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A1, A61, A553 nach Flut: Engpass auf A61 zwischen Dreieck Erfttal und Gymnich

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Von: Jana Wehmann

Die beschädigte A1 bei Hürth nach der Flutkatastrophe.
Nach der Flut sah die A1 bei Hürth noch so aus, nun können dort bald wieder Autos fahren. © Autobahn GmbH

Die A1, A61 und A553 wurden durch die Flut stark beschädigt und gesperrt. Viele Strecken wurden inzwischen repariert und freigegeben. Alle Infos im Überblick.

Köln – Die Unwetter-Katastrophe in NRW liegt bereits rund ein halbes Jahr zurück. Die Autobahnen um Köln sind aber noch immer von der Jahrhundert-Flut gezeichnet. Nun die gute Nachricht: Im Dezember wurde die A1 zwischen der Anschlussstelle Hürth und dem Dreieck Erfttal in Richtung Koblenz wieder freigegeben. Somit kann die Strecke früher als geplant wieder befahren werden, wenn auch zunächst mit Einschränkungen.

Ebenfalls im Dezember wurde die Sperrung auf der A61 zwischen den Kreuzen Meckenheim und Kerpen in Fahrtrichtung Venlo vollständig freigegeben. Ebenfalls zwei Wochen früher als geplant.

A61 Dreieck Erfttal/Gymnich: Engpass in Fahrtrichtung Venlo

Am 17. Januar gibt es aber zwischen 9 und 15 Uhr nochmal einen Engpass auf der A61 in Richtung Venlo. Dann ist zwischen dem Dreieck Erfttal und Gymnich nur ein Fahrstreifen frei. Der Grund: „Die Autobahn GmbH Rheinland räumt in der Zeit die dortige Baustelle ab“, teilt ein Sprecher mit. Auf dem Streckenabschnitt war nach dem Hochwasser im Juli 2021 noch der Seitenstreifen gesperrt, weil eine Böschung verstärkt und wieder aufgebaut werden musste. Diese Baustelle wird am 17. Januar nun abgebaut. In der betroffenen Zeit von 9 bis 15 Uhr droht dort aufgrund des Engpasses Stau.

A1 Hürth/Erfttal: Freigabe Richtung Koblenz – doch weiter mit Einschränkung

In der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember war es so weit: Der vier Kilometer lange Abschnitt der A1 zwischen Hürth und dem Dreieck Erfttal wurde nach monatelanger Vollsperrung zumindest in Richtung Koblenz wieder für den Verkehr geöffnet. Jetzt stehen dort wieder zwei eingeengte Fahrspuren zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit wird vorerst auf 80 km/h beziehungsweise im Bereich der Baustelle „Liblarer Mühlengraben“ auf 60 km/h begrenzt.

Ursprünglich sollte diese Strecke erst Anfang 2022 freigegeben werden, doch die Arbeiten zum Neubau des Brückenbauwerks „Liblarer Mühlengraben“ gingen schneller voran als geplant, teile die zuständige Autobahn GmbH mit. Die Freigabe der A1 in Richtung Dortmund soll voraussichtlich im Frühjahr 2022 folgen.

Hochwasser: Eingestürzte Brücke bei Swisttal neu aufgebaut

In Heimerzheim im Westen von Bonn ist eine neue Brücke über den Swistbach freigegeben worden. Das Bauwerk sei mit Fertigteilen innerhalb von drei Monaten errichtet worden und habe 4,8 Millionen Euro gekostet, erklärte das NRW-Verkehrsministerium am Montag (20. Dezember) in Düsseldorf. Die alte, aus den 1970er Jahren stammende Brücke war während des Hochwassers eingestürzt. Die Brücke ist Teil der L182 und verbindet Euskirchen, Swisttal und Bornheim bei Bonn. Wegen der monatelangen Sperrung mussten die Bewohner lange Umwege von bis zu 20 Kilometern fahren.

Freigabe der A61 „ein schönes Weihnachtsgeschenk“

Am Dienstagvormittag (14. Dezember) räumten Arbeiter die letzten Warnbaken von der Straße am Kreuz Meckenheim bei Bonn, anschließend eröffnete die Polizei die Strecke mit einem Konvoi. „Der Wiederaufbau der Infrastruktur ist hervorragend geglückt in den letzten fünf Monaten“, sagte Nordrhein-Westfalens Verkehrsministerin Ina Brandes (CDU) am Dienstag. „Das sind wir aus meiner Sicht den Anwohnerinnen und Anwohnern hier aber auch schuldig.“ Auch für die Wirtschaft sei die Freigabe der Strecke wichtig.

Bereits im September war die A61 in Richtung Koblenz (Rheinland-Pfalz) freigegeben worden, fünf Monate nach der Flut folgte nun auch die Wiedereröffnung in Richtung Venlo (Niederlande). Dass der Verkehr wieder über die Autobahn fahren kann und nicht auf umliegende Strecken ausweichen muss, freute vor allem die Anwohner. „Wir sind gefühlt ein bisschen im Verkehr erstickt“, sagte die Bürgermeisterin von Swisttal, Petra Kalkbrenner (CDU). „Sie haben uns ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht.“

Die zerstörte A61 nach der Flutkatastrophe.
Die A61 wird Mitte Dezember wieder freigegeben. © Rainer Unkel/IMAGO

A61 Meckenheim/Kerpen wieder frei: Öffnung der Vollsperrung

Die Freigabe der voll gesperrten A61 erfolgte damit noch vor Weihnachten. Die Autobahn GmbH Rheinland koordinierte die Freigabe der Vollsperrung auf der A61 in einzelnen Schritten über mehrere Tage.

„Mit der Öffnung der A61 in Richtung Venlo reduzieren sich die gesperrten Streckenkilometer auf nur noch acht. Zuvor waren noch 50 Kilometer Autobahnen im südlichen Rheinland voll- oder teilgesperrt“, erläutert Willi Kolks, Leiter der Außenstelle Köln der Autobahn-Niederlassung Rheinland. Zum Vergleich: Direkt nach der Unwetterkatastrophe waren mehr als 130 Kilometer Autobahnen (einfache Richtung) gesperrt.

Freigabe A61: Aufhebung Vollsperrung A1 Weilerswist-West und Kreuz Bliesheim

Lange Zeit war die A1 in Richtung Köln zwischen der Anschlussstelle Weilerswist-West und dem Kreuz Bliesheim gesperrt – und das, obwohl der Abschnitt schon einmal freigegeben wurde. In der Verbindung zwischen A1 und A553 war jedoch ein Entwässerungskanal als Folge des Unwetters zusammengebrochen. Am 12. Dezember wurde die Vollsperrung auf der A1 zwischen Weilerswist-West und dem Kreuz Bliesheim aufgehoben.

A61 Sperrung: Freigabe A61 zwischen Kreuz Bliesheim bis Dreieck Erfttal

Auf der A61 zwischen dem Kreuz Bliesheim und dem Dreieck Efttal wurde eine neue Verkehrsführung eingerichtet. Am 13. Dezember wurde die A61 zwischen dem Kreuz Bliesheim bis zum Dreieck Erfttal dann freigegeben – auf zwei Fahrspuren. Jetzt ist die A61 von der Anschlussstelle Rheinbach bis zum Kreuz Kerpen durchgängig befahrbar. Anschließend wird auch die direkte Verbindung von der A553 aus Brühl kommend auf die A1/A61 sowie die Ausfahrt in der Anschlussstelle Erftstadt freigegeben.

Gesperrt bleibt jedoch weiterhin die direkte Verbindung im Kreuz Bliesheim von der A1 aus Trier auf die A1/A61 in Richtung Venlo. Ebenfalls bleibt auch die Auffahrt in der Anschlussstelle Erftstadt in Fahrtrichtung Venlo gesperrt.

A61 zwischen Meckenheim und Kerpen wieder frei:

Nachdem die A61 zwischen den Kreuzen Meckenheim und Kerpen wieder freigegeben wurde, folgen darauf die verbleibenden Zufahrten:

Sperrung A1 Hürth: Wo genau ist die A1 gesperrt? Ist die A1 befahrbar?

Mit der Freigabe der A61 wird auch die Baustelle auf der A1 zwischen Weilerswist und Bliesheim wieder frei. Nun bleibt lediglich die Sperrung der A1 zwischen Hürth und dem Dreieck Erfttal. Da noch vor Weihnachten die Strecke Richtung Koblenz wieder geöffnet wurde, ist bald nur noch der Abschnitt Richtung Dortmund gesperrt. Dort steht der Brückenbau aber bereits. Nun stehen nur noch die Betonage der Fahrbahnplatte sowie die Sanierung der Fahrbahn aus. Die Arbeiten sind jedoch witterungsabhängig.

Sperrung A1: Ab wann ist die A1 wieder komplett frei?

A1, A61 und A553: Weitere Arbeiten an Flutschäden

Freigabe A1, A61 und A553: Keine Flut-Baustellen ab Frühjahr 2022

Vollsperrung Hochwasser: Die größten Schäden auf der A1, A61 und A553 im Überblick

Das Hochwasser hat im Rheinland vor allem die A1, A61 und die A553 schwer getroffen. Folgende Schäden gab es unter anderem nach der Flut-Katastrophe auf den Autobahnen:

Sperrung der A1, A61 und A553: Wie teuer sind die Unwetter-Schäden auf Autobahnen?

Das Hochwasser hinterließ in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens und Rheinland-Pfalz „nie gekannte Schäden und kostete hunderten Menschen das Leben“, so die Autobahn GmbH Rheinland.

Hochwasser in NRW: Wie viele Kilometer Autobahn waren von Unwetter-Schäden betroffen?

(jaw mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

Dieser Artikel wurde zuletzt am 14. Januar inhaltlich ergänzt und aktualisiert. Neuerung: Neuer Engpass auf A61 am 17. Januar.

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