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Bahn-Streik: Weitgehend normaler Verkehr ab Freitag – Einschränkungen dennoch möglich

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Von: Jana Wehmann

Menschen stehen an einem Bahn-Gleis.
Durch den GDL-Streik kommt es bei der Deutschen Bahn zu Störungen und Ausfällen. © Peter Endig/dpa

Der Lokführer-Streik geht am Donnerstag weiter. Bei der Deutschen Bahn kommt es zu zahlreichen Ausfällen und Störungen. Drei Viertel der Fernzüge fahren nicht.

Update vom 12. August, 18:51 Uhr: Auch wenn der Streik am Freitag endet, kann es weiterhin zu Einschränkungen im Zugverkehr geben. Das teilt die Deutsche Bahn am Donnerstagabend mit. Reisende sollen sich darum auch weiterhin über die jeweilige Verbindung informieren. Zusätzlich werde es zu einer „hohen Auslastung“ kommen.

Bahn-Streik: Weitgehend normaler Verkehr ab Freitag – hohe Auslastung erwartet

Update vom 12. August, 15:47 Uhr: Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL endet am Freitagnacht (13. August) um 2 Uhr. Nach dem Ende des Streiks plant die Deutsche Bahn ein „weitgehend normales Angebot im Regional- und Fernverkehr“, so das Unternehmen am Donnerstagnachmittag.

Nun würden hunderte Mitarbeiter der Deutschen Bahn daran arbeiten, nach dem Streikende „so schnell wie möglich“ wieder das vollständige Fahrplan-Angebot sicherzustellen. Dennoch weist das Unternehmen darauf hin, dass sich Reisende vorab über ihre geplante Zugverbindung informieren sollten.

Für das Wochenende rechne die DB mit „den reisestärksten Tagen“ im Bahnverkehr in diesem Jahr. Durch die Verschiebung vieler Reisen, die Sommerferien und die steigenden Temperaturen erwartet das Unternehmen im Fernverkehr eine hohe Auslastung. Damit Reisende besser planen können, seien die Auslastungs-Anzeigen auf der Website und in der App „spätestens ab Samstag“ wieder für jeden Zug und Fahrtabschnitt verfügbar, so die Deutsche Bahn. (jaw)

Mehr Züge am Donnerstag im Einsatz – kein Bahn-Streik am Wochenende

Update vom 12. August, 12:22 Uhr: Am zweiten Streik-Tag bei der Deutschen Bahn sind mehr Züge im Einsatz. Die Deutsche Bahn habe nach eigenen Angaben weitere Reserven mobilisieren können und setze im Fernverkehr nun über zehn Prozent mehr Züge für den Ersatzfahrplan am Donnerstag ein. Damit würden den Kunden etwa 15.000 mehr Sitzplätze zur Verfügung stehen.

Kein Bahn-Streik am Wochenende – Entscheidung über weitere Maßnahmen nächste Woche

Update vom 12. August, 11:53 Uhr: Nachdem die Lokführergewerkschaft GDL am Mittwochabend weitere Streiks nicht ausgeschlossen hatte, betont die Gewerkschaft nun, erst in der kommenden Woche über weitere Arbeitskämpfe entscheiden zu wollen. Die GDL wolle zunächst bewerten, wie der Vorstand der Deutschen Bahn auf den aktuellen Streik reagiere, sagt der Vize-Vorsitzende der GDL, Norbert Quitter, am Donnerstag.

Der 48-stündige Streik im Personenverkehr und der gesamten Bahninfrastruktur endet vorerst am Freitag (13. August) 2 Uhr – dabei soll es auch bleiben. Die Lokführergewerkschaft GDL werde gemeinsam versuchen, das bevorstehende Wochenende für die Reisenden zu bewältigen. Vor allem mit dem Blick auf die Urlaubszeit und das Ende der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen ist dies für Reisende eine gute Nachricht. (jaw)

Bahn-Streik: Massive Beeinträchtigungen im Zugverkehr bis Freitag

Erstmeldung vom 12. August, 11:22 Uhr:

Düsseldorf – Der erste Streiktag im Personenverkehr ist geschafft, nun geht es am Donnerstag (12. August) unvermindert weiter. Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen daher weiterhin mit zahlreichen Zugausfällen und Störungen kämpfen. Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL soll noch bis in die Nacht zu Freitag (13. August) 2 Uhr andauern.

Das heißt: Bis 2 Uhr fährt die Deutsche Bahn weiterhin nach den Ersatzfahrplänen. Voraussichtlich ab Freitagmorgen soll wieder der reguläre Fahrplan gelten. Bei der Umstellung auf den normalen Betrieb könne es aber dennoch zu Einschränkungen kommen. An den Bahnhöfen in NRW sei die Lage bislang ruhig. „Wir haben das Gefühl, dass die meisten Reisenden informiert sind“, so ein Sprecher der Bahn.

Streik Deutsche Bahn: Ersatzfahrplan im Fernverkehr läuft stabil

Die Deutsche Bahn hatte nach der Streik-Ankündigung einen Ersatzfahrplan aufgestellt. Dieser konnte nach Angaben des Unternehmens „stabil“ gefahren werden. Nun sei das Ziel, auch am Donnerstag einen „verlässlichen Ersatzfahrplan“ anzubieten, sagt Achim Strauß, DB-Sprecher.

„Gestern hat das gut geklappt“, so Strauß. Die Bahn habe gestern etwa 25 Prozent des üblichen Angebots im Fernverkehr angeboten. Dabei waren unter anderem auch die XXL-ICE mit über 900 Sitzplätzen im Einsatz.

Streik GDL: Regionalverkehr mit etwa bis zu 30 Prozent geplant

Für den Regional- und Nahverkehr plane die Deutsche Bahn am Donnerstag etwa 20 bis 30 Prozent des üblichen Angebots bedienen zu können. „Denn auch heute trotz Streik müssen Menschen zur Schule und zur Arbeit fahren oder möchten eine Urlaubsreise antreten. Deswegen wollen wir auch heute im Regionalverkehr einigermaßen verlässlich unsere Reisenden ans Ziel bringen“, so Strauß.

Die Deutsche Bahn geht auch für den Donnerstag davon aus, dass die Züge „sehr stark besetzt sein werden“, sagt Anja Bröker, DB-Sprecherin. Deshalb bittet die Bahn erneut Fahrgäste, ihre Reise zu verschieben, sofern sie nicht zwingend reisen müssen. Dafür zeige sich die Bahn weiterhin „maximal kulant“. Sofern Reisende zeitlich flexibel waren, „haben sie das Angebot, ihre Reise zu verschieben, gut genutzt“, resümiert Strauß.

Bahn-Streik: Was ist passiert? Was fordert die GDL?

Nachdem die Lokführergewerkschaft GDL bereits am Dienstagabend (10. August) den Güterverkehr bestreikt hatte, läuft nun der 48-stündige Arbeitskampf, der den Personenverkehr und die gesamte Bahninfrastruktur betrifft.

Die Lokführergewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder bei der Deutschen Bahn. Anders als die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will sie in diesem Jahr keine Nullrunde bei den Gehältern akzeptieren. Die GDL fordert Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von rund 3,2 Prozent sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro im laufenden Jahr. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 28 Monate betragen. Auch um Betriebsrenten wird gerungen.

Wegen Milliardenverlusten in der Pandemie will die Bahn die Erhöhung auf spätere Stufenzeitpunkte verteilen, bei einer Vertragslaufzeit von 40 Monaten. Hinzu kämen Leistungen zur Altersvorsorge und der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. „Die 40 Monate Laufzeit kommt vom Tisch“, hatte GDL-Chef Claus Weselsky erklärt. Wenn nicht, bleibe es bei Arbeitskampfmaßnahmen. (jaw mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

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