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Nach Hacker-Angriff bei Tegut: Warenverfügbarkeit wird „täglich besser“

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Von: Jana Wehmann

Eine Fuldaer Tegut-Filiale von Außen. Drei Kunden laufen zum Eingang.

Der Supermarkt Tegut wurde Ziel eines Cyber-Angriffs (Symbolbild). © Uwe Zucchi/dpa

Der Supermarkt Tegut wurde Opfer eines Hacker-Angriffs und hat das gesamte IT-System heruntergefahren. Wer hinter dem Cyber-Angriff steckt, ist noch unklar.

Update vom 11. Mai, 11:55 Uhr: Große Erleichterung: „Wir machen extreme Fortschritte und sind auf einem sehr guten Weg in Richtung Normalität“, sagt Matthias Pusch von Tegut. Der Supermarkt ist Ende April Ziel eines Cyber-Angriffs geworden und hat infolgedessen alle IT-Systeme heruntergefahren.

Obwohl Tegut nur punktuell von Warenengpässen berichtet hatte, seien in vereinzelten Filialen die Regale dennoch etwas leerer ausgefallen. „In einzelnen Märkten hat man schon gesehen, dass der Nachschub fehlte und dass etwas nicht stimmte“, so Pusch. „Inzwischen wird die Warenverfügbarkeit aber täglich besser“, sagt Pusch und gibt Entwarnung. Nähere Informationen zum Angriff könne Tegut derzeit noch nicht preisgeben. (jaw)

Nach Hacker-Angriff bei Tegut: Vereinzelt Engpässe möglich

Update vom 30. April, 15:06 Uhr: Fast eine Woche liegt nun der Cyber-Angriff auf den Supermarkt Tegut zurück. Noch immer hat das Lebensmittelunternehmen das gesamte IT-System heruntergefahren und arbeitet manuell. „Neue Erkenntnisse gibt es bislang nicht“, sagt Matthias Pusch von Tegut auf 24RHEIN-Anfrage.

Obwohl Tegut direkt nach dem Hacker-Angriff vor Warenengpässen gewarnt hatte, sei es größtenteils zu keinen Beeinträchtigungen in den Filialen gekommen. „Punktuell sind Filialen im Bereich Obst und Gemüse etwas geringer ausgestattet, aber wirklich nur vereinzelte Märkte“, erklärt Pusch auf 24RHEIN-Nachfrage. Frühestens Ende nächster Woche rechne Tegut mit ersten näheren Informationen zum Cyber-Angriff. (jaw)

Hacker-Angriff bei Tegut: Vereinzelt Engpässe bei Warenverfügbarkeit möglich

Erstmeldung vom 26. April 2021

Fulda – Wer in den kommenden Tagen beim Supermarkt Tegut Einkaufen geht, könnte bei vereinzelten Produkten leer ausgehen. Denn der Lebensmittelhändler aus Fulda wurde Ziel eines Cyber-Angriffs. Die Folge: Es könne vereinzelt zu Engpässen bei der Warenverfügbarkeit kommen, wie das Unternehmen selbst warnt.

Tegut
HauptsitzFulda
Filialenrund 280 Lebensmittelmärkten
aktiv inHessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg, sowie Göttingen und Mainz

Hacker-Angriff bei Tegut: IT-Netzwerk und Warenwirtschaft betroffen – Täter unklar

Erst kürzlich kam es bei Edeka zu einer IT-Panne, sodass die Kunden am Morgen teilweise bis zu zwei Stunden vor der verschlossenen Tür standen. Wenngleich bei Edeka jedoch nur die veraltete Software der Grund für die Panne war, trifft es Tegut härter: „Unbekannte haben einen sogenannten Cyber-Angriff auf das IT-Netzwerk“ des Supermarktes verübt, so Tegut.

Bereits am Samstagmorgen hat Tegut sämtliche Konsequenzen gezogen und die IT-Systeme nach einem Notfall-Plan „heruntergefahren“. „Wir beschäftigen uns schon das ganze Wochenende mit dem Cyber-Angriff“, sagt Matthias Pusch von Tegut auf 24RHEIN-Anfrage.

Von wem der Cyber-Angriff ausgeübt wurde, wisse Tegut derzeit nicht. „Das prüfen wir gerade. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet. Bis wir Erkenntnisse haben, kann es allerdings noch dauern“, erklärt Pusch.

Nach Cyber-Angriff: Tegut arbeitet manuell – deutlicher Mehraufwand

Da Tegut alle Systeme vom Netz genommen hat, arbeitet der Lebensmittelhändler derzeit komplett manuell. „Unsere Logistik erfolgt normalerweise nach automatisierten Prozessen, das funktioniert aktuell gar nicht“, erklärt Pusch im Gespräch mit 24RHEIN. „Wir arbeiten nun wie vor zehn oder 15 Jahren und erledigen alles manuell.“

Zwar warnt Tegut, der erst kürzlich den To Go-Markt Quartier eröffnet hat, dass es vereinzelt zu Engpässen bei der Warenverfügbarkeit kommen könnte, „allerdings gehen wir nicht davon aus, dass es große Auswirkungen auf die Kunden hat“, sagt Pusch.

So werden die Filialen nach der üblichen Bestellmenge der einzelnen Produkte beliefert. „Es wäre wirklich nur der Worst Case, wenn die Regale leer stehen. Daran glauben wir allerdings nicht“, betont Pusch auf 24RHEIN-Nachfrage.

Hacker-Angriff auf Tegut: Keine Vernetzung – Wann läuft wieder der Normalbetrieb?

Die manuelle Bearbeitung der Lieferungen bedeutet für Tegut lediglich einen „deutlichen Mehraufwand“, so Pusch. Da das Kassen-System allerdings unabhängig funktioniere, habe der Hacker-Angriff keine Auswirkungen auf die Bezahlung in Filiale.

Weitere Beeinträchtigungen gebe es für die Kunden nicht, so der Supermarkt. Bis der Normalbetrieb wieder hergestellt sei, könne es allerdings noch dauern. „Wann genau, können wir aktuell nicht sagen. Wir gehen davon aus, frühestens Ende der Woche weitere Informationen zu erhalten“, erklärt Pusch. Tegut ist nicht das erste Opfer eines Cyber-Angriffs*, vor kurzem wurde ein weiteres Unternehmen aus Fulda angegriffen, berichtet die Fuldaer Zeitung*.

Der Supermarkt hat nicht nur sein Geschäft um die To Go-Filialen erweitert, sondern macht nun auch Lebensmittel-Lieferservices Konkurrenz. Dafür arbeitet Tegut mit Amazon Prime Now zusammen. (jaw) *Fuldaer Zeitung ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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