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Kaufland: Zweite Chance für Lebensmittel – jetzt landen sie in der Tüte

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Von: Benjamin Stroka

Eine Obst- und Gemüseabteilung bei Kaufland, ein Kunde steht mit einem Korb vor einem Regal, daneben eine Tüte mit Lebensmitteln und der Aufrschrift Kaufland und Too Good to Go. (Montage)
Obst, Gemüse, Backwaren: „Too Good to Go“ und Kaufland bauen ihre Zusammenarbeit aus. (Montage) © Manfred Segerer/Imago & Kaufland

Lebensmittel aus den Bereichen Obst, Gemüse und Backshop, die nicht mehr verkauft werden, bekommen bei Kaufland mit „Too Good To Go“ eine zweite Chance.

Neckarsulm – Überschüssige Produkte aus Restaurants und Geschäften vergünstigt kaufen und damit Lebensmittel retten. Das ist das Konzept der beliebten App „Too Good To Go“. Bereits seit Jahren machen viele kleinere Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien, aber auch Supermärkte aus ganz Deutschland dabei mit. Kaufland bietet an mehreren Standorten schon seit 2019 die Lebensmittel aus Kaufland-Imbissen kurz vor Ladenschluss vergünstigt über die App an. Jetzt wird die Kooperation zwischen Kaufland und „Too Good To Go“ deutlich ausgebaut.

Kaufland kooperiert mit der App „Too Good To Go“

Denn in mehreren Kaufland-Filialen in und um München werden jetzt auch Lebensmittel aus den Bereichen Obst und Gemüse sowie aus dem Backshop über die App angeboten. Kunden können dann überschüssige Waren vor Ladenschluss zu einem vergünstigten Preis bekommen.

Eine Tüte mit Lebensmitteln.
Kaufland kooperiert jetzt auch für Obst, Gemüse und Backwaren mit der App „Too Good To Go“. © Kaufland

Um das Angebot zu nutzen, wird die App „Too Good To Go“ benötigt. Dort können Interessierte direkt über die App bestellen und bezahlen. Im angegebenen Zeitfenster können dann die zusammengestellten Produkte in der Filiale abgeholt werden. Einziger Haken: Bis zur Abholung wissen die Kunden nicht, was genau sich in den Beuteln befindet. Das bleibt bis zum Schluss eine Überraschung.

In der App liegt der Preis für eine Bestellung überschüssiger Backwaren von Kaufland am 14. März bei 2 Euro. Obst und Gemüse gibt es für 4 Euro. Neben Kaufland arbeitet auch die Supermarkt-Kette Netto mit „Too Good To Go“ zusammen.

„Too Good To Go“: In diesen Kaufland-Filialen gibt es das neue Angebot

Zunächst gibt es das neue Angebot von Kaufland und „Too Good To Go“ in sechs Filialen in Bayern. Hier alle Standorte im Überblick:

Kaufland und „Too Good To Go“: Per App Lebensmittel aus dem Supermarkt retten

„Too Good To Go“

Die Idee hinter der App „Too Good To Go“ ist in erster Linie die Rettung von Lebensmitteln und damit gleichzeitig das Reduzieren von Food Waste, also Lebensmittelverschwendung. Das zugehörige Unternehmen wurde 2015 in Dänemark gegründet. Die App ist inzwischen in mehreren Ländern in ganz Europa verfügbar und arbeitet mit tausenden Shops, Lebensmittelhändlern und Supermärkten zusammen.

Wie funktioniert „Too Good To Go“?

Nutzer können in der App sehen, welche Geschäfte in ihrer Umgebung überschüssige Waren vergünstigt anbieten. Diese können dann über die App bestellt und in einem bestimmten Zeitfenster dort abgeholt werden.

Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft werden in Deutschland jährlich rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Diese Zahl soll zukünftig reduziert werden. „Wir möchten, dass produzierte Lebensmittel die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen. Durch die Kooperation mit Too Good To Go binden wir die Kunden direkt mit ein. So können sie Essen retten, damit etwas Gutes für die Umwelt tun, und zugleich Geld sparen“, sagt Niksa Nekic, Bereichsleiter Vertrieb bei Kaufland.

„Wenn wir unser Ernährungssystem umkrempeln und Food Waste nachhaltig reduzieren wollen, müssen alle Akteure an einem Strang ziehen“, betont Laure Berment, Geschäftsführerin Too Good To Go Deutschland. Neben dem neuen Angebot testet Kaufland aktuell auch an mehreren Standorten sogenannte Unverpackt-Stationen. Dort können Kunden Lebensmittel in der gewünschten Menge und ohne Verpackung abfüllen. Auch damit soll laut Kaufland nicht nur Verpackungsmüll eingespart, sondern auch die Lebensmittelverschwendung reduziert werden. Eine zweite Maßnahme testet das Unternehmen aktuell ebenfalls: In einigen Kaufland-Filialen werden Lebensmittel in Pfandgläsern angeboten. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Unabhängig informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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