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Volle Autobahnen in NRW: November könnte zum Staumonat werden

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Von: Stefanie Knupp

Autos und Lkw stehen im morgendlichen Berufsverkehr auf der Autobahn A555 im Stau
Im November wird es auf den Autobahnen in NRW voll (Archivbild). © Oliver Berg/dpa

Im November sollten Berufspendler auf den Autobahnen in NRW viel Geduld aufbringen. Oder auf den ÖPNV umsteigen. Oder gleich im Homeoffice bleiben.

Köln – Auf den Autobahnen in NRW wird es zusehends voller. Der ADAC prognostiziert, dass der November sogar zu dem Staumonat schlechthin wird. Dafür gibt es auch einige plausible Gründe.

Berufspendler werden es schon registriert haben: Morgens geht es auf den NRW-Autobahnen langsamer voran, auch für den Nachhauseweg sollte man mehr Zeit einplanen. Das liegt nicht nur an den zahlreichen Baustellen und Sperrungen auf den Autobahnen in NRW.

Stau in NRW: Pendler kehren vom Homeoffice ins Büro zurück

Die Verkehrsexperten des ADAC sehen noch einen anderen ausschlaggebenden Grund. „Leider fallen viele wieder in die alten Muster zurück und setzen sich morgens zu Stoßzeiten ins Auto, um zur Arbeit zu fahren“, erklärt Prof. Dr. Roman Suthold auf der Internetseite des ADAC. Der November werde seinem „Beinamen Staumonat wieder alle Ehre machen“.

Warum ist der November der Staumonat?

Der November ist für gewöhnlich einer der staureichsten Monate im Jahr, erklärt der ADAC. Die Gründe: Mehr Pendler steigen aufgrund des Wetters aufs Auto um, weniger Urlaubstage werden genommen und Autofahrer müssten sich „erst wieder an schlechte Witterungsbedingungen gewöhnen“, heißt es beim ADAC.

Im November des vergangenen Jahres fiel der Staumonat November aus. Viele Menschen blieben aufgrund der coronabedingten Kontaktbeschränkungen zuhause und arbeiteten aus dem Homeoffice heraus. Diese Regelung läuft nach und nach aus. Immer mehr Berufstätige kehren auch physisch an ihre Arbeitsplätze zurück – oftmals mit dem Auto. Denn immer noch fahren viel weniger Menschen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln als noch vor der Corona-Pandemie. Die Deutsche Bahn verzeichnete mitunter bis zu 90 Prozent weniger Fahrgäste.

Stau in NRW: Homeoffice kann Autobahnen entlasten

Laut ADAC Verkehrsdatenbank waren die Staus in NRW im November 2020 im Vergleich zu 2019 um fast die Hälfte zurückgegangen. Wird der November 2021 wieder zum Staumonat? Nicht, wenn sich Pendler den Rat von Verkehrsexperte Suthold zu Herzen nehmen. „Schon ein bis zwei Tage Homeoffice statt Büro senken den persönlichen Berufsverkehr um 20 bis 40 Prozent“, erklärt er. Wer die Möglichkeit hat, sollte die flexiblen Homeoffice-Angebote seines Arbeitgebers nutzen.

Zur Büro-Rückkehr kommen dann noch äußere Bedingungen. Wie der ADAC erklärt, steigen auch viele Fahrradfahrer angesichts kalter Temperaturen auf das Auto um. Außerdem müssten sich Autofahrer erst wieder an die veränderten Sicht- und Fahrbedingungen gewöhnen und würden entsprechend vorsichtiger fahren. Helfen wird es hier auf jeden Fall, wenn Autofahrer ihre Fahrzeuge rechtzeitig herbst- und wintertauglich machen. (sk) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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