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Flughafen Köln/Bonn: Lange Schlangen an Sicherheitskontrolle – Betreiber reagiert

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Von: Jana Wehmann

Sicherheitspersonal führt bei einem Urlauber die Kontrolle durch.
Die Sicherheitskontrollen am Flughafen Köln/Bonn dauert deutlich länger als üblich (Symbolbild). © Marcel Kusch/dpa

An den Sicherheitskontrollen am Flughafen Köln/Bonn hat es zuletzt länger gedauert, es bildeten sich Warteschlangen. Reisende sollten mehr Zeit einplanen.

Köln – Einchecken, schnell durch die Sicherheitskontrolle, Boarding – und schon geht es auch in den Urlaub. Der Weg vom Terminal in den Flieger ist einfach gestaltet und läuft meist auch zügig ab. Doch zuletzt lief es nicht immer reibungslos am Flughafen Köln/Bonn, denn die Sicherheitskontrollen dauerten deutlich länger als gewohnt. Urlauber standen Schlange, es bildeten sich große Menschenansammlungen – und Passagiere verpassten ihre Flüge.

Flughafen Köln Bonn: Sicherheitskontrolle dauert zu lang – Urlauberin verpasst Flüge

Seit den Sommerferien in Nordrhein-Westfalen bildeten sich immer wieder Schlangen am Flughafen Köln/Bonn an den Sicherheitskontrollen. „An der Informationstafel stand die Sicherheitskontrolle dauert 15 Minuten, am Ende waren es jedoch mindestens 40 Minuten“, berichtet ein betroffener Urlauber 24RHEIN. „Dort herrschte das reinste Chaos“, schildert der Urlauber seine Eindrücke vom 23. Juli. Aber woran lag das?

Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln/Bonn: Securitas in Kurzarbeit

Seit dem 1. Juli übernimmt die Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln/Bonn der Dienstleister Securitas, zuvor lag der Auftrag bei Kötter. Schon beim Dienstleister-Wechsel gab es erste Probleme: Zunächst wollte Securitas nicht alle Mitarbeiter übernehmen. Nachdem sich das Unternehmen jedoch gegen eine Stellenkürzung von etwa 200 Angestellten entschlossen hat, wurde die Kurzarbeit des Sicherheitspersonals verlängert. So wolle Securitas die Arbeitsplätze langfristig sichern, hieß es.

Zwar ist die Kurzarbeit durch die Corona-Krise nicht unüblich, doch die reduzierte Zahl an Sicherheitsmitarbeitern könnte einen Einfluss gehabt haben. Der Ferienstart sei laut Securitas zunächst „weitestgehend reibungslos“ verlaufen. Allerdings: „In den letzten Tagen des Julis kam es dann vermehrt zu langen Wartezeiten, die für alle beteiligten Parteien nicht zufriedenstellend waren“, sagt Alexander Hein, Sprecher für Securitas auf 24RHEIN-Anfrage.

Securitas
HauptsitzDüsseldorf
Niederlassungenmehr als 120 in Deutschland
Beschäftigterund 21.000 Angestellte in Deutschland

Flughafen Köln/Bonn: Kontrolle dauert länger – Personal ist überlastet

Die längeren Wartezeiten seien laut Securitas jedoch auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Zum einen könne es durch die „Pandemiesituation und die Abstands- und Hygienebestimmungen“ zu Verzögerungen kommen. Ähnliches bestätigt auch Alexander Weise vom Flughafen Köln/Bonn: „Durch das erhöhte Passagieraufkommen und die erforderlichen Dokumentenkontrollen sollten Passagiere auf jeden Fall mehr Zeit als gewöhnlich für den Check-In und die Sicherheitskontrollen sowie für ihre Anreise zum Flughafen einplanen.“

Des Weiteren hätten sich laut Securitas jedoch viele Passagiere nicht an die entsprechenden Vorgaben am Flughafen Köln/Bonn gehalten und es wurden vermehrt Flüssigkeiten im Handgepäck aufgefunden. „Ein weiterer Grund waren auch krankheitsbedingte Ausfälle bei Securitas, da auch Securitas-Mitarbeiter von der Hochwasser-Katastrophe betroffen sind“, so Hein gegenüber 24RHEIN.

Da auch viele Bahnen zum Flughafen Köln/Bonn ausfallen würden, kämen vermehrt Passagiere zur gleichen Zeit. „Das führte punktuell zu einem stark erhöhtem Kontrollaufwand, der immer noch auftreten kann“, sagt Hein.

Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln/Bonn: Verbesserung in Sicht

Damit sich die Situation an den Sicherheitskontrollen in den kommenden Wochen beruhigt, „hat Securitas für August das Personal stark aufgestockt, sodass mehr Kapazitäten zur Verfügung stehen, während die Passagierzahlen weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau liegen“, erklärt Hein auf 24RHEIN-Anfrage,

Mit der Aufstockung des Personals werde die Wartezeit an den Kontrollen „deutlich verkürzt“, heißt es. Zwar sei die Verbesserung schon am vergangenen Wochenende sichtbar gewesen, allerdings würden sich bei einer großen Zahl parallel startender Flieger Wartezeiten „nicht ganz vermeiden“.

Die grundsätzlich empfohlenen zwei Stunden vor Abflug sollten nun jedoch wohl wieder machbar sein. „Wer noch früher erscheinen kann, sollte dies tun, um einen Puffer für etwaige Unwägbarkeiten sowohl am Flughafen als auch bei der Anreise zu haben“, betont Hein aber dennoch. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

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