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Vollsperrung A45: Beschädigte Brücke – kein Einzelfall?

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Stau auf der gesperrten A45 bei Lüdenscheid.
Die Vollsperrung der A45 bei Lüdenscheid hat massive Auswirkungen auf den Vekehr und die Wirtschaft in NRW. © Markus Klümper/dpa

Die Vollsperrung der A45 ist für die Region eine Katastrophe und hat massive Auswirkungen auf die Wirtschaft. Lüdenscheids-Bürgermeister fordert eine Baustellen-Beschleunigung.

Lüdenscheid – Die A45 bei Lüdenscheid ist voll gesperrt – und wird es auch bis April 2022 noch bleiben. Denn bis die marode Talbrücke Rahmede auf der A45 durch eine Not-Verstärkung unterstützt wird, dauert es etwa drei bis vier Monate. Die Auswirkungen sind massiv – für NRW, aber vor allem auch für die direkt betroffenen Städte und Kreise. Daher fordert der Bürgermeister von Lüdenscheid, Sebastian Wagemeyer, die Beschleunigung der Baustellen in der Stadt.

A45 Vollsperrung bei Lüdenscheid: Bürgermeister fordert schnelleres Handeln

Konkret hat der Bürgermeister von Lüdenscheid ein schnelleres Abarbeiten anderer Baustellen in seiner stark vom Umleitungsverkehr betroffenen Stadt gefordert. Die marode Autobahnbrücke sei nicht die einzige Baustelle in und um Lüdenscheid. So gebe es eine zentrale Innenstadt-Baustelle. Diese sollten priorisiert und so schnell wie möglich abgearbeitet werden, sagte Wagemeyer im WDR5 am Freitag. „Das ist sicherlich ein Hebel, wo man ansetzten kann“, nannte er als Beispiel.

Die Verkehrssituation sei schlimm für die Stadt. Betroffen von den Staus durch die A45-Sperrung seien viele Unternehmen und sehr viele Pendler. Für die Anwohner an der Umleitungsstrecke habe das jetzt dramatische Auswirkungen auf ihre Lebenssituation, schilderte er mit Verweis auf Abgase und Nachruhe. Es müsse möglichst schnell Verbesserungen geben, mahnte Wagemeyer. Die Direktorin der Autobahn GmbH Westfalen, Elfriede Sauerwein-Braksiek, sagte nach weiteren Untersuchungen: „Die Brücke war in einem sehr labilen Zustand. Es war im Gefahr im Verzug.“

A45 Brücke Rahmede bei Lüdenscheid: Sperrung trifft Lebensnerv der Region

Die Vollsperrung der A45 zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid trifft nach Ansicht der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein den Lebensnerv der ganzen Region. Für die Wirtschaft in Südwestfalen sei die Sperrung der A45 eine Katastrophe, erklärten die Verbände am Freitag. Nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und dem dadurch verursachten Zusammenbruch wichtiger Lieferketten sei die Sperrung ein weiterer Schlag ins Kontor. So erwarten rund 76 Prozent der Unternehmen durch die Brücken-Sperrung zusätzliche Kosten für ihren Betrieb.

„Wenn man sich das Alter und die Haltbarkeit vieler Brückenbauwerke in Deutschland anschaut, dann handelt es sich bei der Talbrücke Rahmede sicher nicht um einen Einzelfall. Da ist in der Vergangenheit manches versäumt worden, was die Erhaltung leistungsfähiger Verkehrswege angeht“, erklärten die Verbände Siegen-Wittgenstein. Jetzt seien schnell nutzbare Alternativen für den Güterverkehr nötig. (jaw/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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