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Lufthansa Streik: Welche Flüge fallen aus? Was müssen Reisende beachten?

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Von: Nina Büchs, Melissa Ludstock

Piloten-Streik bei der Lufthansa: Passagiere müssen sich am Freitag auf Ausfälle und Einschränkungen einstellen – 800 Flüge werden gestrichen.

Köln – Fluggäste müssen am Freitag, 2. September, viel Geduld mitbringen – denn nach den zuletzt gescheiterten Verhandlungen haben die Piloten der Lufthansa an diesem Tag einen ganztägigen Streik beschlossen. Ein Überblick über die wichtigsten Fragen, die sich nun stellen und was Reisende nun wissen müssen.

Flugzeuge der Lufthansa stehen auf dem Gelände des Flughafens.
Der Lufthansa-Streik wird am Freitag, 2. September, stattfinden. (Symbolbild) © Daniel Bockwoldt/dpa

Lufthansa Streik: Welche Flüge fallen aus?

Vom Streik am 2. September betroffen sind sämtliche Abflüge aus Deutschland der Kerngesellschaft Lufthansa und der Lufthansa Cargo, teilte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) in Frankfurt mit. Nahezu das komplette Programm soll gestrichen werden. An den Drehkreuzen München und Frankfurt werden rund 800 Flüge ausfallen. Das heißt konkret: Nahezu alle Flüge der Lufthansa fallen aus.

Betroffen sind am damit Flüge innerhalb Deutschlands zu den Drehkreuzen Flughafen Frankfurt am Main und Flughafen München sowie Starts ab Frankfurt und München.

Lufthansa Streik: Gibt es einen Notflugplan?

Die Lufthansa wird nun voraussichtlich einen Notflugplan für den 2. September aufstellen. Man werde alles tun, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, teilte das Unternehmen mit. „Im Laufe des heutigen Donnerstags wird Lufthansa den Flugplan anpassen und die Annullationen publizieren. Alle Gäste mit Kontaktdaten in der Buchung werden über SMS oder Mail informiert“, heißt es weiter.

Lufthansa Streik am Freitag: Welche Auswirkungen gibt es für Passagiere?

24RHEIN zeigt im Überblick, was Reisende zum Piloten-Streik bei Lufthansa am Freitag wissen müssen. Welche Auswirkungen der Piloten-Streik bei Lufthansa konkret für Reisende haben wird, ist noch nicht klar. „Aus diesem Grund kommt es am Freitag, 02. September zu einer größeren Einschränkung im Flugprogramm bei Lufthansa“, teilt die Lufthansa mit.

Lufthansa Streik am 2. September: Was müssen Passagiere nun tun?

Fluggäste können und sollten sich auf der Website der Lufthansa oder auf der Seite des jeweiligen Flughafens über den Status ihres Fluges informieren.

Wie die Lufthansa mitteilt, werden vom Streik betroffene Passagiere mit Kontaktdaten in der Buchung über SMS oder Mail informiert. Durch die Vielzahl der Annullierungen könne es aber zum Teil länger dauern, bis die Lufthansa den Passagieren eine passende Umbuchungslösung anbieten kann, heißt es weiter. „Sollten Sie innerhalb von 18 Stunden nach der Annullierungsnachricht keine Benachrichtigung von Lufthansa erhalten haben, kontrollieren Sie bitte eigenständig den aktuellen Stand Ihrer Buchung online auf www.lufthansa.com“, so das Unternehmen weiter. Auf der Seite haben Fluggäste außerdem die Möglichkeit, ihre Umbuchung gegebenenfalls anzupassen.

Lufthansa Streik: Wie erreiche ich die Hotline?

Die Lufthansa-Hotline über das Service Center ist täglich 24 Stunden lang erreichbar. Dort können Passagiere im Notfall anrufen, wenn sie keine Alternative für die Umbuchung erhalten haben und ihr Flug am 2. September ausfällt.

Selbst zum Flughafen fahren sollten Reisende übrigens nicht, so die Airline. Denn durch den Streik sind an diesem Tag nur wenige oder gar keine Serviceschalter geöffnet.

Lufthansa Streik: Was, wenn der Flug gestrichen wurde – kann man stattdessen kostenlos Bahn fahren?

Sollte ein innerdeutscher Lufthansa-Flug annulliert werden, kann der Flugschein kostenlos in ein Ticket der Deutschen Bahn umgewandelt werden, teilt das Unternehmen mit. „Ausnahme sind hierbei Reisen, wenn Sie zusätzlich einen gestrichenen internationalen Anschlussflug in Frankfurt oder München haben. Bitte denken Sie an eine Reservierung, die Sie über die Seite der Deutschen Bahn tätigen können“, so die Lufthansa. Die Kosten können nachträglich bei Lufthansa eingereicht werden.

Lufthansa Streik: Ist auch die Lufthansa-Tochter Eurowings vom Streik betroffen?

Wichtig zu wissen: Die Lufthansa-Tochter Eurowings sowie Eurowings Discover sind nicht vom Streik am Freitag, 2. September, betroffen.

Lufthansa Streik am Freitag: Welche Flughäfen sind betroffen?

Ein Streik droht an jedem deutschen Flughafen, an dem auch Maschinen der Kerngesellschaft Lufthansa und der Lufthansa Cargo starten. Unter anderem fliegen Lufthansa-Maschinen vom Flughafen Köln/Bonn und vom Flughafen Düsseldorf ab. Auch vom Flughafen Frankfurt starten täglich zahlreiche Lufthansa-Flüge.

Lufthansa Streik Köln/Bonn: Auswirkungen – diese Flüge gibt es

Vom Flughafen Köln/Bonn aus bietet die Airline Lufthansa lediglich Abflüge nach München an. Laut der Website des Flughafens sollen dort eigentlich am Freitag, 2. September, vier Flüge in Richtung München starten. Drei der Flüge stehen in der Liste bereits als „annulliert“. (Stand: 2. September, 10:55 Uhr)

Lufthansa Streik Düsseldorf: Auswirkungen – diese Flüge gibt es

Vom Flughafen Düsseldorf aus bietet die Airline Lufthansa Flüge nach Frankfurt, München und Zürich an. Auch hier wurden schon einige Flüge für Freitag gestrichen.

Lufthansa: Warum streiken die Piloten?

Hintergrund des Streiks sind die aus Sicht der Gewerkschaft VC gescheiterten Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag. Auch eine Sondierungsrunde sowie ein verbessertes Angebot des Unternehmens aus der vergangenen Woche hatten keine Einigung am Verhandlungstisch erbracht. Zuletzt waren die Gespräche am Mittwoch, 31. August, ergebnislos geblieben.

„Um Arbeitskämpfe abzuwenden, muss Lufthansa ein deutlich verbessertes Angebot vorlegen“, erklärte VC-Tarifchef Marcel Gröls dazu laut einer Mitteilung. Die VC erklärte, Lufthansa habe den Termin nicht für ein verbessertes Angebot genutzt. Die Gewerkschaft verlangt für die rund 5000 Kapitäne und Ersten Offiziere Gehaltssteigerungen von 5,5 Prozent im laufenden Jahr und einen automatisierten Inflationsausgleich ab dem kommenden Jahr. Lufthansa wiederum kritisierte den Streikaufruf und forderte eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. (nb mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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