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Bahnbetreiber Abellio: Wie geht es weiter? NRW-Ministerin Brandes gibt Antwort

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Rhein-Hellweg-Express, RE11 nach Kassel-Wilhelmshöhe
Das kriselnde Bahnunternehmen Abellio betreibt in NRW viele S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpress-Linien, darunter auch die Linie RE11. © Rüdiger Wölk / IMAGO

Wer den Regionalzug oder die S-Bahn nimmt, der könnte dabei auf die Verkehrsdienste des kriselnden Bahnbetreibers Abellio angewiesen sein. Bleibt das auch künftig so? 

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalens Verkehrsministerin Ina Brandes (CDU) informiert am späten Mittwochnachmittag den Verkehrsausschuss des Landtags über den Verhandlungsstand mit dem kriselnden Regionalbahnunternehmen Abellio. Die Tochter der Niederländischen Staatsbahn macht in Deutschland seit langem Verluste. Das liegt unter anderem an Strafzahlungen, weil Züge wegen Baustellen verspätet sind, und an stark gestiegenen Personalkosten. Dafür ist Abellio nicht verantwortlich – deshalb sollte die Firma finanziell entlastet werden, so die Forderung des Regionalbahnunternehmens. Die Firma durchläuft derzeit ein sogenanntes Schutzschirmverfahren, eine Form des Insolvenzverfahrens.

Abellio: Wie geht es mit dem kriselnden Bahnunternehmen in NRW weiter?

Eine Einigung von Abellio mit allen Aufgabenträgern über neue Verträge gab es bis Dienstag noch nicht. Mit Aufgabenträgern sind in Nordrhein-Westfalen die Nahverkehrsverbünde gemeint, darunter der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Es geht darum, wie weit besagte Aufgabenträger - und damit letztlich der Staat und der Steuerzahler - Abellio entgegenkommen und mehr Geld zahlen oder andere vertragliche Erleichterungen zulassen.

Bahnbetreiber Abellio beschäftigt rund 3100 Mitarbeiter

Abellio beschäftigt nach eigenen Angaben rund 3100 Mitarbeiter in Deutschland, seine 52 Zuglinien fahren vor allem in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Baden-Württemberg. In NRW betreibt Abellio mehrere Regionalexpress-Linien, Regionalbahnen und S-Bahn-Verbindungen.

Abellio: Diese Linien betreibt das Bahnunternehmen in Nordrhein-Westfalen

Abellio ist wichtig für viele Pendler: Etwa jeder sechste Zugkilometer im Schienen-Personen-Nahverkehr (SPNV) von NRW wird von Abellio-Zügen gefahren, darunter ist der RE 1 von Aachen über Köln nach Hamm. Sollte sich die Abellio Rail GmbH nicht mit den Aufgabenträgern einigen, droht ihr der Marktaustritt zum Februar 2022 - dann müssten andere Bahnunternehmen die Strecken per Notvergabe übernehmen. Diese Linien betreibt Abellio in NRW:

Kriselndes Bahnunternehmen Abellio: Westfalenbahn fährt künftig weiter

Die Firma hat nach eigenen Angaben 1060 Beschäftigte. Eine andere Tochter, die Westfalenbahn, konnte unlängst eine Einigung verkünden - sie wird auch künftig weiterfahren. Diese Firma bedient vor allem Strecken in Niedersachsen, auf NRW entfallen nur wenige Zugkilometer - und zwar ab Münster und ab Rheine bis weit in das benachbarte Bundesland hinein. (nb mit dpa/lnwMehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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