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A4: Riesen-Sanierung der Rodenkirchener Brücke

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Von: Oliver Schmitz

Fahrzeuge fahren über die Rodenkirchener Brücke in Köln, die über den Rhein führt. (Archivbild)
Die Rodenkirchener Brücke ist als Teil der A4 ein großer Verkehrsknotenpunkt in Köln (Archivbild) © Henning Kaiser/dpa

Die Rodenkirchener Brücke in Köln rostet. Deshalb muss das Bauwerk auf der A4 großräumig saniert werden – und das über drei Jahre. Das kommt auf Autofahrer zu.

Köln – Wie die allermeisten Großstädte hat auch Köln etliche Baustellen, nun kommt einer weitere hinzu: Die Rodenkirchener Brücke der A4 muss saniert werden. Innerhalb von drei Jahren wird dabei der Rostschutz des gesamten Seilsystems und der Unterseite der Brücke erneuert.

Die Arbeiten werden dabei in drei Bauabschnitte aufgeteilt. Beim ersten wird die äußere Seilebene auf der Südseite saniert. Anschließend sind der Mittelteil und als Letztes die Nordseite dran. Gegenüber 24RHEIN erklärt Timo Stoppacher von der Autobahn GmbH: „Es ist eine reine Schutzmaßnahme. Alle 15 bis 20 Jahre muss der Korrosionsschutz ausgebessert werden.“

Rheinbrücke Köln-Rodenkirchen
OrtRhein/A4, 51105 Köln
Baubeginn1952
Eröffnet1954
Längste Spannweite378 m
Breite52 m
BrückenformHängebrücke
Architekten/PlanerFritz Leonhardt, Paul Bonatz

Köln: Rodenkirchener Brücke auf A4 ist verrostet – Sanierung führt ab Herbst 2022 zu Einschränkungen

Die Sanierung startete bereits am Dienstag (24. August), hat aber fürs Erste keine Auswirkungen auf den Autoverkehr. Aufgrund der Flutschäden auf der A1 und der A61 wurde im Vorfeld der Bauablauf geändert. Deshalb ist im ersten Bauabschnitt nur der Standstreifen Richtung Olpe gesperrt.

Im zweiten Bauabschnitt ab Herbst 2022 wird sich das aber ändern. Pressesprecher Stoppacher erklärt: „Dann muss der Verkehr vom Bereich der Mittelleitplanke hin zum Standstreifen umgeleitet werden, der dann wieder geöffnet wird“. Demnach führen solche Umleitungen der Erfahrung nach zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Über die komplette Sanierungs-Zeit wird zusätzlich der Fuß- und Radweg auf der Südseite der Rodenkirchener Brücke durchgehen gesperrt bleiben. Von dort aus wird die ganze Baustelle bedient. Der Fuß- und Radweg auf der Nordseite der Brücke, der über barrierefreie Auf- und Abgänge verfügt, ist davon aber nicht betroffen.

Zukunft der Rodenkirchener Brücke ungewiss – hohe Relevanz für Verkehr der A4

Anfang des Jahres hat die Autobahn GmbH mit der Ankündigung die Rodenkirchener Brücke abreißen zu wollen viel Kritik abbekommen. Seit dem bleiben viele Fragen offen. Sowohl wann die Abrissarbeiten beginnen sollen oder ob anschließend am gleichen Ort eine neue Brücke entstehen soll. Derweil machte der Kölner CDU-Politiker Oliver Kehrl einen ganz anderen Vorschlag: Die Rodenkirchener Brücke soll in einen Vorzeige-Park umgewandelt werden, ganz im Style der New Yorker „High Line“.

Als Teil der A4 nimmt die Brücke über den Rhein im Kölner Süden eine wichtige Rolle für den Verkehr in der Region ein. Tagtäglich überqueren durchschnittlich 135.000 Fahrzeugen das Bauwerk. Aktuell ist die Bedeutung der Rodenkirchener Brücke aber sogar größer. Laut Autobahn-Sprecher Timo Stoppacher sollen wegen der Sperrungen der A1 und A61 noch deutlich mehr Fahrzeuge den Weg über die Rheinbrücke nehmen. Zusätzlich ist sie auch die einzige Rhein-Überquerung um Köln, die keine Lastbeschränkung für LKWs hat. Zusammenfassend sagt Stoppacher: „Daher ist die Rodenkirchener Brücke gerade die wichtigste Brücke.“

Brücken und Autobahnen: Viele weitere Großbaustellen im Rheinland

Abseits der Brücke im Kölner Süden gibt es im Umland noch viele weitere Groß-Baustellen in der Region. In der Domstadt selbst läuft bereits seit einige Zeit der Umbau der Mülheimer-Brücke, welcher wohl ebenfalls noch Jahre andauern wird. Auch die unweit liegende Rheinbrücke bei Leverkusen wird seit langem saniert und neu gebaut. Dies hatte sich unter anderem aufgrund des Chaos beim Bauauftrag immer weiter verzögert.

Generell befinden sich die meisten Rheinbrücken in Nordrhein-Westfalen in einem schlechten Zustand. So drohen in den nächsten Jahren immer mehr Bauwerke „in die Knie zu gehen“. Doch auch die Autobahnen im Westen sind mancherorts nicht unbedingt besser dran, zumindest hat die Autobahn GmbH viel zu tun: Allein im Rheinland sind auf der Website der neuen Bundesbehörde 28 Bauprojekte angegeben. Diese sind entweder in Planung oder bereits in der Umsetzung. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter

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