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Einigung zwischen Bahn und GDL: Kein neuer Streik

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Reisende warten im Hauptbahnhof auf einem Zug.
Schon drei Mal hat die GDL in der aktuellen Tarifrunde mit der Deutschen Bahn gestreikt (Symbolbild). © Bodo Marks/dpa

Im Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL gibt es eine Einigung. Ein neuer Streik wurde damit abgewendet.

Berlin –  Der Tarifkonflikt der Deutschen Bahn mit der Lokführergewerkschaft GDL ist gelöst. Das teilten die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Stephan Weil (SPD) und Daniel Günther (CDU), am Donnerstag mit. Sie hatten in den Verhandlungen vermittelt. Günther sprach von einer guten Nachricht für alle Kundinnen und Kunden der Bahn. „Am Ende steht jetzt ein Ergebnis, das von allen Beteiligten getragen wird.“ Weil sagte, die Beteiligung von Außenstehenden sei angesichts der zunächst recht verfahrenen Situation wohl nützlich gewesen. Die Ergebnisse sollten am Vormittag in Berlin präsentiert werden.

Zuvor hatte es einen monatelangen Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn gegeben. Die Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) luden am frühen Donnerstagmorgen zu einer kurzfristig anberaumten gemeinsamen Pressekonferenz (10:30 Uhr) am selben Tag in Berlin ein, um über den aktuellen Stand zu informieren. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler und der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky würden über den Sachstand der Tarifverhandlungen informieren, hieß es in der Einladung.

Bahn und GDL führten „intensive Gespräche“

In den vergangenen Tagen hätten „intensive Gespräche stattgefunden, um in der Tarifrunde zwischen der Deutschen Bahn AG (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Sinne der Fahrgäste und der Beschäftigten gemeinsame Lösungen zu finden“. Die Bahn hatte der Gewerkschaft am Wochenende ein erweitertes Angebot vorgelegt.

Die Bahn hatte am Samstag mitgeteilt, der Arbeitnehmerseite mit einer zusätzlichen „Entgeltkomponente“ einen großen Schritt entgegenzukommen. Details veröffentlichte sie nicht. Die GDL kündigte zunächst lediglich an, die Offerte zu prüfen und bekräftigte, „zu gegebener Zeit“ über weitere Schritte zu informieren.

Bahn-Streik: GDL bislang mit drei Streiks in der Tarifrunde

Die bisherigen Streiks der GDL in dieser Tarifrunde im Überblick:

Die GDL fordert 3,2 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von 28 Monaten sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro. Die Bahn will die Tariferhöhung über einen längeren Zeitraum strecken und bietet eine Laufzeit von 36 Monaten an. Zudem bietet sie eine Corona-Prämie je nach Lohngruppe von 600 oder 400 Euro. Die Entgeltkomponente soll darüber hinaus gezahlt werden. Wie hoch sie sein und wie sie gezahlt werden soll, gab das Unternehmen nicht bekannt.

Die GDL hatte in dieser Tarifrunde bislang dreimal gestreikt und dabei neben Pendlern auch viele Urlaubsreisende getroffen. Auch im Güterverkehr gab es Behinderungen. (bs/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-HomepageTipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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