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Keolis zieht sich aus deutschem Regionalbahnverkehr zurück – so geht es mit der Eurobahn weiter

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Ein Zug der Firma Eurobahn fährt in den Hauptbahnhof in Oberhausen ein.
In NRW verkehren die Keolis-Züge unter dem Namen Eurobahn (Symbolbild). © Fabian Strauch/dpa

In NRW fahren die Keolis-Züge als Eurobahn. Trotz des angekündigten Rückzugs sollen die Züge bis Vertragsende weiterfahren.

Paris – Die SNCF-Tochter Keolis zieht sich bis Jahresende aus dem Regionalbahnverkehr in Deutschland zurück. Der Grund seien Millionenverluste und zu hohe Auflagen, teilte Keolis am Montag (11. Oktober) in Paris mit. Die unter dem Namen Eurobahn in Nordrhein-Westfalen verkehrenden Keolis-Züge sollen allerdings ohne Einschränkungen bis zum Ende der jeweiligen Verträge weiterfahren.

Eine entsprechende Vereinbarung sei mit dem Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) und dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) getroffen worden. Ein neuer Aktionär solle bis Jahresende das Kapital und die Linien der Eurobahn übernehmen. Keolis war vor 14 Jahren in den deutschen Regionalbahnmarkt eingestiegen.

Keolis (Eurobahn): Laufender Betrieb soll gesichert werden

Keolis wie auch die niederländische Staatsbahntochter Abellio klagen über hohe Kosten, die beim Abschluss der langjährigen Verträge mit den Verkehrsverbünden nicht abzusehen gewesen seien. Die beiden angeschlagenen Konkurrenten der Deutschen Bahn forderten deshalb Nachzahlungen und vertragliche Verbesserungen, damit sie keine Verluste mehr einfahren. Zur Sicherung des laufenden Betriebs der Züge stellten die Verkehrsverbünde einen finanziellen Ausgleich in Aussicht.

Eurobahn in NRW

Die Eurobahn fährt auf Strecken in Westfalen, dem Raum Bielefeld und zwischen Venlo, Düsseldorf und Hamm.

Keolis macht in Deutschland die größten Verluste

In Deutschland habe Keolis zuletzt die größten Verluste gemacht, berichtete der Sender BFMTV. Gründe seien, dass zwischen dem Zuschlag für eine Linie und dem Betriebsstart zu viel Zeit liege, das Personal des vorherigen Betreibers nicht automatisch übernommen werde und der Lokführermangel die Personalkosten steigen ließ. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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