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A45: Fledermäuse werden umgesiedelt, damit Brücke Rahmede neugebaut werden kann

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Von: Oliver Schmitz

Montage: Hintergrund die A45-Brücke Rahmede bei Lüdenscheid und im Vordergrund eine herabhängende Fledermaus.
Es befinden sich derzeit weit über tausend Fledermäuse an der A45-Brücke bei Lüdenscheid. (Montage) © Markus Klümper/dpa & imagebroker/Imago

Unter anderem Fledermäuse verhindern die Sprengung der A45-Brücke Rahmede bei Lüdenscheid. Nun scheint eine Lösung für sie gefunden.

Lüdenscheid – Bereits seit Monaten ist die A45-Brücke Rahmede bei Lüdenscheid gesperrt. Wie viele andere Autobahnbrücken soll auch die marode Talbrücke gesprengt werden, um Platz für ein neues Bauwerk zu schaffen. Doch die Sprengung verzögert sich immer weiter. Während für die Anwohner der A45-Brücke noch Lösungen gesucht werden, ist zumindest für die dort angesiedelten Fledermäuse wohl eine gefunden: Sie sollen in neue Quartiere umziehen.

Sperrung der Talbrücke Rahmede auf A45

Die marode Autobahnbrücke Rahmede auf der wichtigen Nord-Süd-Achse A45 ist seit dem 2. Dezember gesperrt, die Sauerlandlinie unterbrochen. Die Brücke soll in diesem Jahr gesprengt, ein Neubau schnellstmöglich erfolgen, was aber mehrere Jahre dauern wird.

A45-Brücke Lüdenscheid: Fledermäuse bei Rahmede sollen umziehen – diese Tiere nisten dort

Für die zahlreichen Fledermausarten seien Ausweichquartiere im nächsten Winter gesichert, teilte die Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes am Donnerstag (24. März) mit. Eine beauftragte städtische Schreinerei habe als Ersatz für die Brückenpfeiler große Ersatzquartiere geschaffen und „optisch ansprechend gestaltete Betontürme“ errichtet. Zudem habe die Schreinerei mit dem Bau von speziellen Kästen begonnen, die im Umfeld der Brücke aufgestellt werden sollen, um das Quartierangebot zu vergrößern.

Tischler-Azubi Leon Galeske arbeitet in der STL-Werkstatt an den Fledermauskästen.
Eine Schreinerei baut Fledermauskästen zur Umsiedelung der Tiere. © Autobahn Westfalen/Guido Raith

Im Rahmedetal und an der seit fast vier Monaten gesperrten Brücke überwintern Zwergfledermäuse, Braune Langohren oder auch Große Abendsegler. Die Umsiedlungskonzepte im Interesse des Artenschutzes erfolgten in Abstimmung mit Behörden und Naturschutzverbänden, betonte ein Landespfleger der Westfalen-Autobahn. Es sei wichtig, dass die Tiere die neuen Quartiere annehmen. „Die Ersatzmaßnahmen müssen funktionsfähig sein, bevor wir mit der Sprengung und dem Neubau wesentlich in die Umwelt eingreifen“. Folgende Unterbringungen sind für die Fledermäuse geplant:

A45/Lüdenscheid: Sperrung seit Dezember 2021 – Sprengung noch 2022 geplant

Die Autobahnbrücke auf der deutschlandweit wichtigen Nord-Süd-Achse A45 ist seit dem 2. Dezember gesperrt, die Sauerlandlinie unterbrochen. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte eine Sprengung des Bauwerks noch in diesem Jahr zugesagt. Ein Neubau soll danach schnellstmöglich erfolgen, es werden aber mehrere Jahre veranschlagt.

Vor allem die Stadt Lüdenscheid ist durch erheblichen zusätzlichen Umleitungsverkehr, Lärm und Abgase schwer belastet. Die Wirtschaftsregion Südwestfalen beklagt starke Beeinträchtigungen und befürchtet drastische Einbußen. Der Bund und das Land NRW hatten Hilfen zugesagt. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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