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Lufthansa-Flug musste umkehren: Darum ging es im Tiefflug über Köln/Bonn

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Von: Oliver Schmitz

Lufthansa Airbus A350-941 Kennzeichen D-AIXK auf dem Flughafen München
Dieser Lufthansa-Airbus A350-941 musste wegen technischen Problemen umkehren – und landete in Frankfurt (Archivbild). © Andreas Haas / Imago

Lufthansa-Flug LH434 München - Chicago: Der Airbus A350 musste wegen technischer Probleme umkehren. Auf dem Weg machte er einen Tiefflug über dem Flughafen Köln/Bonn.

Köln/München – Unerwarteter Besuch am Flughafen Köln/Bonn: Ein Flugzeug vom Typ Airbus A350 der Lufthansa musste am Mittwochabend wegen technischer Probleme seinen Flug nach Chicago (USA) abbrechen und zum Ausgangsflughafen in München zurückkehren. Dabei kam es auch zu einem spektakulären Überflug im Rheinland.

Lufthansa-Flug LH434: Spektakulärer Tiefflug über Köln/Bonn – dann weiter Richtung München

Der Flug LH434 / DLH2C nach Chicago startete bereits am Nachmittag gegen 16 Uhr in München und sollte eigentlich noch in der Nacht in den USA ankommen. Doch kurz hinter Glasgow (Schottland) wurde die Crew der A350 informiert, dass bei dem Start ein Reifen geplatz war, wie avherald zuerst berichtete. Auf der Startbahn in München waren Reifenteile gefunden worden, die dem Flugzeug zugeordnet werden konnten. Sogar von einem lautem „Knall“ war die Rede. Auf jeden Fall wurde deshalb die Umkehr nach Deutschland beschlossen.

Lufthansa-Airbus im Tiefflug über Köln/Bonn: Das war der Grund

Die Lufthansa-Maschine (Kennzeichen D-AIXK) führte schließlich einen Landeanflug mit ausgefahrenem Fahrwerk am Flughafen Köln/Bonn aus. Dabei sollten die Fluglotsen vom Boden und Tower den Schaden überprüfen beziehungsweise inspizieren. Ein Lufthansa-Sprecher bestätigte dies anschließend gegenüber Aerotelegraph.

Airbus A350
TypLangstreckenflugzeug (zweistrahlig)
HerstellerAirbus
Erstflug14. Juni 2013
Indienststellung15. Januar 2015
Stückzahl436 (Stand: 30. Juni 2021)

LH434 Chicago - München: Stundenlang über Bayern, aber Landung in Frankfurt

Nach seinem Überflug in Köln flog der Airbus A350 wieder Richtung München, wo er mehrere Runden über Bayern drehte. Der Grund: Der Tank war aufgrund des geplanten Langstreckenflugs noch einfach viel zu voll. Da ein Ablassen des Treibstoffs wohl nicht infrage kam, musste dieser verflogen werden.

Als dies der Fall war, wurde der Flug aber zur größten Lufthansa-Basis Flughafen Frankfurt umgeleitet. Dafür gab es letztlich zwei Gründe: einerseits wegen der Wetterlage, und andererseits wegen der besetzten Landebahn. Da in München die Nordbahn saniert wird, ist dort zurzeit nur eine einziger Runway geöffnet. Dies hätte dazu geführt, dass der A350 dort wohl erst nach 23 Uhr hätte landen können.

Lufthansa-Flug LH434: Passagiere mussten einen Tag warten – Airbus in Inspektion

Der Airbus landete schließlich gegen 22:20 Uhr sicher in Frankfurt. Die 190 Passagiere an Bord von Lufthansa-Flug LH434 kamen nach mehr als sechs Stunden im Airbus also nicht von München nach Amerika – sondern bloß von Bayern nach Hessen. Wie Lufthansa aber gegenüber Flightradar24 erklärte, wurden die Fluggäste nachts in ein Hotel gebracht und konnten die Reise am Donnerstag erfolgreich fortsetzen.

Der Ersatzflug wurde aber mit einer anderen Maschine angetreten, denn der betroffene Airbus A350 blieb zur Inspektion in Frankfurt. Dort soll ein neuer Reifen montiert und das Flugzeug anschließend wieder in Betrieb genommen werden. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Text wurde am 17. September inhaltlich aktualisiert. Neuerung: Details zum Vorfall und Informationen zu den Passagieren sowie der betroffenen Airbus-Maschine.

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