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Bahn plant viele Baustellen für 2022 – auch Strecken in NRW werden modernisiert

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Ein Zug am Hauptbahnhof Dortmund.
Zu den größeren Projekten der Bahn 2022 zählt auch die Modernisierung des Hauptbahnhofs in Dortmund. © imageBROKER/Stefan Ziese/Imago

Die Bahn investiert 2022 die Rekordsumme von 13,6 Milliarden Euro in Infrastruktur. Die vielen Baustellen dürften erneut für Verspätungen sorgen – auch in NRW.

Berlin – Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen sich auch in diesem Jahr wieder auf zahlreiche Baustellen einstellen: Der Konzern will bis Ende 2022 rund 13,6 Milliarden Euro in die Modernisierung des Netzes und der Bahnhöfe investieren. Das wären rund 900 Millionen Euro mehr als 2021. „Dafür stellen wir allein in diesem Jahr 4800 zusätzliche Fachkräfte für Ausbau und Instandhaltung ein“, teilte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla am Donnerstag mit. Geplant sei die Erneuerung von insgesamt 1800 Kilometern Gleisen, 2000 Weichen, 140 Brücken und 800 Bahnhöfen.

Bahn: Die wichtigsten Bauprojekte 2022 in NRW im Überblick

Bahn: Baustellen in ganz Deutschland geplant

Zu den wichtigsten Bauprojekten gehört weiterhin die Digitalisierung der Schiene. „Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten am Digitalen Knoten Stuttgart und dem Scandinavian-Mediterranean-Korridor von Hamburg über Erfurt und München bis zur österreichischen Grenze bei Kufstein“, teilte die Bahn mit. In Donauwörth soll das bundesweit erste digitale Stellwerk für eine Hochgeschwindigkeitsstrecke in Betrieb gehen.

Mit Blick auf die Kapazitäten auf den Gleisen will die Bahn in diesem Jahr unter anderem die Hochgeschwindigkeitsstrecke Wendlingen-Ulm in Betrieb nehmen. Mit ihr soll sich die Fahrzeiten zwischen Stuttgart und Ulm um eine Viertelstunde verkürzen. Weitere Projekte sind unter anderem der viergleisige Ausbau auf der Strecke Karlsruhe-Basel sowie ein Tunnelbau auf der Stammstrecke in München. Außerdem steht die Modernisierung zahlreicher Bahnhöfe an, darunter die Hauptbahnhöfe in Dortmund, Dresden, Frankfurt und Hannover.

Bahn: Sorgen mehr Baustellen wieder für mehr Verspätungen?

„Höhere Investitionen bedeuten auch mehr Bauvolumen in unserem Netz“, betonte Pofalla. Im vergangenen Jahr hatten unter anderem die zahlreichen Baustellen die Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr auf lediglich 75 Prozent gedrückt. Für dieses Jahr hatte die Bahn angekündigt, die Quote auf 80 Prozent steigern zu wollen. Zwar beteuert Pofalla, kundenfreundliches und kapazitätsschonendes Bauen stehe „ganz oben auf der Agenda“. Dennoch dürfte es auch in diesem Jahr durch das hohe Bauaufkommen zu Einschränkungen kommen. Pofalla kündigte an, die „Zusammenarbeit mit der Bauindustrie weiter intensivieren und Bauarbeiten noch schneller und zuverlässiger umsetzen“ zu wollen.

Bis 2030 soll sich die Verkehrsleistung auf der Schiene nach dem Willen der Bundesregierung verdoppeln. Verbände und Wettbewerber fordern schon lange mehr Tempo beim Ausbau der Infrastruktur. Bahnchef Richard Lutz bezifferte den Investitionsrückstau auf der Schiene kürzlich auf knapp 60 Milliarden Euro. (bs/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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