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Aachen und Münster wollen Tempo 30 erproben – auch Bonn dabei

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Ein Mann malt auf einer Fahrbahnspur der Parcusstraße in der Mainzer Innenstadt die Zahl «30» als Markierung zur Tempo-30-Zone auf.
Mehrere Städte wollen Tempo 30 auch auf Hauptverkehrsstraßen erproben und hoffen auf eine Gesetzesänderung. (Symbolbild) © Andreas Arnold/dpa

Die Städte Aachen, Münster und Bonn wollen zusammen mit anderen Großstädten das Tempo 30 auch auf Hauptverkehrsstraßen erproben. Die Straßen könnten dadurch sicherer werden.

Aachen/Münster/Bonn – Aachen und Münster haben zusammen mit fünf anderen Großstädten vom Bund mehr Spielraum verlangt, um Tempo 30 auch auf Hauptverkehrsstraßen einführen zu können. Dazu soll das Straßenverkehrsrecht geändert werden. Mit Tempo 30 würden die Straßen wesentlich sicherer und leiser für Fußgänger, Radfahrer und Anwohner, heißt es in einem am Dienstag in Berlin vorgestellten Positionspapier. Auch die Luft könne sauberer werden.

Tempo 30 auch auf Hauptverkehrsstraßen? Bonn, Münster und Aachen schlagen Modellprojekt vor

An der Initiative sind auch Augsburg, Freiburg im Breisgau, Hannover, Leipzig und Ulm beteiligt. Am Nachmittag erklärte auch die Stadt Bonn ihre Teilnahme. Die Städte hoffen, dass es nach der Bundestagswahl Ende September zu einer Gesetzesänderung durch den neuen Bundestag kommt.

Bei Tempo 30 im Hauptverkehrsstraßennetz der Städte gehe es nicht um eine undifferenzierte und pauschale Maßnahme, betonen die Städte. Sie schlagen deshalb Modellprojekte vor. Dabei soll etwa untersucht werden, ob der öffentliche Nahverkehr durch niedrigere Höchstgeschwindigkeiten benachteiligt wird und wie das kompensiert werden könnte. Auch die Auswirkungen auf den Radverkehr sollen untersucht werden.

Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen in Bonn, Aachen und Münster

„Die zulässige Höchstgeschwindigkeit muss endlich überall über die zuständigen Straßenverkehrsbehörden so angeordnet werden können, wie es unter Abwägung aller relevanten umwelt-, verkehrs- und städtebaubezogenen Belange angemessen ist“, hieß es weiter. Dies öffne den Städten eine Entwicklung „in Richtung mehr Lebendigkeit, Lebensqualität und Nachhaltigkeit“.

„Die Leistungsfähigkeit für den Verkehr wird durch Tempo 30 nicht eingeschränkt, die Aufenthaltsqualität dagegen spürbar erhöht“, so die Städte. „Und auf die Länge des Straßennetzes bezogen ist Tempo 30 in den allermeisten Städten ohnehin schon längst die Regel und nicht mehr die Ausnahme.“ 

Neben dem Tempolimit planen manche Städte übrigens noch weitreichendere Schritte in Bezug auf Nachhaltigkeit im Verkehr. So sollen in Köln zum Beispiel der Zülpicher Platz und die Severinsstraße zum Teil autofrei werden. (nb mit dpa/lnw)

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