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Wolt eröffnet eigenen Store – Konkurrenz für Gorillas und Flink?

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Von: Mick Oberbusch

Ein Wolt-Kurier sitzt auf einem Fahrrad vor einem Wolt-Market und hält eine Lebensmittel-Tüte.
Wolt liefert in Berlin künftig nicht nur Restaurant-Speisen, sondern wie Flink und Gorillas auch Lebensmittel aus. © Wolt

Das finnische Lebensmitteleinzelhandels-Unternehmen Wolt will in den E-Food-Markt eintreten und Gorillas und Flink Konkurrenz machen. Jedoch mit anderem Ansatz.

Köln – Wenn es Profiteure der Corona-Pandmie gibt, sind diese sicher auch auf dem E-Food-Markt zu finden. Lebensmittel-Lieferdienste wie bislang Gorillas oder Flink, die den abendlichen Einkauf kontaktlos in wenigen Minuten vor der Haustüre abliefern, sind in der aktuellen Zeit beliebter denn je. Nun könnte noch ein anderer Player auf diesem Markt hinzukommen: Das finnische Einzelhandels-Unternehmen Wolt, das sich bislang wie beispielsweise Lieferando vornehmlich auf Speisen aus Restaurants spezialisiert hat. In Köln liefert Wolt seit Juni 2021 aus.

Wolt
Juhani Mykkänen, Mika Matikainen, Oskari Pétas, Lauri Andler, Elias Aalto2014, Helsinki, Finnland
CEOMiki Kuusi (seit Oktober 2014)
HauptstandortHelsinki, Finnland
GründerJuhani Mykkänen, Mika Matikainen, Oskari Pétas, Lauri Andler, Elias Aalto

Liefert Wolt bald auch Supermarkt-Produkte? Finnisches Unternehmen macht Gorillas und Flink Konkurrenz

Wie die Lebensmittel Zeitung (LZ) berichtet, eröffnet das finnische Unternehmen am Donnerstag (10. Februar) seinen ersten sogenannten Dark Store in Deutschland. Dabei handelt es sich um ein kleines Lager, aus dem künftig Lebensmittel zugestellt werden sollen. Der erste dieser Stores wird in Berlin eröffnet, weitere in der Hauptstadt sollen bereits in den kommenden Wochen folgen. Etwa 3000 Artikel sollen dort gelagert werden. Dabei unterscheidet sich das Konzept doch deutlich von dem der Mitbewerber.

Der größte Unterschied: Die Lieferung erfolgt innerhalb von 30 Minuten. Das ist durchaus deutlich langsamer als die Gorillas- und Flink-Kollegen, die ursprünglich Lieferzeiten von zehn Minuten versprachen. Die längere Wartezeit für die Kunden kalkuliert Wolt jedoch bewusst ein, „da die Schnelligkeit offensichtlich auch auf den Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgetragen wird“, sagt Kommunikations-Leiter Fabio Adlassnigg gegenüber der LZ.

Wolt-Lieferdienst: Im Gegensatz zu Gorillas und Flink kann man die Waren auch selbst abholen

Ebenfalls ein Unterschied: Die Liefergebühr berechnet sich je nach Entfernung. Müssen die Boten weniger als einen Kilometer fahren, beträgt die Gebühr 1,90 Euro, bei einer Entfernung unter drei Kilometern 2,90 Euro. Zudem sollen Kundinnen und Kunden ihre Bestellungen selbst bei den beschriebenen Dark Stores abholen können – ebenfalls ein wesentlicher Unterschied zur Konkurrenz. Gelingt Wolt auch im Lebensmittel-Einzelhandel der Durchbruch? Kundinnen und Kunden werden es mit Spannung verfolgen. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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