1. 24RHEIN
  2. Leben im Westen
  3. Verkehr

Deutsche Bahn: „Erhebliche Einschränkungen“ – 600 Kilometer Gleise beschädigt

Erstellt: Aktualisiert:

Der Bahnhof Hohenlimburg nach den Sturzfluten in Hagen.
Gleise und Bahnhöfe wurden im Zuge der Unwetter in NRW beschädigt, es gab zahlreiche Ausfälle bei der Deutschen Bahn. © Marius Schwarz/Imago

Zerstörte Gleise, überschwemmte Bahnhöfe: Die Unwetter haben für Ausfälle bei der Deutschen Bahn gesorgt – mit Folgen für Reisende.

Düsseldorf – Die Unwetterkatastrophe in Deutschland hat auch bei der Bahn gravierende Schäden hinterlassen, die in den nächsten Tagen Folgen für die Reisenden und Pendler haben werden. Nach einem ersten Lagebild gab es in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz „massive Beschädigungen“ an 80 Stationen und Haltepunkten sowie an Gleisen auf mehr als 600 Kilometern Länge, wie die Deutsche Bahn am Sonntag in Düsseldorf mitteilte.

Deutsche Bahn nach Unwettern in NRW und Rheinland-Pfalz: „Erhebliche Einschränkungen“

Auch Weichen, Signaltechnik, Stellwerke, Brücken sowie Fahrzeuge seien durch Wasser, Schlamm und Geröll beschädigt worden. Nun werde mit Hochdruck daran gearbeitet, alle Schäden zu beseitigen. 2000 Bahnbeschäftigte seien seit Mittwoch in den betroffenen Regionen im Einsatz. Noch immer müsse an vielen Stellen Wasser abfließen und danach Schlamm und Geröll abgetragen werden. Auf der linken Rheinseite fahren seit Sonntag zwischen Bonn und Koblenz wieder Züge.

Deutsche Bahn: Unwetter sorgen für Ausfälle und Umleutungen

Der Nahverkehr mit S-Bahnen und Regionalzügen bleibe in NRW und in Teilen von Rheinland-Pfalz „stark beeinträchtigt“, hieß es in der Mitteilung mit Blick auf das Ahrtal, die Eifel, das Siegerland und die Gegend um Hagen. Auf Pendler kämen zum Wochenstart noch auf „erhebliche Einschränkungen“ zu, in NRW fielen 30 Linien ganz oder teilweise aus oder würden umgeleitet. „Aufgrund gesperrter Strecken verkehren zahlreiche S-Bahn- und Regionallinien weiterhin nicht oder nur eingeschränkt.“ Es gibt Bus-Ersatzverkehr – „sofern in den Krisenregionen die Straßeninfrastruktur noch intakt ist“.

Beim Fernverkehr meldete das Unternehmen Fortschritte: Der ICE fährt wieder von Köln nach Brüssel, Bonn ist wieder an den Fernverkehr angeschlossen, und die Fahrt von Berlin nach Köln und Düsseldorf ist wieder möglich. Zum Start in die neue Woche rechnet die Bahn mit „einer weiteren Normalisierung des Fernverkehrs für Ziele in NRW“. (dpa)

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

Auch interessant