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49-Euro-Ticket: April oder Mai 2023 – wann kommt das Deutschlandticket?

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Von: Sofia Popovidi

Ursprünglich soll das 49-Euro-Ticket Anfang 2023 kommen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen hält das für nicht umsetzbar. Aber wann kommt es?

Köln – Mit dem 49-Euro-Ticket, auf das sich Bund und Länder Anfang November geeinigt haben, wurde nun ein Nachfolger für das 9-Euro-Ticket gefunden. Lange galt der 1. Januar 2023 als Starttermin, jetzt soll dieser sich weiter nach hinten verschieben. Nach Ansicht des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sei der geplante Startzeitpunkt nicht umsetzbar. „Der Zeitpunkt des Beginns wird der 1. Mai sein“, sagte VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

49-Euro-Ticket: So ist der aktuelle Stand des „Deutschlandtickets“

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass es mit dem „Deutschlandticket“ einen richtigen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket geben soll. So stellt sich zum Beispiel die Frage, für wen sich das 49-Euro-Ticket lohnt. 24RHEIN zeigt, was man bereits über das 49-Euro-Ticket weiß und wie der aktuelle Stand ist.

Nach der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am 8. Dezember soll es jetzt schnell gehen. „Das Deutschlandticket wird jetzt kommen, auch sehr zügig“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz. „Wir haben jetzt alle Hürden beseitigt, sodass die Verantwortlichen in den Ländern und den Verkehrsunternehmen jetzt alles daran setzen können, dass das auch schnell und zügig vorangeht.“ Genaue Details nennt Scholz jedoch nicht.

49-Euro-Ticket: Start soll sich verschieben – „früher als Mai nicht umsetzbar“

Ein Handy mit dem 49-Euro-Ticket auf dem Bildschirm. Im Hintergrund ein Kalender mit dem Monat Mai.
Der Start des 49-Euro-Tickets Anfang Januar sei laut VDV nicht umsetzbar. Realistisch wäre der 1. Mai 2023 (IDZRW-Montage). © CHROMORANGE & aal.photo

Laut Wolff sei das Deutschlandticket früher als Mai nicht umsetzbar, berichtet die Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dabei gehe es um administrative Dinge, unter anderem wird die Umstellung der Tarifsysteme der Verkehrsverbünde genannt. Die Verkehrsministerkonferenz kommt am 29. November zu einem anderen Startdatum. Die Länder streben einen Start des 49-Euro-Tickets im Nah- und Regionalverkehr zum 1. April an. Das geht am Dienstag aus einem Beschlusspapier hervor, wie die dpa mitteilt. Doch in Stein gemeißelt ist der Termin dennoch nicht. Denn viele Fragen sind noch offen.

Deutschland Ticket 2023: Finanzierung soll auch ein Problem sein

Auch beim Thema Finanzierung gibt es noch Unklarheiten. Der Deutsche Städtetag äußert in einer Pressemitteilung Zweifel: „Der Deutsche Städtetag zweifelt an einer raschen Einführung des 49-Euro-Tickets und hält die Finanzierung für nicht ausreichend.“ „Das Ticket kann nur erfolgreich sein, wenn es seriös finanziert ist – das sehen wir bisher noch nicht“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy dem Redaktionsnetzwerk Deutschland Mitte November.

Drei Milliarden Euro soll das Ticket kosten. Die Summe wird je zur Hälfte von Bund und Ländern getragen. Dedy betont: „Den Städten ist wichtig, dass ein bundesweites 49-Euro-Ticket mit einem besseren Verkehrsangebot verbunden wird. Aber für einen Angebotsausbau reichen die gedeckelten Mittel von 3 Milliarden Euro für das Ticket sowie die zugesagten Regionalisierungsmittel nicht.“

49-Euro-Ticket: Die wichtigsten Infos zum Deutschlandticket im Überblick

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