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Lufthansa streicht weitere 2200 Flüge in den Sommerferien – wer ist betroffen?

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Ein Flugzeug der Lufthansa.
Die Lufthansa wird nun weitere Flüge steichen(Symbolbild). © Rüdiger Wölk/Imago

Die Lufthansa hat mit Personalmangel zu kämpfen – daher streicht die Airline nun mehr als 2000 weitere Flüge. Die wichtigsten Infos im Überblick.

Frankfurt/Main – Der Lufthansa fehlt dringend Personal – deshalb streicht die Airline mitten in der Sommerferienzeit nun mehr als 2000 weitere Flüge an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München. Bereits vor zwei Wochen hatte die Lufthansa angekündigt, 900 Verbindungen im Juli zu canceln – und zwar an Feiertagen und Wochenenden. Auch bei der Unternehmenstochter Eurowings gäbe es hunderte Ausfälle, teilte das Unternehmen zuvor mit. Nun werde die Lufthansa „weitere 2200 von insgesamt rund 80.000 Flügen an den Drehkreuzen in Frankfurt und München aus dem System nehmen – auch an den übrigen, bislang weniger betroffenen Wochentagen“, so die Lufthansa am Donnerstagabend, 23. Juni.

Weitere Flug-Streichungen bei der Lufthansa

Am 7. Juli hat die Lufthansa weitere hunderte Flüge gestrichen. Betroffen ist der Zeitraum vom 8. bis einschließlich 14. Juli.

Lufthansa: Welche Flüge werden gestrichen?

„Die Streichungen betreffen insbesondere innerdeutsche und innereuropäische Flüge, jedoch nicht die in der Ferienzeit gut ausgelasteten klassischen Urlaubsziele.“ Zudem könnten sich Flugzeiten ändern. Zuvor hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet.

Lufthansa streicht weitere Flüge: Grund ist Personalmangel – „System überlastet“

„Streiks der Flugsicherheit, Wetterereignisse und insbesondere eine erhöhte Corona-Krankenquote haben das System nun zusätzlich belastet,“ begründete die Lufthansa die Entscheidung. In den vergangenen Tagen habe es „kurzfristige Krankmeldungen“ der Crews gegeben, so die Airline weiter. In ganz Europa müssten Airlines aus diesen Gründen weitere Flüge streichen.

Lufthansa streicht weitere 2.200 Flüge: Was müssen Reisende nun beachten?

Fluggäste der Lufthansa würden bei Stornierungen umgehend informiert und möglichst auf andere passende Flüge umgebucht. Alternativ könnten innerdeutsche Zubringerflüge durch Bahnanfahrten zu den Drehkreuzen ersetzt werden, wo dann die Maschinen ins Ausland starteten. Alle diese Schritte seien eine unvermeidbare Maßnahme, „mit der die Airline insgesamt für größere Stabilität des Flugplans über den gesamten Sommer hinweg sorgen will“, ergänzte die Lufthansa.

Der Personalmangel gibt es auch nicht nur bei den Airlines, sondern auch an den Flughäfen selbst. Reisende sollten daher bei der Abfertigung mindestens zweieinhalb Stunden vor Abflug am Flughafen sein, rät der Flughafenverband ADV. Wenn möglich, sollten Passagiere schon am Vorabend einchecken und mit möglichst wenig Handgepäck reisen.

Sommerferien NRW: Längere Wartezeiten am Flughafen Köln/Bonn, Düsseldorf – Infos im Überblick

Der Personalmangel macht auch den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen zu schaffen – hinzukommt, dass dort am 27. Juni 2022 die Sommerferien starten. In diesem Zeitraum ist ohnehin mit mehr Flugverkehr zu rechnen, damit also auch mit längeren Wartezeiten und Verzögerungen. Aktuelle Infos zu Sicherheitskontrollen, Wartezeiten und Check-in am Flughafen Köln/Bonn, Flughafen Düsseldorf und Flughafen Dortmund und Flughafen Frankfurt im Überblick:

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