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An Bord: Lufthansa verzichtet auf „Damen und Herren“-Begrüßung

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Von: Jana Wehmann

Maschinen der Airline Lufthansa stehen gereiht an einem Flughafen.
Die Lufthansa setzt künftig auf geschlechtsneutrale Begrüßungen (Symbolbild). © Patrick Pleul/dpa

Die Lufthansa verzichtet ab Bord auf die Begrüßung „Damen und Herren“. Stattdessen sollen geschlechtsneutrale Formulierungen kommen.

Köln/Frankfurt – Wer aktuell in den Urlaub fliegt, dem könnte die Veränderung bei der Lufthansa schon aufgefallen sein. Denn die Lufthansa verzichtet auf ihren Flügen künftig auf die Begrüßungsformel „Sehr geehrte Damen und Herren“ – und setzt stattdessen auf geschlechtsneutrale Formulierungen. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin in Frankfurt am Main.

Flug mit der Lufthansa: Geschlechtsneutrale Begrüßung an Bord

Am Bord der Lufthansa hören die Flugreisenden künftig weder „Guten Morgen meine Damen und Herren“ noch das englische „Ladies and Gentleman“ – diese Formulierungen sollen der Vergangenheit angehören. Aber was kommt stattdessen? In Frage kämen laut der Sprecherin ganz unterschiedliche Formulierungen wie „Guten Tag“, „Guten Abend“ oder auch einfach „Herzlich willkommen an Bord“. Die Entscheidung läge jeweils beim Chef oder der Chefin der Kabine.

„Uns ist es wichtig, dass wir in unserer Ansprache alle berücksichtigen“, hatte ein Lufthansa-Sprecher der Zeitung gesagt. Doch nicht nur bei der Lufthansa, sondern auch bei den Gesellschaften gelte künftig die geschlechtsneutrale Ansprache. Diese Fluggesellschaften verzichten auf die bekannten Begrüßungsformulierungen an Bord:

An Bord der Lufthansa: „Damen und Herren“-Begrüßung weicht

Die Ankündigung der Airline hat in den sozialen Netzwerken zu teils heftigen Diskussionen geführt, wobei Gender-Kritiker auch mit dem Verzicht auf Flugreisen drohten. Daraufhin stellte jedoch die Lufthansa klar, dass die bekannte Ansage „Damen und Herren“ nicht verboten wurde. So müsse niemand, der die Grußformel nutze, mit disziplinarischen Maßnahmen rechnen, so die Fluggesellschaft. Nicht nur Unternehmen führen geschlechtsneutrale Sprache ein, auch die Stadt Köln setzt das Gendersterchnen.

Die Lufthansa verfolge das Ziel, alle an Bord gleichberechtigt willkommen zu heißen, stellte ein Sprecher dar. Je nach Kontext und Situation gebe es dafür unterschiedliche Möglichkeiten. „Vielfalt und Gleichberechtigung sind zentrale Werte für unser Unternehmen und unsere Unternehmenskultur. Diese Haltung wollen wir auch in unserer Sprache zum Ausdruck bringen“, so der Sprecher.

Reisende, die nun mit Lufthansa, Eurowings und Co. abheben, könnten daher schon mit angepassten Formulierungen begrüßt werden. Erst kürzlich hat die Airline Eurowings gleich fünf neue Reiseziele ab dem Flughafen Köln/Bonn und dem Flughafen Düsseldorf ins Programm aufgenommen und fliegt nun auch nach Bergamo und Zagreb. (jaw/dpa)

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