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Sicherheitskontrollen am Flughafen Köln/Bonn: Securitas übernimmt alle Mitarbeiter

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Von: Jana Wehmann

Ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma steht vor dem Körper-Scan an einem Flughafen.
Die Sicherheitskontrollen am Flughafen Köln/Bonn werden ab Juli von Securitas übernommen (Symbolbild). © Marcel Kusch/dpa

Das Unternehmen Securitas übernimmt ab Juli die Sicherheitskontrollen am Flughafen Köln/Bonn und löst Kötter ab. Die rund 580 Mitarbeiter bleiben in Kurzarbeit.

Update vom 26. Mai, 17:29 Uhr: Die Übergabe der Sicherheitskontrollen am Flughafen Köln/Bonn von Kötter an das Unternehmen Securitas steht kurz bevor. Ab dem 1. Juli wird der Sicherheitsdienstleister die Fluggast- und Gepäckkontrollen übernehmen. Nach aktuellen Gesprächen mit dem Vorauftragnehmer Kötter, dem Betriebsrat, der Schwerbehindertenvertretung und den Angestellten vor Ort zieht Securitas nun eine positive Zwischenbilanz, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

Zwar wird der Dienstleister alle Mitarbeiter übernehmen, allerdings soll die Pandemie auch weiterhin mit Kurzarbeit überbrückt werden. So wolle Securitas die Arbeitsplätze langfristig sichern. „Wir sind derzeit in guten Gesprächen mit allen Beteiligten am Standort. Viele offene Fragen konnten in diesem Rahmen bereits beantwortet werden“, erklärt Leonhard Menz von Securitas. Wichtige Themen waren unter anderem die Sicherung der Arbeitsplätze, die Übernahme der Besitzstände und die Schließung des Terminals 2. (jaw)

Sicherheitskontrollen am Flughafen Köln/Bonn: Securitas übernimmt alle Mitarbeiter

Update vom 29. April, 10:30 Uhr: Das Sicherheitspersonal am Flughafen Köln/Bonn kann aufatmen: Die Sicherheitsfirmen Kötter und Securitas haben sich bezüglich des anstehenden Dienstleisterwechsels auf eine ordentliche Betriebsübergabe geeinigt. Demnach wird das Unternehmen Securitas alle 586 Mitarbeiter ab dem 1. Juli übernehmen. Das gaben beide Unternehmen nun bekannt.

Nachdem Securitas die öffentliche Ausschreibung für die Fluggastkontrollen am Flughafen Köln/Bonn gewonnen hatte, gab der Dienstleister bekannt, dass Kontrollstellen wegfallen würden. Nun haben sich Kötter und Securitas nach internen Gesprächen jedoch auf die Übernahme sämtlicher Arbeitsplätze verständigt.

„Ich freue mich sehr, dass wir im Interesse der Beschäftigten zu dieser einvernehmlichen Lösung gefunden haben. Sie verschafft den Mitarbeitern in der Fluggast- und Gepäck-Kontrolle Zukunftssicherheit am Airport Köln/Bonn“, sagt Andreas Kaus, Geschäftsführer von Kötter.

Flughafen Köln/Bonn: Securitas übernimmt Sicherheitskontrollen

Erstmeldung vom 28. April

Köln – Für die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen läuft es auch ein Jahr nach Ausbruch des Coronavirus schleppend. Nur knapp 90.000 Passagiere sind im Februar an einem der sechs NRW-Flughäfen in ein Flugzeug gestiegen. Das entspricht einem Rückgang von rund 93 Prozent, so IT.NRW.

Nun eine erneute bittere Nachricht: Der Dienstleister Securitas soll ab Sommer die Sicherheitskontrollen am Flughafen Köln/Bonn übernehmen – und plant zahlreiche Kontrollstellen zu streichen. Das gab das Sicherheitsunternehmen kürzlich bekannt.

Securitas
HauptsitzDüsseldorf
Niederlassungenmehr als 120 in Deutschland
Beschäftigterund 21.000 Angestellte in Deutschland

Flughafen Köln/Bonn: Securitas löst Kötter ab – öffentliche Ausschreibung

Seit Ende März ist bekannt, dass das Essener Sicherheitsunternehmen Kötter die Kontrollen am Flughafen Köln/Bonn abgeben wird. Den neuen Auftrag des Beschaffungsamtes des Bundesinnenministeriums (BMI) hat der Dienstleister Securitas nach der öffentlichen Ausschreibung ergattert.

Ab dem 1. Juli übernimmt nun das Sicherheitsunternehmen, welches den Hauptsitz in Düsseldorf hat, die Sicherheitskontrollen am Flughafen Köln/Bonn. Der Vertrag ist auf vier Jahre angesetzt. Dieser beinhalte allerdings nicht mehr die Abfertigung von Passagieren am Terminal 2. „Das führt zu einem Wegfall an Kontrollstellen“, so Securitas in einer Mitteilung.

Securitas streicht rund 200 Arbeitsplätze: Sicherheitskontrollen am Flughafen Köln/Bonn

Wie viele Arbeitsplätze von dem Wegfall betroffen sind, beantwortete Securitas auf 24RHEIN-Anfrage nicht. Laut einem Schreiben des aktuellen Kontollunternehmens Kötter plane Securitas allerdings nur mit 360 statt den bisherigen 586 Mitarbeitern, so berichtet es das Luftverkehrs-Nachrichtenportal airliners.de.

Securitas habe Kötter mitgeteilt, keinen rechtlichen Betriebsübergang, der eine automatische Übernahme aller Arbeitsverträge beinhalten würde, anzustreben, heißt es im Bericht. Zwar wechselte mit jeder Ausschreibungsperiode bislang immer das Sicherheitsunternehmen, allerdings habe es jedes Mal einen ordentlichen Betriebsübergang gegeben.

Sicherheitskontrollen am Flughafen Köln/Bonn: Gespräche zwischen Kötter und Securitas

Der Betriebsrat von Kötter werte das Vorgehen intern als „Kampfansage“. Auch werde sich der Kötter-Geschäftsführer Andreas Kaus weiter für einen Betriebsübergang einsetzen, so die Informationen von airliners.de. Auf 24RHEIN-Anfrage äußerte sich Kötter jedoch nicht.

Securitas betonte hingegen: „Die Gespräche mit Kötter laufen. Sobald es einen neuen Sachstand gibt, informieren wir die Öffentlichkeit“, sagt Alexander Hein von Securitas auf 24RHEIN-Anfrage. Wie es für die rund 580 Kötter-Mitarbeiter weitergeht, bleibt abzuwarten.

Urlauber, die in Kürze eine Reise planen, sollten hingegen auf die Flugzeiten achten. Denn durch die Bundes-Notbremse sind touristische Reisen von der Ausgangssperre betroffen. Demnach sollten Reisende ihre Nachtflüge umplanen. (jaw)

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