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Start des 9-Euro-Tickets: Fünf Dinge, die man wissen sollte

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Von: Benjamin Stroka

Seit 1. Juni gilt das 9-Euro-Ticket in Deutschland. Was Reisende jetzt beachten müssen und wo Kostenfallen lauern.

Köln – Das 9-Euro-Ticket ist am 1. Juni um 0:00 Uhr offiziell gestartet. Bundesweit können nun Bus und Bahn im Nahverkehr und Regionalverkehr für nur 9 Euro pro Monat genutzt werden. Der Start wurde von vielen Menschen sehnsüchtig erwartet. Schließlich war der öffentliche Personennahverkehr noch nie so günstig wie jetzt für drei Monate mit dem 9-Euro-Ticket. Bereits mehr als sieben Millionen verkaufte 9-Euro-Tickets unterstreichen die große Nachfrage. Doch zum Start des günstigen Monatstickets häufen sich bei vielen auch die Fragen. Denn ganz so simpel, wie angekündigt, funktioniert das Ticket nicht.

9-Euro-Ticket: Wie lange gilt es? Wo kann man es kaufen?

Ein 9-Euro-Ticket vor einem Fahrkartenautomat.
Das 9-Euro-Ticket kann seit dem 1. Juni auch an allen Fahrkartenautomaten gekauft werden. © Steinach/Imago

Das Ticket gilt nun bis zum 31. August um 23:59 Uhr. Allerdings reicht ein 9-Euro-Ticket nicht für den gesamten Zeitraum. Es ist als Monatsticket für Juni, Juli und August 2022 gegliedert. Das heißt: Fahrgäste brauchen für jeden Monat ein neues 9-Euro-Ticket.

Der Verkauf startete vielerorts bereits am 23. Mai. Allerdings galt das teilweise noch nicht an Fahrkartenautomaten. Inzwischen gibt es das 9-Euro-Ticket aber auch dort zu kaufen. Weiterhin kann das Ticket online bei den Verkehrsbetrieben oder bei der Deutschen Bahn erworben werden.

Wo gilt das 9-Euro-Ticket? Welche Züge dürfen genutzt werden?

Das 9-Euro-Ticket gilt grundsätzlich bundesweit, also in ganz Deutschland. Bis auf wenige Ausnahmen, beispielsweise ein paar Buslinien im Großraum Aachen, die nach Belgien und in die Niederlande fahren, sind Fahrten ins Ausland nicht inkludiert.

Zudem kann fast der komplette Nah- und Regionalverkehr mit dem 9-Euro-Ticket genutzt werden. Busse, Straßenbahnen oder U-Bahnen im ÖPNV gehören genauso dazu, wie S-Bahnen, Regionalexpress-Züge oder Regionalbahnen in ganz Deutschland. Jedoch gilt bei manchen Regionalzügen eine Ausnahme. Wenn diese Züge nicht von DB Regio, sondern von DB Fernverkehr betrieben werden, dann dürfen sie nicht mit dem 9-Euro-Ticket genutzt werden. Hier gibt es nähere Informationen zu den Regionalzügen, die nicht mit dem 9-Euro-Ticket genutzt werden können.

In welchen Zügen gilt das 9-Euro-Ticket nicht

Ausgenommen vom 9-Euro-Ticket ist der komplette Fernverkehr, also beispielsweise ICE, IC oder EC bei der Deutschen Bahn. Auch die Fernzüge von Flixtrain dürfen nicht mit dem 9-Euro-Ticket genutzt werden.

9-Euro-Ticket: Warum muss man seinen Namen eintragen?

Ganz wichtig: Die 9-Euro-Tickets sind nicht übertragbar und nur für eine Person gültig. Das heißt, dass jeder seinen Namen auf seinem Ticket eintragen muss und für mögliche Kontrollen einen amtlichen Lichtbildausweis dabei haben muss. Steht der Name nicht auf dem Ticket, dann ist dieses ungültig. Wer das Ticket online kauft, muss dort direkt seinen Namen und sein Geburtsdatum eintragen. Beim Kauf am Fahrkartenautomaten muss der Name nachträglich eingetragen werden. Reisende sollten daher besser einen Kugelschreiber dabei haben, um ihren Namen auch beim Kauf unterwegs eintragen zu können.

9-Euro-Ticket: Kind, Hund, Fahrradmitnahme – welche Regeln gelten?

Wer nicht alleine mit dem 9-Euro-Ticket reist, muss ebenfalls einiges beachten. Sind beispielsweise Kinder mit dabei, dann brauchen diese ab 6 Jahren ebenfalls ein eigenes 9-Euro-Ticket. Kostenlos fahren Kinder in Bus und Bahn nur unter 6 Jahren. Noch komplizierter ist die Situation bei Hunden. Denn hier gibt es je nach Tarifgebiet Unterschiede. In manchen Bereichen, beispielsweise im VRS in NRW, können Hunde kostenlos mitfahren. In anderen Tarifgebieten benötigen sie ein Extra-Ticket, solange sie nicht in einer Transportbox reisen. Fahrgäste mit Hund sollten also vor ihrer Reise also unbedingt die Regeln auf ihrer Route beachten.

Ähnlich ist die Situation auch bei der Fahrradmitnahme beim 9-Euro-Ticket. Auch hier gibt es Verkehrsverbünde, in denen Fahrräder grundsätzlich kostenlos mitgenommen werden können. In anderen geht das wiederum nicht und kostet extra. Wer sein. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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