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Haltungs-Auskunft: Zahlencode auf Eiern – bald auch bei Nudeln und Keksen?

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Auf einem Karton Eier liegt ein einzelnes Ei, wo der Zahlencode erkennbar ist.
Der Zahlencode auf Eiern gibt Auskunft über die Haltungsform (Symbolbild). © Patrick_Pleul/dpa

Lose Eier sind mit einem Zahlencode, der Auskunft über die Haltung gibt, versehen. Julia Klöckner, Bundesagrarministerin, möchte die Kennzeichnung auf Ei-Produkten einführen.

Düsseldorf/Berlin – Ab 2022 sollen Supermärkte Sammel-Stellen für alte Elektrogeräte einführen. Das sieht eine Gesetzesänderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit vor.

Nun dringt auch Bundesagrarministerin Julia Klöckner auf eine Änderung und will eine verpflichtende Kennzeichnung zur Haltungsform der Hennen für Eier in verarbeiteten Lebensmitteln wie Nudeln und Keksen einführen. Bei rohen Eiern könnten Verbraucher dies bereits erkennen, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

„Das ermöglicht eine bewusste und gut informierte Entscheidung beim Einkauf im Sinne des Tierwohls.“ Bei Frischei-Nudeln, ei-haltigen Backwaren oder Mayonnaise gehe diese Information aber verloren. Das wolle sie ändern. Die EU-weite Kennzeichnungspflicht für unverarbeitete Eier sollte auf alle Produkte erweitert werden, in denen Eier verarbeitet wurden.

Zahlencode auf Eiern

Seit 2004 gilt das Legehennenbetriebsregistriergesetz, welches die eindeutige Kennzeichnung von Herkunft und Haltung besagt. Dabei steht 0 für Bio-Eier, 1 für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfighaltung.

Klöckner: Kennzeichnung für Eier in Nudeln und Keksen – Auskunft über Haltung

Die Kennzeichnung sei den Verbrauchern bekannt und viele achteten sehr bewusst darauf, sagte Klöckner. Bei rohen Eiern muss schon seit Jahren ein Zahlencode aufgedruckt werden. Eine Ausweitung der Kennzeichnung auf verarbeitete Produkte soll an diesem Montag auch Thema bei Beratungen der EU-Agrarminister sein, wie ihr Ressort mitteilte. Klöckner hatte sich grundsätzlich auch schon vor einiger Zeit dafür ausgesprochen.

Tier- und Verbraucherschützer fordern die Kennzeichnung verarbeiteter Eier seit längerem und setzen auf einen Effekt zu tierfreundlicheren Haltungsformen. Einst übliche „Käfig-Batterien“ sind EU-weit bereits seit Jahren verboten, in Deutschland leben die meisten Legehennen in Ställen in Bodenhaltung sowie in Freilandhaltung mit Auslauf.

Beim Einkauf der privaten Haushalte liegen laut Ministerium Eier aus Bodenhaltung mit rund 61 Prozent vorn, gefolgt von Freilandhaltung mit etwa 24 Prozent, Bio-Eiern mit 9 Prozent und der Haltung in ausgestalteten „Kleingruppen-Käfigen“ mit zwei Prozent.

Kükentöten ab 2022 verbieten: Kennzeichnung schon jetzt für bessere Aufklärung

In der Hennenhaltung in Deutschland will Klöckner zudem massenhaftes Kükentöten ab Anfang 2022 verbieten. Stattdessen sollen Verfahren auf breiter Front einsetzbar sein, die das Geschlecht im Ei erkennen und männliche Küken gar nicht erst schlüpfen lassen.

Ab Anfang 2024 sollen laut den Gesetzesplänen dafür nur noch Methoden erlaubt sein, die zu einem früheren Zeitpunkt beim Brüten funktionieren. Das soll Schmerz für das Embryo vermeiden. Jährlich werden mehr als 40 Millionen männliche Küken nach dem Schlüpfen routinemäßig getötet, weil sie keine Eier legen und nicht so viel Fleisch ansetzen.

Durch die beschlossene Bundes-Notbremse haben bereits zahlreiche Supermärkte ihre Öffnungszeiten angepasst. Durch die verschärften Einlassbeschränkungen können zudem weniger Kunden gleichzeitig einkaufen als zuvor.

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