte Artikel. Mehr als 50 Prozent der Papierartikel von TEDi tragen eines der beiden Zertifikate. Hinzu kommen Textilwaren mit dem OEKO-TEX-Zertifikat. Es belegt, dass die Produkte Schadstoffprüfungen, die über das gesetzliche Maß hinausgehen, bestanden haben.

TEDi, mit Firmenzentrale in Dortmund, setzt auf kurze Lieferwege und bezieht deshalb rund zwei Drittel der Waren von Geschäftspartnern aus Deutschland und anderen EU-Ländern. Auch knapp 25 Prozent der TEDi-Artikel, unter anderem aus den Bereichen Deko, Heimwerken und Haushalt, stammen aus Deutschland bzw. aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die hohen Produktionsstandards in Kombination mit den kurzen Lieferwegen haben positive Auswirkungen auf die Ökobilanz des gesamten TEDi Sortiments.

2016 unterschrieb das Unternehmen die Selbstverpflichtung des Handelsverbands Deutschland, kurz HDE, Einwegplastiktüten in Deutschland zu reduzieren. Infolge dessen wurden die bis dato verwendeten Einweg-Plastiktüten durch umweltfreundlichere Alternativen ersetzt, zum Beispiel durch Tragetaschen aus zertifizierter Baumwolle. Auch in den Filialen im Ausland wurden die Plastiktüten entfernt. Zuletzt folgten die spanischen Märkte im Jahr 2018.

TEDi nutzt grünen Strom und setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein

Auch in Sachen Stromversorgung setzt der Non-Food-Discounter bei seinen Artikeln für den Haushalt und anderen Produkten auf nachhaltige Methoden. 98 Prozent aller Filialen nutzen zertifizierten Ökostrom, der aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Firmenzentrale und Logistik in Dortmund werden sogar mit CO2-neutral produziertem, „grünem“ Strom versorgt. Im Jahr 2013 errichtete TEDi eine Photovoltaikanlage auf den Dächern der Firmenzentrale. Sie erzeugt jährlich etwa 870.000 Kilowattstunden Strom zum Eigenverbrauch.

Die Zusammenarbeit zwischen TEDi und seinen Handelspartnern findet auf Grundlage eines festgelegten Verhaltenskodex‘ statt. Er orientiert sich an den Mindeststandards der Internationalen Arbeitsorganisation, kurz ILO. Wichtige Punkte, die der Verhaltenskodex von TEDi beinhaltet, sind beispielswiese das Einhalten von gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitszeiten und von Arbeitsschutzmaßnahmen. Auch von Zwangs- und Kinderarbeit distanziert sich das Unternehmen.

Jeder Lieferant, der eine Geschäftsbeziehung mit TEDi eingehen möchte, muss dem Kodex zuvor zustimmen und die darin enthaltenen Forderungen verbindlich einhalten. International definierte Menschenrechte sind zu jedem Zeitpunkt einzuhalten.

Soziales Engagement zeigt TEDi auch in der Unterstützung gemeinnütziger Stiftungen. So setzt sich das Unternehmen unter anderem seit 2007 im Rahmen der Stiftung help and hope für Kinder in Not ein. Auch am Projekt FamUnDo, Familienbewusstes Unternehmen in Dortmund, ist TEDi seit 2009 beteiligt.

Von Sophie Neumärker

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