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Sperrung A1/61: Strecke Bliesheim/Erfttal wird saniert – Auswirkungen im Überblick

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Von: Oliver Schmitz

Baumaschinen arbeiten an der Autobahn 1 bei Erftstadt, um die weggespülte Fahrbahn wieder aufzubauen.
Durch die Flutkatastrophe in NRW sind etliche Autobahnen in NRW stark beschädigt worden. So auch die A1/61. © Federico Gambarini/dpa

Die A1/A61 zwischen Kreuz Bliesheim und Dreieck Erfttal ist wegen des Hochwassers seit Monaten gesperrt. Nun startet die Sanierung in Richtung Venlo.

Köln/Erftstadt – Durch die Flutkatastrophe im Rhein-Erft-Kreis sind etliche Autobahnen stark beschädigt worden. So auch die Strecke der A1/A61 zwischen Kreuz Bliesheim und Dreieck Erfttal bei Erftstadt. Dort ist die Fahrbahn Richtung Venlo/Dortmund seit Monaten gesperrt.

Doch nun gibt es einen Lichtblick für den betroffenen Autobahn-Abschnitt im Rhein-Erft-Kreis. Am Dienstag (12. Oktober) wird dort der Einbau einer neuen Fahrbahn auf rund 6,5 Kilometer gestartet. Das sind die wichtigsten Infos zur Sanierung.

A1/61: Diese Arbeiten werden auf der Strecke Bliesheim/Erfttal vorgenommen

Die A1/A61 zwischen Kreuz Bliesheim und Dreieck Erfttal wird auch während der Sanierungsarbeiten Richtung Venlo/Dortmund weiterhin komplett gesperrt bleiben. Erst wenn die Bauarbeiten voraussichtlich am Jahresende beendet werden, könne die Strecke wieder komplett geöffnet werden, sagt ein Sprecher der zuständigen Autobahn GmbH. Dabei werden die oberen Asphaltschichten zuerst abgefräst und dann wieder eingebaut.

Als Grund für die verhältnismäßig langen Bauarbeiten gibt die Autobahn GmbH vor allem die kurze Planungszeit der „Notfallmaßnahme“ an. Für gewöhnlich werden solche Vorhaben zwölf bis 18 Monate lange geplant, bevor sie durchgeführt werden können. In diesem Fall waren es aber nur wenige Wochen. Zusätzlich sind Arbeiten wie der Neu-Einbau des Asphalts und die Makrierung stark witterungsabhängig.

A1/61: Richtung Koblenz wieder komplett geöffnet – Richtung Venlo/Dortmund mit Teil-Fortschritt

Im Juli stand die A1/A61 zwischen Kreuz Bliesheim und Dreieck Erfttal eine Zeit lang komplett unter Wasser. Dies hat langfristige Spuren hinterlassen. In den Asphaltschichten der Autobahn hat sich dadurch eine große Menge Wasser gebunden. Durch dieses entstehen nicht nur gefährliche Blasen und Erhebungen auf der Fahrbahn, sondern bei Frost auch weitere Schäden. Demenstrpechend muss die Fahrbahn Richtung Venlo/Dortmund noch bis zum Winter saniert werden.

Vor kurzem war die gleiche Strecke Richtung Koblenz saniert worden. Seit dem 20. September ist die Fahrbahn der A1/A61 zwischen Kerpen und Meckenheim aber wieder für den Verkehr freigegeben worden. Sobald die Sanierung zwischen Bliesheim und Erfttal abgeschlossen ist, kann die A61 auch in Richtung Venlo auf kompletter Länge wieder geöffnet werden. Seit dem 13. September ist zumindest der Abschnitt bei Gymnich wieder freigegeben.

Autobahnen im Rheinland durch Hochwasser beschädigt – A1/A61 stark betroffen

Durch das Hochwasser im Juli sind die Autobahnen im Rheinland teils massiv beschädigt worden. Durchpflügte Autobahnen, abgerutschten Böschungen und eingestürzte Lärmschutzwänden sorgten für Schäden bis zu 100 Millionen Euro. Zeitweise waren mehr als 130 Kilometer Autobahn zwischen Wuppertal und Sinzig teil- oder voll gesperrt. Auch Monate später sind immer noch etliche Autobahn-Strecken von Störungen und Sperrungen betroffen.

Vor allem die A1 und A61 sind von den Folgen der Flutkatastrophe eingeschränkt. Die A61 soll zum Jahreswechsel wieder in beide Richtungen komplett zur Verfügung stehen, bei der A1 wird es hingegen noch was länger dauern. Zwar soll der Bereich Richtung Koblenz auch am Jahresende wieder freigegeben werden, jedoch ist die Strecke Richtung Dortmund noch mindestens bis Frühjahr 2022 gesperrt. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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