1. 24RHEIN
  2. Leben im Westen
  3. Verkehr

Nachfolger für 9-Euro-Ticket soll 49 Euro kosten – was bereits klar ist

Erstellt:

Von: Oliver Schmitz

Das 9-Euro-Ticket soll ab Januar 2023 einen Nachfolger bekommen – das 49-Euro-Ticket. 24RHEIN zeigt den aktuellen Stand zu Termin, Preis und Gültigkeit.

Köln – Wie wird der Nachfolger des 9-Euro-Tickets genau aussehen? Nach der Bundesregierung haben auch die Bundesländer grünes Licht gegeben. Doch noch immer ist das neue Ticket nicht in trockenen Tüchern – zu viele Fragen sind noch offen. Unter anderem: Wie wird ein Nachfolger des 9-Euro-Tickets finanziert? Ein Überblick zum aktuellen Stand.

49-Euro-Ticket soll Nachfolger von 9-Euro-Ticket werden

Mittlerweile ist klar, dass das 49-Euro-Ticket zum Nachfolger des 9-Euro-Tickets werden soll. Dieses soll die gleichen Möglichkeiten bieten und somit bundesweit im ÖPNV gelten.

9-Euro-Ticket Nachfolger: Ab wann kommt das Ticket?

Wissing teilte mit, dass der Januar 2023 als Start für das 49-Euro-Ticket angestrebt werde. Das Ticket soll es allerdings nur in digitaler Form, nicht in Papierform geben, so Wissing. Es solle monatlich kündbar sein und auch wie das 9-Euro-Ticket bundesweit gelten. Das heißt: Fahrgäste können damit dann auch außerhalb ihrer Heimatstadt mit Bussen und Bahnen im Regional- und Nahverkehr fahren.

Der Bund stelle ab 2023 für das Ticket 1,5 Milliarden jährlich zur Verfügung, heißt es weiter. Ziel sei eine Finanzierung durch die Länder in gleicher Höhe. „Die Länder sind unter der Bedingung einer Verständigung über die Regionalisierungsmittel zur Kofinanzierung bereit.“

Nachfolger 9-Euro-Ticket: Worüber wird aktuell diskutiert? Wo liegt das Problem?

Verkaufsstart 9-Euro-Ticket
Der Nachfolger zum 9-Euro-Ticket soll erneut digital kaufbar sein. (Symbolbild) © Melissa Erichsen/dpa

Das künftige Angebot solle „genauso unkompliziert“ sein wie das 9-Euro-Ticket, sagte Wissing. Offen geblieben sei die Frage nach der Finanzierung des Nahverkehrs insgesamt und der Umgang mit gestiegenen Energiekosten, machte der Minister deutlich. Er hätte sich eine Einigung darüber vorstellen können, man sei aber noch nicht nahe genug beieinander, um dies ohne die Finanzminister und die Ministerpräsidenten zu klären.

Zudem muss der Gesetzesentwurf dann auch noch vom Bundestag offiziell beschlossen und vom Bundesrat bestätigt werden.

9-Euro-Ticket: Wo ist der Nachfolger gültig?

Die Erhaltung des bundesweit einheitliche Tarifsystems ist eines der Hauptanliegen des 9-Euro-Ticket-Nachfolger. Genau wie das 9-Euro-Ticket soll das neue Ticket also im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in ganz Deutschland gelten. Somit wird man mit dem Ticket alle lokalen sowie regionalen Busse und Bahnen in der gesamten Bundesrepublik nutzen können. Das gilt somit auch für den Regionalverkehr der Deutschen Bahn. Wohl lediglich davon ausgenommen werden erneut private Anbieter wie Flixtrain.

Die Grünen hatten zuvor auch günstigere Regional-Tickets für 29 Euro im Monat gefordert. Der grüne NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erklärte dem WDR, dass für ihn so ein „NRW-Ticket“ weiterhin denkbar sei.

9-Euro-Ticket Nachfolger: Wie lange soll das Ticket gelten?

Ganz konkret wurde sich noch nicht zur Laufzeit des 9-Euro-Ticket-Nachfolger geäußert. Jedoch betonte Bundesverkehrsminister Volker Wissing wiederholt, dass die Länder die 1,5 Milliarden für das neue Ticket „dauerhaft“ erhalten würden. Somit kann davon ausgegangen werden, dass das neue bundesweite ÖPNV-Ticket im Gegensatz zum 9-Euro-Ticket nicht zeitlich begrenzt sein wird.

Nachfolger für 9-Euro-Ticket: Was machen die Bundesländer?

► NRW: In NRW gibt es eine Abo-Aktion nach dem 9-Euro-Ticket, die die einheitlichen Tarifsysteme teilweise beibehält. Wer ein ÖPNV-Abo hat, kann im September und Oktober in ganz NRW kostenfrei den Regional- und Nahverkehr nutzen – allerdings nur am Wochenende.

Berlin: Einen Schritt weiter geht derweil Berlin. Dort kann das 29-Euro-Abo von Oktober bis Dezember 2022 im Geltungsbereich AB innerhalb Berlins genutzt werden. (os) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Hinweis: Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Auch interessant