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Wann kommt das 49-Euro-Ticket? VRR nennt mögliches Datum

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Von: Jonah Reule

Ganz Deutschland wartet auf die Einführung des 49-Euro-Tickets. Doch wann kommt es? Aktuell scheint ein Start zum 1. Mai möglich, schätzt der VRR.

Köln – Das 49-Euro-Ticket sorgt nach wie vor für viele Fragezeichen bei den Menschen in Deutschland und in NRW. Die wohl wichtigste Frage: Wann kommt das 49-Euro-Ticket? Nachdem anfangs über einen Start zum Jahresbeginn spekuliert wurde, dämpften die Verkehrsbetriebe die Erwartungshaltungen der Menschen. Plötzlich waren April oder Mai als Starttermin im Gespräch. Nun hat Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) eine klare Frist für die Einführung des Deutschlandtickets gesetzt.

Wann startet das 49-Euro-Ticket?

Bis zum 8. Dezember dauerte es, ehe sich Bund und Länder endlich auf die Einführung des Deutschlandtickets einigen konnten. Lange Zeit peilte die Politik dabei den Start des 49-Euro-Tickets für den 1. Januar 2023 an. Da zahlreiche Fragen in Bezug auf die Umsetzung und die Finanzierung ungeklärt blieben, verschob sich der Start. Wie der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) Mitte Januar in einer Mitteilung erklärte, erwarte man den Start des 49-Euro-Tickets im Mai dieses Jahres. „Wir rechnen damit, dass es zum 1. Mai einheitlich eingeführt wird. Der Verkaufsstart wird vier Wochen vorher beginnen“, so der Verkehrsverbund.

Ende November 2022 teilten die Landesverkehrsminister dann mit, den 1. April als Startdatum anstreben zu wollen. Verbände wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) brachten zeitweise auch eine Einführung am 1. Mai 2023 ins Spiel. Mit dem 49-Euro-Ticket können bundesweit alle Busse und Bahnen des Regional- und Nahverkehrs genutzt werden.

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Bundesverkehrsminister will das 49-Euro-Ticket spätestens ab Mai

Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat der ganzen Thematik zuletzt eine scheinbar klare Frist gesetzt. „Für mich steht fest, nicht später als der 1. Mai“, sagte der FDP-Politiker am Freitag, 13. Januar, bei einer Pressekonferenz der FDP-Landtagsfraktion im oberbayerischen Kloster Seeon. Dort war Wissing per Videostream zugeschaltet, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete. Die Umsetzung des Deutschlandtickets liege jetzt bei den Bundesländern und den Verkehrsbetrieben. Außerdem sei eine Genehmigung seitens der EU erforderlich.

DB-Regio Chefin sieht keine Stolpersteine für 49-Euro-Ticket mehr

Die Vorstandsvorsitzende der DB Regio, Evelyn Palla, sieht die Hürden für die Einführung des 49-Euro-Tickets bewältigt. „Natürlich müssen zuerst alle finanziellen, tariflichen und rechtlichen Fragen, auch mit der EU, geklärt sein. Ich sehe hier aber keine Stolpersteine mehr“, sagte Palla. Das neue Deutschland-Ticket sorge dafür, dass der Öffentliche Personennahverkehr einfacher werde. „Damit beseitigen wir einen Wettbewerbsvorteil des Autos“, sagte Palla.

An die Nachfrage des 9-Euro-Tickets werde das neue Deutschlandticket wohl nicht anknüpfen können, so Palla, die auch Mitglied des Bahn-Vorstands ist. Das 49-Euro-Ticket werde ein großer Erfolg, auch wenn aufgrund des höheren Preises die Nachfrage nicht ganz so hoch sein werde wie beim 9-Euro-Ticket vergangenen Sommer.

DB Regio AG

Die DB Regio AG ist eine Tochtergesellschaft der Deutsche Bahn AG und zuständig für den Regionalverkehr in Deutschland. Für den Regionalverkehr in NRW ist die DB Regio NRW zuständig.

Ausreichend Kapazitäten stünden für die erwartete Nachfrage zur Verfügung, da mit der größten Nachfrage in den Metropolen zu rechnen sei: „Dort haben wir das größte Angebot und können die Zahl der Sitzplätze auch weiter erhöhen“, so die Vorstandsvorsitzende der DB Regio weiter. Das Deutschlandticket gilt für alle Züge des Regional- und Nahverkehrs in Deutschland. Im ICE kann das 49-Euro-Ticket nur in Ausnahmefällen genutzt werden.

49-Euro-Ticket: Kauf soll vorwiegend digital ablaufen – Wüst glaubt an Preiserhöhung

An der Art und Weise, wie das Deutschlandticket angeboten werden soll, habe sich jedoch nichts geändert. Kunden sollen das 49-Euro-Ticket vor allem online kaufen können. Dies funktioniere über zahlreiche Apps wie die der Deutschen Bahn oder dem VRS (Verkehrsverbund Rhein-Sieg). Zusätzlich soll das Ticket auch an allen Schaltern und Verkaufsstellen der einzelnen Verkehrsbetriebe, wie der KVB, als Chip-Karte erhältlich sein. (jr mit dpa)

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