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Flughäfen in NRW: Corona-Test oder Quarantäne? Reisende aus Risikogebieten haben jetzt die Wahl

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Ein Mitarbeiter des Unternehmens Centogene watet auf Menschen, die zum Corona-Test möchten.
Das Unternehmen Centogene ist für die Corona-Tests am Flughafen in Düsseldorf zuständig. © Roberto Pfeil/dpa

Das Land NRW hat Änderungen an der Corona-Einreiseverordnung bekannt gegeben, die ab sofort gelten. Das müssen Reisende aus Risikogebieten jetzt beachten.

Update vom 7. Januar, 10.30 Uhr: Die Landesregierung in NRW hat eine Modifizierung der Corona-Einreiseverordnung veröffentlicht. Statt der Verpflichtung, sich bei der Einreise einem Coronatest zu unterziehen, dürfen Reisende aus Risikogebieten seit dem 5. Januar zwischen Test und Quarantäne wählen.

Das Land NRW gab bekannt, dass für Reisende aus Risikogebieten zwar grundsätzlich weiterhin eine zehntägige Einreisequarantäne gelte, diese aber durch einen Coronatest umgangen werden könnte. Hierfür reicht ausdrücklich auch ein Schnelltest aus. Nicht nur an den größten NRW-Airports Düsseldorf und Köln/Bonn, sondern an allen Flughäfen mit Tourismus- und Linienflügen aus Risikogebieten bestünden laut Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales inzwischen Testmöglichkeiten. Zudem sei es auch in den vorhandenen Testzentren, Apotheken oder bei einem Arzt möglich, sich testen zu lassen. Dies geschehe allerdings auf eigene Kosten.

Auch die Regeln für Einreisende aus Großbritannien und Südafrika wurden nochmals angepasst. Für sie gilt grundsätzlich bundesweit eine Testpflicht. Das Land NRW ordnete „wegen des besonderen Risikos der Verbreitung neuer Virenstämme“ zusätzlich eine mindestens fünftägige Quarantäne an. Abschließend ist ein weiterer Coronatest nötig.

Corona-Testpflicht am Flughafen Düsseldorf seit Montag verschärft

Düsseldorf – Das NRW-Gesundheitsministerium verschärft mit einer neuen Corona-Einreiseverordnung die Regeln bei der Einreise aus einem Risikogebiet. Mussten sich zuletzt nur Reisende aus dem Vereinigten Königreich und Südafrika verpflichtend einem Coronatest unterziehen, gilt dies nun auch für Einreisende aus allen anderen Risikogebieten.

Die neue Regelung ist Montag (28. Dezember) offiziell in Kraft getreten. Auch der Flughafen Düsseldorf machte auf seiner Facebookseite bereits seine Besucher darauf aufmerksam. Gemäß der NRW-Corona-Einreiseverordnung seien nun nicht mehr nur Reisende aus dem Vereinigten Königreich und Südafrika, sondern alle Personen, die nach NRW einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, verpflichtet, sich einem Coronatest zu unterziehen. Dieser Test muss höchstens 24 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Einreise absolviert werden.

Der Flughafen in Düsseldorf will seine Passagiere mit Lautsprecheransagen und Aushängen über die neu geltenden Regeln informieren. Coronatests können am Flughafen im Testcenter von „Centogene“ durchgeführt werden. Die Kosten für den Test müssen Reisende selbst tragen. Weitere Informationen, inklusive Wartezeiten gibt es auf der Website von Centogene.

Flughafen Düsseldorf: Quarantänepflicht für Reisende aus dem Vereinigten Königreich und aus Südafrika

Die Liste der Corona-Risikogebiete wird indes immer länger. Seit dem 26. Dezember gehören auch Estland und Namibia, sowie weitere Regionen in Norwegen und Irland dazu. Eine komplette Übersicht aller derzeit geltenden Risikogebiete liefert die Website des Robert-Koch-Instituts.

Härter sind die Regeln für Einreisende aus dem Vereinigten Königreich und Südafrika. Sie müssen neben dem Test auch verpflichtend für zehn Tage in Quarantäne. Diese Pflicht tritt sofort bei Ankunft in Kraft und gilt nicht nur in NRW, sondern deutschlandweit. Die Quarantäne darf auch bei einem negativen Test nicht ohne weiteres verlassen werden. Nur ein zweiter negativer Test nach fünf Tagen kann für ein vorzeitiges Ende der Quarantäne sorgen. Macht man diesen nicht, dann muss man die vollen zehn Tage zu Hause bleiben. (bs)

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