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Bis zu 1000 km/h schnell: Wie der „FluxJet“ den Bahnverkehr revolutionieren könnte

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Von: Mick Oberbusch

Der „FluxJet“ der Firma TransPod in Action auf der Strecke
Der „FluxJet“ der Firma TransPod soll Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 1000 km/h erreichen. © TransPod

Mit dem „FluxJet“ des Startups TransPod könnten Menschen bald mit 1000 km/h Geschwindigkeit reisen. Er wäre sogar der schnellste Zug der Welt.

Köln – Das Thema Mobilität der Zukunft beschäftigt nicht nur Innovatoren wie Elon Musk – Stichwort elektrisches Fahren –, sondern auch Menschen um den gesamten Globus. Welche Transportmöglichkeiten haben wir in den kommenden Jahren? Wie kann Reisen schneller, effizienter und umweltschonender werden? Und welche Rekorde kann der öffentliche Personenverkehr noch so aufstellen? Blickt man ins kanadische Toronto, könnte die Antwort auf die letzte dieser drei Fragen „eine ganze Menge“ lauten. Denn dort wurde nun der sogenannte „FluxJet“ des Startups TransPod vorgestellt.

Der FluxJet im Überblick
Hersteller/StartupTransPod
Höchstgeschwindigkeitmaximal 1000 km/h
Wagons25 Meter lang, bislang Platz für 54 Passagiere
Nutzlastbis zu 10 Tonnen
Kostenca. 18 Mrd. Dollar

Bis zu 1000 km/h schnell und vollelektrisch: Alle Infos zum FluxJet des Startups TransPod

Nicht weniger als „das weltweit führende Ultra-High-Speed-Transportmittel“ abseits des Flugzeuges versprechen die Macherinnen und Macher und wollen „die Art, wie wir leben, arbeiten und reisen“ für immer verändern. Rund 1000 km/h schnell soll der neue und vollständig elektrische Super-Zug sein – was einen weltweiten Rekord bedeuten würde. Denn das bislang schnellste Zugfahrzeug der Erde, der Shinkansen L0 aus Japan, kommt „gerade einmal“ auf eine Geschwindigkeit von 603 km/h. Eine echte Kröte gegen das Gefährt, welches nun in Nordamerika entwickelt wurde.

Liste: Die schnellsten Züge der Welt (gemessen nach km/h, Stand: Oktober 2021)

Beim „FluxJet“ soll es sich um eine Art „Hybrid aus Flugzeug und Zug“ handeln – mit den rund 1000 km/h kommt man auf etwa das Dreifache eines „normalen“ Hochgeschwindigkeits-Zuges. Zum Vergleich: Ein handelsüblicher ICE kommt auf einen Top-Speed von 330 km/h. Der „FluxJet“ soll ausschließlich auf der vom Startup geschaffenen „TransPod Line“ in Nordamerika verkehren. Eine gigantische Summe von 18 Milliarden Dollar wird im nächsten Schritt investiert, um das Schienennetz auszubauen und die USA per Zugnetz mit Städten wie Calgary und Edmonton in Kanada zu verbinden.

FluxJet von TransPod fährt durch Vakuumröhre – und nutzt Magnetantrieb für Top-Speed

In städtischen Gebieten soll der „FluxJet“ wie ein herkömmlicher Zug fahren. Sobald er dieses Gebiet verlässt, fährt er durch eine sogenannte Vakuumröhre, durch die in der Startkabine ein Vakuum erzeugt wird. Hat der Zug dann eine entsprechende Geschwindigkeit erreicht, sorgen Magnetantriebe dafür, dass der High Speed beibehalten wird. Erste Bauarbeiten haben bereits begonnen, ob und wann das Projekt fertiggestellt wird, ist jedoch Stand jetzt noch offen.

FluxJet von Startup TransPod zunächst nur in Nordamerika – Erinnerungen an den Transrapid in Bayern

Bis man in Europa die Möglichkeit bekommt, mit über 1000 km/h auch in Deutschland oder gar NRW umher zu reisen, dürfte es jedoch noch etwas dauern; das Einsatzgebiet des „FluxJet“ grenzt sich zunächst auf Nordamerika ein. In Bezug auf Hochgeschwindigkeits-Züge kommen natürlich auch Gedanken an den Transrapid hoch, der Anfang und Mitte der 2000er durch Deutschland rasen sollte. Das Zugprojekt, bei dem die Züge in der Spitze mit 350 km/h durch Bayern brettern sollten, wurden allerdings nie realisiert. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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