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Neue S-Bahn-Züge in NRW – „Komfort-Stehplätze“ lassen aufhorchen

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Alstom hat den Zuschlag für die neuen S-Bahn-Züge im Rheinland bekommen. Ab 2029 sollen die ersten durch NRW rollen – mit einigen Innovationen.

Köln/Gelsenkirchen – Nach jahrelanger Suche gibt es Klarheit für die Zukunft der S-Bahn in Köln und Umgebung. Der französische Hersteller Alstom hat sich im europaweiten Vergabeverfahren durchgesetzt, weil er das „wirtschaftlichste“ Angebot – sprich: das mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis – abgegeben hat. Das teilten die zuständigen Verkehrsträger go.Rheinland (bestehend aus VRS sowie AVV) und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) am Mittwoch (24. Juli) gemeinsam mit. Bis zu 90 neue Fahrzeuge sollen bis 2033 nach und nach geliefert werden.

Fahrzeuge, Ausstattung, Optik: Neue S-Bahn-Züge für den Großraum Köln sorgt für einige Neuerungen

Eine Grafik zeigt einen neuen S-Bahn-Zug für das Rheinland in einer Station.
Die neuen S-Bahn-Züge für das Rheinland sehen von außen sehr modern aus. Je nach Betreiber könnte die Außenfarbe noch angepasst werden. © Alstom / Advanced & Creative Design

Die Ausschreibung für die neuen S-Bahn-Züge war bereits Mitte 2022 gestartet, mit einigen konkreten Forderungen. Diese wird Alstom nun auch erfüllen. So sollen die Bahnen aus 150 bis 170 Meter langen durchgängigen Fahrzeugen bestehen, statt wie bisher auch zwei gekoppelten 70-Meter-Zügen. Außerdem wird die Fahrgastinformation verbessert, sodass volle und leere Abteile angezeigt werden.

Eine Grafik zeigt den Eingangsbereich der neuen S-Bahn-Züge für das Rheinland von innen.
Das Innere der neuen S-Bahn-Züge ist von türkisen Elementen gerprägt. © Alstom / Advanced & Creative Design

Auch bei der restlichen Ausstattung gibt es einige Neuerungen. Neben mittlerweile üblichen Dingen wie Steckdosen und WLAN verfügt zukünftig jeder einzelne Endwagen über eine Toilette. Alle Besonderheiten im Überblick:

Eine Grafik zeigt den Toilettenbereich der neuen S-Bahn-Züge für das Rheinland.
Jeder einzelne Endwagen der neuen S-Bahn-Züge sollen zukünftig eine Toilette beinhalten. © Alstom / Advanced & Creative Design

Neue S-Bahn-Züge haben besonders flexible Sitzplätze

Eine Grafik zeigt die flexiblen Sitzbereichen der neuen S-Bahn-Züge für das Rheinland.
Bei den Sitzplätzen der neuen S-Bahn-Züge wird stark auf Flexibilität gesetzt. © Alstom / Advanced & Creative Design

Im Fokus der Entwicklung der neuen S-Bahn-Züge stand laut den beiden zuständigen Verkehrsverbünden vor allem, die „teilweise sehr unterschiedlichen Bedürfnisse der Fahrgäste bestmöglich in Einklang zu bringen“. Durchschnittlich verbringen die Menschen im Rheinland etwa 25 Minuten in den Nahverkehrszügen. Dahinter stecken jedoch gleichermaßen kurze (einige Minuten) wie lange Fahrten (bis zu einer Stunde). Dementsprechend braucht es mehr Sitzplätze für längere Wege, aber gleichzeitig mehr Kapazität für kurze Strecken.

Um die verschiedenen Bedürfnisse in Einklang zu bringen, gibt es in den neuen S-Bahn-Zügen flexibel nutzbare Sitzplätze. Diese können bei Nicht-Gebrauch eingeklappt, umgeschwenkt oder eingefahren werden und somit mehr Platz für Stehplätze bietet. Folgende Module soll es dabei konkret geben:

Eine Grafik zeigt ein Komfortstehplatz-Modul in einem neuen S-Bahn-Zug für das Rheinland.
In den neuen S-Bahn-Zügen wird es auch sehr innovative Ideen wie Komfortstehplatz-Module geben. © Alstom / Advanced & Creative Design

Neue S-Bahn-Züge: Alstom übernimmt auch Wartung und Instandhaltung

Die zukünftigen S-Bahn-Züge sollen insgesamt etwa 30 Jahre betrieben werden. Über diesen Zeitraum sind auch ständige Instandhaltung und Wartungen nötig, die ebenfalls von Alstom durchgeführt werden. Mit Werkstätten im Raum Köln soll sichergestellt werden, dass die Züge möglichst im vollen Umfang jeden Tag zur Verfügung stehen.

Neue S-Bahn-Züge starten ab 2029 – auf diese Linien kommen sie zum Einsatz

Ab Mitte 2029 sollen die neuen S-Bahn-Züge dann zum ersten Mal auf den Schienen im Rheinland und darüber hinaus unterwegs sein. Für dann ist aber vorerst ein Probebetrieb geplant, bei dem noch unklar ist, wie lange er dauern soll. Bis zum Start des Fahrplanjahrs 2033 sollen dann alle neuen Bahnen auf diesen S-Bahn-Linien eingesetzt werden:

Aktuell werden die Züge des S-Bahn-Netzes im Rheinland und Ruhrgebiet von DB Regio betrieben (Tochter Deutsche Bahn). Der Auftrag wurde erst im Frühjahr bis mindestens Dezember 2032 verlängert. Bis dahin sind nicht nur die neuen Züge geplant, sondern auch ein Ausbau des Streckennetzes generell. In der Folge werden auch einige neue S-Bahn-Linien im Großraum Köln eingeführt. (os)

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