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Tegut entwickelt Mini-Shop – schon bald sollen weitere Standorte folgen

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Von: Jana Wehmann

Der Teo-Martk ist von Außen mit Holz verkleidet.
Der Teo-Markt ist rund um die Uhr geöffnet. © UM-WERBEPHOTOGRAPHIE.DE

Tegut hat bereits drei Mini-Shops im Kleinstformat eröffnet. Mit den Teo-Stores möchte der Supermarkt die Vor-Ort-Versorgung übernehmen – und zwar rund um die Uhr.

Köln/Fulda – Wer Lebensmittel einkaufen möchte, ist an die Öffnungszeiten der Supermärkte und Discounter in Deutschland gebunden – zumindest bei den klassischen Filialen. Zahlreiche Supermärkte in Kleinstformat, wie zum Beispiel der Container-Shop Latebird, werden im deutschen Lebensmittelhandel derzeit getestet. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Shops sind hochautomatisiert und sind rund um die Uhr geöffnet.

Tegut
HauptsitzFulda
BrancheLebensmitteleinzelhandel
Filialenrund 280 Lebensmittelmärkten
aktiv inHessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg, sowie Göttingen und Mainz

Vorreiter auf dem deutschen Markt ist der Lebensmittelhändler Tegut, der im April von einem Hacker-Angriff betroffen war. Bereits im November 2020 hat der hessische Supermarkt den ersten Mini-Shop Teo an den Start gebracht – und seit dem schon zwei weitere Shops eröffnet.

Supermarkt Tegut entwickelt Mini-Shop: In diesen Städten gibt es den Teo-Store

Mit gerade einmal 50 Quadratmetern können die Teo-Shops nahezu überall platziert werden – vor allem dort, wo der klassische Supermarkt zu groß ist. Dabei fokussiere sich Tegut vor allem Standorte in Neubaugebieten, vor öffentlichen Einrichtungen wie Kliniken und Universitäten, an Verkehrsknotenpunkten oder auch auf Firmengeländen.

An diesen Standorten hat Tegut die ersten drei Teo Mini-Shops eröffnet:

Der Tegut-Mini-Shop: Im Teo scannen die Kunden ihre Produkte selbst

Der Teo-Shop wurde als digitaler Kleinstladen konzipiert und enthält rund 950 Produkte des täglichen Bedarfs. Während sich die Billa Regional Box an gängigen Supermarkt-Öffnungszeiten orientiert, ist Teo rund um die Uhr geöffnet. Dafür setzt Tegut auf digitale Verkaufstechnologien und hat eine eigene App entwickelt.

Wer im Teo Mini-Shop einkaufen möchte, kann über die App die Ladentür öffnen und anschließend einkaufen. Die Waren sind für den Kunden sichtbar und können selbst aus dem Regal entnommen werden. Da über eine im Shop installierte Selbstscann-Kasse bezahlt wird, kommt der Teo-Shop ohne Personal aus. Obwohl der Schweizer Container-Shop von Migros lediglich 18 Quadratmeter groß ist, ähnelt das Konzept dem Tegut-Kleinstformat sehr.

Im Teo-Shop sind rund 950 Produkte für die Kunden sichtbar platziert.
Im Teo-Shop scannen die Kunden ihre Waren selbst. © UM-WERBEPHOTOGRAPHIE.DE

Tegut eröffnet Mini-Shops: Ausweitung der Teo-Stores geplant

Durch die flexiblen Öffnungszeiten möchte Tegut die schnelle und einfache Vor-Ort-Versorgung übernehmen. Während die meisten Supermärkte bislang nur einzelne Test-Shops, wie Edeka in Renningen, eröffnet haben, plant Tegut bereits die Ausweitung des Konzeptes.

Bis Ende 2021 seien bis zu zehn weitere Teo-Standorte im Großraum Fulda geplant. Genaue Eröffnungstermine stehen bislang allerdings nicht fest. Auch die Schwarz-Gruppe, zu der Kaufland und Lidl gehören, testet derzeit zwei neue Supermarkt-Konzepte. (jaw)

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