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Fotos & Infos: Wie die Boeing 747 SP „SOFIA“ zum Flughafen Köln/Bonn kam

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Von: Oliver Schmitz

SOFIA beim Landeanflug auf den Flughafen Köln/Bonn.
SOFIA beim Landeanflug auf den Flughafen Köln/Bonn. © Matthias Heinekamp/Airport Köln Bonn

Eine besondere Boeing 747 SP nennt zurzeit Köln ihr Zuhause. Alle Informationen zur fliegende Sternwarte von DLR und NASA anschaulich erklärt.

Köln/Bonn – Vom 4. Februar bis zum 16. März 2021 ist „SOFIA“ am Flughafen Köln/Bonn stationiert. In dieser Zeit soll das Forschungsflugzeug seine erste Mission über Europa fliegen. Erst diese Woche hat das Deutsche Sofia Institut (DSI) für Interessierte auch bereits die Startzeiten und Landezeiten der Boeing 747 SP von Köln veröffentlicht. Doch was ist SOFIA eigentlich genau, wo kam sie her und was macht sie jetzt in Köln?

Das ist die Boeing 747 SP
Erstflug4. Juli 1975
Ausgelieferte Flugzeuge45
Heute noch aktiv6
Reichweite12.300 Kilometer
Länge / Spannweite56,3 Meter / 59,6 Meter

Boeing 747 SP „SOFIA“: die fliegende Sternwarte von DLR und NASA

SOFIA am Dryden Flight Research Center der NASA in Palmdale (Kalifornien)
SOFIA an ihrem Heimatflughafen der NASA in Palmdale (Kalifornien). © picture alliance/dpa | Paul Buck

SOFIA ist eine Boeing 747 SP, die in Kooperation des Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der NASA zu einer fliegenden Sternwarte umgebaut wurde. Der Name steht dabei für „Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie“. SOFIA ist seit dem 30. November 2010 im Einsatz und soll voraussichtlich bis 2034 genutzt werden.

Das Weltraumteleskop von SOFIA

Das DLR-Weltraumteleskop GREAT am Board von SOFIA.
So sieht das Weltraumteleskop innerhalb von SOFIA aus. © DLR

An Bord von SOFIA befindet sich das Weltraum-Teleskop „GREAT“. Dieses wurde vom DLR gebaut und ist rund 2,70 Meter groß. Mit diesem werden bei den Einsätzen Galaxien, Sternentstehungsgebiete, interstellare Materie, unser Sonnensystem, Planeten und Kometen beobachtet.

SOFIA: Arbeiten mit dem höchsten Teleskop der Welt

Blick in den Forschungsbereich der fliegenden Sternwarte SOFIA
Der Arbeitsbereich der Wissenschaftler während den Flügen von SOFIA. © picture alliance/dpa | Christoph Schmidt

Die Wissenschaftler des SOFIA-Teams behalten die Beobachtungen des Teleskops während der rund acht stündigen Einsätze stets im Blick. Bis zu 20 Personen sind bei den Flügen von SOFIA an Board. Aufgrund der Corona-Pandemie sind es zurzeit aber maximal zwölf Leute im unteren und fünf Leute im oberen Deck. Für die aktuelle Mission arbeiten insgesamt 40 Forscher vom Terminal 2 des Flughafen Köln/Bonn.

SOFIA wird in Deutschland gewartet – Lufthansa Technik für die Reparatur der Boeing 747 SP zuständig

Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA)-Flugzeug vom Hersteller Boeing steht in der Instandhaltungshalle.
SOFIA bei der Wartung in Hamburg. © picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt

Vor der Ankunft in Köln befand sich SOFIA noch in Hamburg im Werk der Lufthansa Technik. Dort wurde von September 2020 eine alle drei Jahre stattfindende Wartung an der fliegenden Sternwarte durchgeführt. Bei dem sogenannten „C-Check“ wird die Flugzeugstruktur intensiv kontrolliert und anfallende Reparaturen durchgeführt. Nach den erfolgreichen Tests ging für SOFIA dann nach NRW.

SOFIA zum ersten Mal im Rheinland

Die Boeing 747 SP „SOFIA“ bei der Landung am Flughafen Köln/Bonn.
Die umgebaute Boeing 747 SP bei der ersten Landung am Flughafen Köln/Bonn. © Matthias Heinekamp

Am 4. Februar kam es zu einer echten Premiere: SOFIA landete zum allerersten Mal am Flughafen Köln/Bonn und damit auch zum ersten Mal im Rheinland. Die fliegende Sternwarte absolviert zurzeit ihre allerersten Missionen über Europa und nutzt den Flughafen über sechs Wochen als Ausgangspunkt. Die Wahl fiel Laut DLR-Chef Walther Pelzer „aufgrund einer „Mischung aus hervorragenden Eigenschaften“ auf den Flughafen Köln/Bonn. Wichtig waren dabei unter anderem Lage, Infrastruktur und das vergleichsweise mildes Klima.

SOFIA-Missionen am Flughafen Köln/Bonn – erste Flüge erfolgreich

Die Boeing 747 SP „SOFIA“ am Flughafen Köln/Bonn.
Die Boeing 747 SP „SOFIA“ am Flughafen Köln/Bonn direkt vor einem Einsatz. © Köln Bonn Airport

Seit dem 9. Februar geht SOFIA nun aktiv auf Mission. Die ersten vier Flüge der fliegende Sternwarte verliefen dabei ganz nach Plan. Bis zum 12. März sollen nun noch sechszehn weitere Einsätze folgen, die jeweils von dienstags bis freitags stattfinden. Die fliegende Sternwarte startet dabei immer abends ungefähr zwischen 18 und 21 Uhr. Da die Besucherterrasse des Flughafens Köln/Bonn aufgrund der Corona-Pandemie zurzeit geschlossen ist, müssen sich Planespotter jedoch andere Plätze zur Beobachtung der seltenen Boeing 747 SP suchen. Interessierte sollten aber nicht trödeln, denn in bereits viereinhalb Wochen wird SOFIA das Rheinland wieder verlassen. (os)

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