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Was VRR-Kunden zum 49-Euro-Ticket wissen müssen – und was für Abonnenten gilt

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Von: Jonah Reule

Das 49-Euro-Ticket soll Anfang des Jahres eingeführt werden. Doch ab wann können es VRR-Kunden kaufen? Und was muss bei bisherigen Abos beachtet werden?

Essen – Mit dem 49-Euro-Ticket wird das Bus- und Bahnfahren 2023 wieder günstiger. Das sogenannte „Deutschlandticket“ kann in allen Bussen und Bahnen des Öffentlichen Personennahverkehrs genutzt werden. Es soll bundesweit gelten und damit auch in NRW Anwendung finden. Auf dem Weg zur Arbeit nutzen viele Menschen den Nahverkehr. Rund um das 49-Euro-Ticket tun sich allerdings noch viele Fragen auf. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gibt seinen Kunden nun erste Antworten und erklärt, was beim 49-Euro-Ticket zu beachten ist.

BezeichnungVerkehrsverbund Rhein-Ruhr
Gründung1980
GebietRuhrgebiet, Niederrhein, Bergisches Land und Düsseldorf
InteressantesDer VRR ist der größte Verkehrsverbund Europas

49-Euro-Ticket als monatliches Abo für VRR-Kunden

Das 49-Euro-Ticket soll die Mobilität der Menschen gewährleisten. So will die Bundesregierung die Bürger von steigenden Energie- und Kraftstoffkosten entlasten. Das 49-Euro-Ticket soll anders, als das 9-Euro-Ticket, als Abonnement angeboten werden, so der VRR. Das bedeutet, dass es nicht jeden Monat neu gekauft werden muss. Bis zur Kündigung des Abos läuft es also durchgängig. Die Kündigung des 49-Euro-Tickets soll laut VRR, wie bei bisherigen Abonnements, monatlich möglich sein.

Der genaue Startzeitpunkt des Deutschlandtickets steht noch nicht fest. Zuletzt wurde über einen Start des 49-Euro-Tickets ab April oder Mai 2023 gesprochen.

49-Euro-Ticket: Das ist der aktuelle Stand

Das 49-Euro-Ticket soll ab 2023 das Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anregen. Mit dem Nachfolger des 9-Euro-Tickets können Menschen bundesweit in Deutschland den Nah- und Regionalverkehr für einen monatlichen Festpreis von 49 Euro in der 2. Klasse nutzen. Das Deutschlandticket soll als Abonnement kommen und monatlich kündbar sein. Es wird als digitales Ticket auf dem Handy und anderen Mobilgeräten angeboten.

Nachdem die Einführung des 49-Euro-Tickets bei der Ministerpräsidenten-Konferenz im Dezember 2022 final beschlossen wurde, hapert es aktuell vor allem bei der Frage der Finanzierung. Daher ist ein genauer Termin für den Start des Deutschlandtickets noch nicht abzusehen.

Wie der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) Mitte Januar in einer Mitteilung erklärte, erwarte man den Start des 49-Euro-Tickets im Mai dieses Jahres. „Wir rechnen damit, dass es zum 1. Mai einheitlich eingeführt wird. Der Verkaufsstart wird vier Wochen vorher beginnen“, so der Verkehrsverbund.

VRR: Wo können Kunden das 49-Euro-Ticket kaufen?

Sobald das 49-Euro-Ticket erhältlich ist, sollen VRR-Kunden das Ticket kaufen können. Der Verkauf soll vorrangig digital über die Apps und Vertriebskanäle der zum VRR gehörenden Verkehrsunternehmen stattfinden, so der VRR. Dazu zählen unter anderem die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG und die Rheinbahn AG. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr versicherte zudem, dass Kunden das Deutschlandticket auch an allen Kundencentern im Verbundgebiet erhalten sollen. Das 49-Euro-Ticket soll als digitales Ticket auf Handys und in Chipkartenform angeboten werden, so der VRR.

Bei diesen Verkehrsunternehmen sollen Kunden das 49-Euro-Ticket im VRR-Gebiet erhalten

► Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG

► BVR Busverkehr Rheinland GmbH

► DB Regio AG

► DSW21 – Dortmunder Stadtwerke AG

► Hagener Straßenbahn AG

► mobil.nrw

► NEW MöBus – Mönchengladbach

► NEW Viersen

► NIAG Niederrheinische Verkehrsbetriebe AG

Rheinbahn Düsseldorf AG

► Ruhrbahn GmbH

► Ruhrbahn Mülheim GmbH

► Stadtwerke Neuss

► Stadtwerke Remscheid

► Stadtwerke Solingen (SOBUS)

► STOAG – Stadtwerke Oberhausen GmbH

► Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel HCR

► SWK – Stadtwerke Krefeld AG

► VRR-/ DB-Ticketshop

► VER – Verkehrsgesellschaft Ennepe Ruhr mbh

► Vestische Straßenbahnen GmbH

► WSW mobil GmbH

49-Euro-Ticket: Was passiert mit bestehenden Abo-Tickets des VRR?

Besitzer von Abo-Tickets innerhalb des VRR-Gebiets müssen nichts weiter tun. Der VRR versicherte, zeitnah auf seine Kunden zuzukommen, sobald ein Start des 49-Euro-Tickets absehbar sei. Abo-Kunden sollen jedoch die Möglichkeit bekommen, von ihrem bisherigen Ticket zum Deutschlandticket zu wechseln, so der VRR. Das genauere Vorgehen werde noch bekannt gegeben.

Eine Person hält ihr 49-Euro-Ticket auf dem Handy vor einem Ticketschalter des VRR in den Händen.
Das 49-Euro-Ticket soll VRR-Kunden das Fahren im bundesweiten ÖPNV ermöglichen. © Piero Nigro/imago

Ob es eine Übergangsregelung wie bei anderen Verkehrsverbünden geben werde, stehe noch nicht fest. Zuletzt hatte der Verkehrsverbund Rhein-Sieg verkündet, die Preise für Abo-Kunden für eine bestimmte Zeit auf 49 Euro zu senken, damit Abonnenten in Ruhe überlegen können, ob sie zum Deutschlandticket wechseln möchten.

VRR: Kann ich mit dem 49-Euro-Ticket auch weitere Personen mitnehmen?

Nein. Beim 49-Euro-Ticket können keine weiteren Personen mitgenommen werden. Somit gelten die Mitnahmeregelungen bisheriger Abonnements beim Deutschlandticket nicht. Es handle sich um ein persönliches Ticket, das nicht übertragbar sei, so der VRR. Eine Nutzung des Tickets durch Dritte ist damit ausgeschlossen. Die Mitnahme von Fahrrädern sei ebenfalls nicht mit im Tarif des 49-Euro-Tickets enthalten, so der Verkehrsverbund weiter.

49-Euro-Ticket: Die wichtigsten Infos zum Deutschlandticket im Überblick

49-Euro-Ticket: Kann ich damit auch im ICE/IC fahren?

Auch hier lautet die Antwort „nein“. Das Deutschlandticket wird nicht im Fernverkehr gelten. Es berechtige nur für Fahrten in der 2. Klasse in allen Zügen und Bussen des Nah- und Regionalverkehrs, erklärt der Verkehrsverbund. Auch Fahrten mit Flixtrain sind mit dem 49-Euro-Ticket Stand jetzt nicht möglich.

Ein kleines Schlupfloch gibt es dennoch. Denn nur unter einer Voraussetzung kann das Deutschlandticket im ICE und IC genutzt werden. Haben Züge des Nah- und Regionalverkehrs eine Verspätung von mindestens 20 Minuten, können Fernverkehrszüge als Alternative mit dem 49-Euro-Ticket genutzt werden. Allerdings müsse hierfür zunächst ein entsprechendes Ticket für den jeweiligen Fernverkehrszug gekauft werden. Die Kosten können im Rahmen der Mobilitätsgarantie wieder erstattet werden, erklärt die Deutsche Bahn.

VRR: Wie lange gilt das 49-Euro-Ticket?

Das 49-Euro-Ticket ist auf keinen konkreten Zeitraum begrenzt. „Das bundesweite Abo ist als dauerhaftes Angebot zur Entlastung der Bürger*innen gedacht – auch, um die Verkehrswende auf dem Weg hin zu klimafreundlicher Mobilität nachhaltig voranzutreiben“, so der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. (jr) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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