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A3/Köln: Vollsperrung nach Salzsäure-Unfall aufgehoben – Feuerwehr 30 Stunden im Einsatz

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Von: Oliver Schmitz

Links dampfende Salzsäure auf der A3 und rechts Feuerwehr-Leute im Schutzanzug. (IDZRW-Montage)
Durch die Salzsäure kam es auch zu Dämpfen nahe Rösrath. (IDZRW-Montage) © Lars Jäger/WupperVideo

Für ganze 30 Stunden war die A3 bei Köln in Richtung Frankfurt wegen eines Salzsäure-Unfalls voll gesperrt. Ursache ware der komplizierte Abtransport.

Update vom 24. September, 10:23 Uhr: Nach einem mehr als 30-stündigen Einsatz ist die Autobahn A3 bei Köln wieder für den Verkehr freigegeben worden. Die Sperrung der Fahrtrichtung Frankfurt sei gegen 4:25 Uhr aufgehoben worden, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Samstagmorgen (24. September). Die Fahrtrichtung Oberhausen war bereits am späten Freitagabend wieder freigegeben worden. Zeitweise hatte es 20 Kilometer Stau und weit über eine Stunde Verzögerung für Autofahrer gegeben.

Am Donnerstagabend (22. September) war auf der Raststätte Königsforst bei Rösrath (Rheinisch-Bergischer Kreis) Salzsäure aus einem Lkw ausgelaufen. Nach Angaben der Feuerwehr war an dem mit 24 Tonnen Salzsäure beladenen Lastwagen eine Schweißnaht undicht. Der Lkw musste anschließend mit Spezialschläuchen in Ersatztanks entladen werden, wie ein Feuerwehrsprecher am Freitag sagte. Zugleich laufe die aggressive Flüssigkeit weiter aus dem defekten Tank aus, der nicht abgedichtet werden könne. Damit es keine Verwirbelungen im Gefahrenbereich gebe, sei nach der Fahrtrichtung Frankfurt auch die Fahrtrichtung Oberhausen gesperrt worden.

A3-Sperrung bei Köln: Salzsäure erfolgreich abgepumpt

Update vom 23. September, 21:11 Uhr: Wie die Feuerwehr Köln mitteilt, war das Umpumpen der verunreinigten Salzsäure erfolgreich. „Die beiden Tankwagen fahren zeitnah unter Eskorte von Polizei und Feuerwehr zur Evonik. Der Abtransport des havarierten LKW wird organisiert“, heißt es weiter. Laut Verkehr.nrw soll die Sperrung dort bis 22 Uhr andauern. Aktuell verlieren Autofahrende dort 45 Minuten, der Stau ist rund sieben Kilometer lang.

A3/Köln: Vollsperrung nach Salzsäure-Unfall verlängert – etliche Kilometer Stau

Erstmeldung, 9:42 Uhr: Köln – Stau-Chaos bei Köln: Die Autobahn A3 ist seit Donnerstagabend (22. September) zwischen Dreieck Heumar und Kreuz Bonn/Siegburg in Richtung Frankfurt voll gesperrt. Zuvor war aus einem Lkw Salzsäure ausgelaufen. Der mit 24 Tonnen Salzsäure beladene Lastwagen habe eine undichte Schweißnaht, an der die stark ätzende Chemikalie ausgetreten und verdampft sei, teilte die Feuerwehr am Freitagmorgen mit. Der Lkw stehe auf der Raststätte Königsforst bei Rösrath (Rheinisch-Bergischer Kreis). Die Anwohner wurden über die Nina-Warn-App alarmiert.

Köln: A3-Sperrung nach Salzsäure-Unfall – Öffnung verschoben, kilometerlanger Stau in beide Richtungen

Platz eins der meistbefahrenen Stellen in Hessen belegte laut BASt im vergangenen Jahr die A3 bei Heusenstamm (Landkreis Offenbach). Über 148.000 Fahrzeuge (ausgenommen den Schwerverkehr) fuhren hier in 2021 täglich durch.
Durch den Salzsäure-Unfall auf der A3 bei Köln kommt es zu kilometerlangem Stau. (Symbolbild) © Jürgen Mahnke/dpa

Der Auto-Verkehr staut sich auf der A3 am Freitagmorgen (22. September) auf rund neun Kilometer Länge in Richtung Frankfurt ab Köln-Ost und auf etwa acht Kilometer Länge in Richtung Köln (Stand: 19 Uhr). Autofahrer müssen stellenweise rund 45 Minuten mehr Zeit einplanen. Die Sperrung soll laut Verkehr.NRW noch bis 20 Uhr anhalten. „Die Pumparbeiten auf der Raststätte Königsforst laufen weiter, der Einsatz wird allerdings noch Stunden andauern“, teilte die Feuerwehr am Freitagnachmittag mit. Ursprünglich war die Öffnung bereits für 13 Uhr geplant.

Die Polizei bittet, den Bereich weiträumig zu umfahren. Empfohlene Umleitungen sind über die A59 oder A560. Erst vergangene Woche hatte es eine Sperrung der A3 bei Köln nach einem schweren Smart-Unfall gegeben. Dieser stellt die Polizei weiterhin vor ein Rätsel.

Salzsäure-Unfall bei A3: Warnung für Anwohner in Rösrath

Wegen des Salzsäure-Unfalls hat am Freitagmorgen auch die Nina-Warn-App ausgelöst. In Rösrath werden die Anwohner vor einer Geruchsbelästigung gewarnt. Laut der Feuerwehr bestehe aber „keine akute Gesundheitsgefahr“.

A3-Sperrung bei Köln: Menge der Salzsäure verzögert Feuerwehr-Einsatz

Da die Abdichtung des Lkw-Lecks nicht möglich ist, wurde die gesamte Salzsäure in ein Tankfahrzeug umgepumpt, teilte die Feuerwehr mit. Da aber nicht die komplette Ladung dort hineinpasst, musste diese zwischendurch zur Entsorgung abtransportiert werden. Hinzu kam, dass durch Verunreinigungen in der Salzsäure die Pumpe angegriffen und undicht wurde, sodass diese erstmal ausgetauscht werden musste.

In der Folgen wurden die Aufräumarbeiten zusätzlich verzögert, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Feuerwehr habe zudem eine Barriere aufgebaut, damit die Säure nicht ins Erdreich gelange. Wegen des Lecks waren rund 115 Einsatzkräfte ausgerückt. Der Feuerwehreinsatz hatte am Donnerstag gegen 19 Uhr begonnen. (os mit dpa) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Text wird laufend aktualisiert.

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