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Flughafen Köln/Bonn: Streik – was Reisende wissen müssen

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Von: Benjamin Stroka

Ein Flugzeug von Eurowings am Boden und ein wartender Passagier am Flughafen Köln/Bonn (Montage).
Viele Flüge fallen am Dienstag in Köln/Bonn aus. Für Passagiere bedeutet das in vielen Fällen Geduld haben (Montage). © Augst/Eibner-Pressefoto/Imago & Ying Tang/NurPhoto/Imago

Streik: Das Sicherheitspersonal am Flughafen Köln/Bonn legt am Dienstag die Arbeit nieder. Dies hat große Auswirkungen für Fluggäste: 75 Flüge fallen aus.

Köln – Der nächste Streik am Flughafen: Am Dienstag (22. März) haben die Sicherheitskräfte am Flughafen Köln/Bonn erneut die Arbeit niedergelegt. Davon sind auch wieder die Passagierkontrollen betroffen. Fast 90 Prozent aller Abflüge fallen dadurch aus. Bei den restlichen kann es zu Beeinträchtigungen kommen.

Flughafen Köln/Bonn: Nur 8 Abflüge am Mittwoch – Streik ausgeweitet

Im Zuge des Streiks der Fluggastkontrolle am Flughafen Köln/Bonn wurden insgesamt 75 Flüge (52 Starts, 23 Landungen) gestrichen, wie der Airport am Dienstagnachmittag mitteilte. Davon sind vor allem die Abflüge betroffen, von denen am Dienstag nur acht stattfinden können. Planmäßig sollte es eigentlich 123 Passagierflüge (60 Abflüge, 63 Ankünfte) geben.

Die Passagierkontrolle im Terminal ist laut Flughafen-Angaben am Morgen komplett geschlossen. Die Lage sei jedoch ruhig, da die viele Flüge bereits im Vorfeld gestrichen wurden und somit die meisten Fluggäste nicht angereist sind.

Zusätzlich wurde der Streik ab 4 Uhr auch auf die Personal- und Warenkontrollstellen ausgeweitet, erklärte ein Flughafen-Sprecher. Auch dort soll die Arbeit bis 24 Uhr ruhen.

Streik am Flughafen Köln/Bonn: Bei diesen Airlines fallen Flüge aus

Auf der Website des Flughafens Köln/Bonn wurden bereits die ersten Flüge (Ankünfte und Abflüge) für Dienstag annulliert. Bei diesen Airlines kommt es durch den Streik zu Ausfällen:

Flughafen Köln/Bonn: Streik bei Passagierkontrollen – wichtige Infos für Reisende

„Reisende, die einen Flug ab Köln/Bonn gebucht haben, werden dringend gebeten, sich frühzeitig und insbesondere vor der Anreise zum Flughafen bei ihren Fluggesellschaften oder den Reiseveranstaltern über den Status ihres Fluges zu erkundigen“, heißt es vom Flughafen. Außerdem sollten Passagiere ihr Handgepäck „auf das Nötigste“ beschränken, um die Kontrollen zu beschleunigen.

Flughafen: Darum wird gestreikt

Die Gewerkschaft Verdi fordert im Tarifstreit von den Arbeitgebern unter anderem mehr Lohn für die Beschäftigten in der Luftsicherheitsbranche. Konkret geht es um eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunden, bei einer Laufzeit von mindestens zwölf Monaten. Zudem soll der Lohn von Fracht- und Warenkontroll-Personal an den Satz des Fluggastkontroll-Personals angeglichen werden.

Verdi fordert weiterhin einen bundesweit gleichen Stundenlohn für das Personal der Bordkartenkontrolle, der Sicherheitskontrollen sowie der Flugzeugbewachung und eine Abschaffung der Niedriggehälter beim Berufseinstieg. Bislang konnte keine Einigung erzielt werden, daher kommt es erneut zum Streik. „Wir sind in den Verhandlungen bei der Angleichung der regionalen Löhne und der Angleichung Ost an West weitergekommen. Aber bei der Lohnerhöhung sind die Arbeitgeber mit ihrem Angebot weit unter der Forderung der Beschäftigten geblieben. Außerdem wollen die Arbeitgeber Nullmonate durchsetzen“, kritisierte Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper.

Streik am Flughafen Köln/Bonn: Eigentlich mehr als 120 Flüge geplant

Wie viele Flüge letztendlich in Köln/Bonn ausfallen werden, muss abgewartet werden. Geplant waren für Dienstag insgesamt 123 Passagierflüge, darunter 60 Abflüge und 63 Ankünfte. Dafür hat der Flughafen eigentlich rund 12.000 Passagiere erwartet. Beim Streik Ende Februar sind am Flughafen Köln/Bonn zwei Drittel aller Starts gestrichen worden. Insgesamt fielen 56 Flüge komplett aus. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Text wird laufend aktualisiert.

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