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Teile der gesperrten A61 freigegeben – als Umleitungsstrecke

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Ein Gefahrenschild mit der Bedeutung Achtung warnt vor einer bevorstehenden Umleitung
Um Ortslagen in Swisttal und Weilerswist zu entlasten gibt es Umleitungen über die A61. © Andreas Haas/Imago

Für ein Umleitungskonzept wurden Teile der gesperrten A61 freigegeben. Durch die Maßnahme sollen Ortslagen in Weilerswist und Swisttal entlastet werden.

Köln – Für eine verkehrliche Entlastung in den Ortslagen Weilerswist-Metternich und Swisttal-Heimerzheim soll jetzt ein weiträumiges Umleitungskonzept sorgen – über die Autobahn 61, die in Teilen schwer durch das verheerende Hochwasser Mitte Juli beschädigt wurde.

Das Problem in den Ortslagen: Die überregionale Verbindungsstrecke L182 zwischen Bornheim, Swisttal, Weilerswist und Euskirchen ist nach dem Hochwasser vollgesperrt. Infolgedessen „zwängt sich derzeit der Durchgangs- und Schwerlastverkehr durch die engen Ortsdurchfahrten“, so der Autobahn-Betreiber. Um diesem Zustand entgegen zu wirken, haben Autobahn GmbH und Straßen.NRW jetzt ein gemeinsames Konzept entwickelt.

A61: Streckenabschnitt soll für Umleitung genutzt werden

Dabei soll auch ein Abschnitt der A61 zwischen Weilerswist und Swisttal genutzt werden, der bisher hochwasserbedingt gesperrt war. „Dieser Abschnitt wurde in den vergangenen Wochen mittels Georadar auf mögliche, nicht sichtbare Schadstellen untersucht. Da keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden, konnte dieser Abschnitt freigegeben werden“, erklärt die Autobahn GmbH. Auch mehr als vier Wochen nach der schweren Hochwasser-Katastrophe in NRW sind noch viele Bundes- und Landstraßen durch Schäden gesperrt – alle Sperrungen im Überblick.

A61: Diese Umleitung gibt es ab Bornheim

Im Kreuz Bliesheim in Fahrtrichtung Swisttal müssen nach Angaben des Betreibers noch Unwetterschäden behoben werden. Deshalb kann die Verbindung nicht direkt von A553 auf die A61 führen.

A61: Diese Umleitung gibt es ab Swisttal

L182 Swisttal: Neubau von Brücke dauert bis Ende 2021

Die Landesstraße L182 wurde durch das Hochwasser in der Region schwer beschädigt. So wurde die Straße auf Höhe Swisttal-Heimerzheim „unterspült und brach daraufhin auf voller Straßenbreite und sechs Metern Länge ein“, erklärt die Autobahn GmbH. „Wenige Tage später gab eines der Widerlager des Brückenbauwerks über den Swistbach nach, was den Einsturz der Swistbach-Brücke zur Folge hatte.“

Der Neubau der Brücke wird nach Angaben des Betreibers mindestens ein halbes Jahr, also bis Ende 2021, dauern. Sofern das Wetter mitspielt – sonst könnte es unter Umständen sogar länger dauern. Die neue Brücke wird etwa 2 Millionen Euro kosten. Das angrenzende Autobahnnetz ist ebenfalls vollgesperrt, sodass sich der Verkehr in die kleinen Ortslagen verlagerte. (sk) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

 

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