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49-Euro-Ticket: Bayern verspricht 29-Euro-Ticket für Studierende

  • Oliver Schmitz
    VonOliver Schmitz
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Anfang Mai soll das 49-Euro-Ticket laut Verkehrsminister Wissing starten. Markus Söder führt als Ergänzung ein 29-Euro-Ticket für Studierende in Bayern ein.

  • Markus Söder kündigt ein 29-Euro-Ticket für Studierende und Azubis in Bayern an.
  • Für Verkehrsminister Wissing steht fest: Das 49-Euro-Ticket soll nicht später als Anfang Mai kommen.
  • Mit dem 49-Euro-Ticket wurde ein Nachfolger für das 9-Euro-Ticket gefunden
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Update vom 23. Januar, 18:20 Uhr: Alle aktuellen Entwicklungen zum 49-Euro-Ticket gibt es im neuen 24RHEIN-Ticker.

Update vom 18. Januar, 19:34 Uhr: Während das Startdatum des 49-Euro-Tickets weiterhin unklar bleibt, verspricht Ministerpräsident Markus Söder bereits den Studierenden und Azubis in Bayern ein 29-Euro-Ticket. Das kündigte der CSU-Chef am Mittwoch (18. Januar) in seiner Grundsatzrede bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion an. Nach Angaben von Teilnehmern der internen Sitzung bezeichnete Söder es als eine „sinnvolle Ergänzung“ zum 49-Euro-Ticket, welches voraussichtlich ab April oder Mai in Deutschland gelten soll.

49-Euro-Ticket: VRR erwartet Deutschlandticket ab 1. Mai

Update vom 17. Januar, 17:27 Uhr: Wie der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) Mitte Januar in einer Mitteilung erklärte, erwarte man den Start des 49-Euro-Tickets im Mai dieses Jahres. „Wir rechnen damit, dass es zum 1. Mai einheitlich eingeführt wird. Der Verkaufsstart wird vier Wochen vorher beginnen“, so der Verkehrsverbund.

Hessen plant Einführung eines Monatstickets für Geringverdiener zeitgleich zum 49-Euro-Ticket

Update vom 17. Januar, 10:45 Uhr: Das Bundesland Hessen plant, neben dem bundesweiten 49-Euro-Ticket ein noch günstigeres Monatsticket für Geringverdiener an den Start zu bringen. Die Kosten sollen bei lediglich 31 Euro im Monat liegen. Das Angebot solle für alle Menschen gelten, die Anspruch auf Bürgergeld, Wohngeld Plus oder Sozialhilfe haben, teilten Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Montag in Wiesbaden mit.

Für die Umsetzung stellt das Land Hessen bis zu 15 Millionen Euro bereit. Als Vorreiter gilt das bereits existierende 31-Euro-Ticket für Schüler, Auszubildende, Senioren und Landesbedienstete. Starten soll das landesweite Nahverkehrsticket für Geringverdienende zeitgleich mit dem 49-Euro-Ticket.

49-Euro-Ticket kommt „nicht später als 1. Mai“, sagt Bundesverkehrminister Wissing

Update vom 16. Januar, 15:06 Uhr: Das 49-Euro-Ticket soll laut Bundesverkehrsminister Volker Wissing spätestens ab dem 1. Mai kommen. „Für mich steht fest, nicht später als der 1. Mai“, sagte der FDP-Politiker am Freitag bei einer Pressekonferenz der FDP-Landtagsfraktion im oberbayerischen Kloster Seeon. Wissing war laut dpa per Videostream zugeschaltet. Im Gespräch sei schon länger der 1. April gewesen – jedoch waren zuletzt immer wieder skeptische Töne zu hören.

Nachdem sich Bund und Länder nach einem langen Streit über die Finanzierung des Tickets geeinigt hatten, liegt die Umsetzung nun in den Bundesländern und bei den Verkehrsbetrieben. Zudem ist die Genehmigung der EU notwendig.

DB-Regio-Chefin sieht keine Hürden mehr für 49-Euro-Ticket

Update vom 16. Januar, 10:18 Uhr: Dem 49-Euro-Ticket stünde nun nichts mehr im Wege: Laut Vorstandsvorsitzenden der DB Regio, Evelyn Palla, sind die Hürden für die Einführung des 49-Euro-Tickets aus dem Weg geräumt. „Natürlich müssen zuerst alle finanziellen, tariflichen und rechtlichen Fragen, auch mit der EU, geklärt sein. Ich sehe hier aber keine Stolpersteine mehr“, sagte Palla den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Dienstag. Die DB Regio AG ist eine Tochtergesellschaft der Deutsche Bahn AG und zuständig für den Regionalverkehr in Deutschland.

Wann das Deutschlandticket genutzt werden kann, ist weiterhin unklar. Ursprünglich sollte es Anfang 2023 losgehen. Jetzt ist der 1. April im Gespräch. Die Nachfrage sei auf jeden Fall da, wenn auch nicht so stark wie bei dem 9-Euro-Ticket im vergangenen Sommer, sagt die DB-Regio Chefin, die auch im Bahn-Vorstand angehört. Ausreichend Kapazitäten stünden für die erwartete Nachfrage zur Verfügung, da mit der größten Nachfrage in den Großstädten zu rechnen sei: „Dort haben wir das größte Angebot und können die Zahl der Sitzplätze auch weiter erhöhen“, so Palla gegenüber der dpa.

49-Euro-Ticket: Die wichtigsten Infos zum Deutschlandticket im Überblick

Saarland führt Junge-Leute-Ticket ein – für 365 Euro im Jahr

Update vom 12. Januar, 10:55 Uhr: Im Saarland können Schülerinnen und Schüler, Azubis und Freiwilligendienstleistende künftig mit dem „Junge-Leute-Ticket“ durch ganz Deutschland fahren – für 365 Euro im Jahr (30,40 Euro im Monat).

Wenn bundesweit demnächst das neue Deutschland-Ticket für 49 Euro eingeführt wird, gibt es für junge ÖPNV-Nutzer im Saarland eine zusätzliche Ermäßigung: Schülerinnen und Schüler, Azubis und Freiwilligendienstleistende müssen dann nur 30,40 Euro zahlen, um rund um die Uhr bundesweit alle Busse und Bahnen des Nahverkehrs nutzen zu können.

Wann genau das passieren wird, steht jedoch noch nicht fest. Momentan sei der 1. Mai 2023 als Starttermin nicht ausgeschlossen. Fakt ist aber: Junge Menschen werden den ÖPNV in Zukunft bundesweit zu einem noch günstigeren Preis nutzen können und sparen pro Jahr im Vergleich zum heutigen Saarland-Schüler-Abo fast 40 Prozent bzw. 223,20 Euro pro Jahr.

Dieses „Junge-Leute-Ticket“ starte offiziell mit dem Deutschland-Ticket – vermutlich im Mai – und werde 365 Euro im Jahr kosten. Beim monatlichen Ticket-Preise schieße das Land 18,60 Euro je Ticket zu. Insgesamt gleiche man die Mindereinnahmen der Verkehrsunternehmen mit fast 10 Millionen Euro pro Jahr aus.

Deutschlandticket benötigt mehr Personal – Deutsche Bahn sucht 25.000 neue Mitarbeiter

Update vom 9. Januar, 12:49 Uhr: Im Zuge des 49-Euro-Tickets rechnen viele Verkehrsunternehmen in Deutschland damit, deutlich mehr Personal zu benötigen. So auch die Deutsche Bahn. Das Unternehmen plant für 2023 insgesamt 25.000 Neueinstellungen, wodurch insgesamt etwa 9000 zusätzliche Stellen entstehen sollen. Das ist eine deutliche Steigerung zu 2022, wo netto rund 5.000 Stellen aufgebaut wurden.

Durch das 49-Euro-Ticket wird wohl auch bei der Deutschen Bahn mehr Personal benötigt. (Symbolbild).

„Wir investieren auch 2023 auf Rekordniveau in Personal, besonders im operativen Bereich. Wir brauchen zigtausende neue Kolleg:innen, um die Herausforderungen bei der Bahn zu stemmen“, sagt DB-Personalvorstand Martin Seiler. Dazu gehörten neben der Verbesserung des Angebots und die erwartete Verdoppelung der Fahrgastzahlen.

Deutschlandticket-Website verwirrt mit Kündigungskosten für 49-Euro-Ticket

Update vom 6. Januar, 11:39 Uhr: Auf der Website „Deutschlandticket.de“ kann bereits seit Dezember 2022 das 49-Euro-Ticket offiziell vorbestellt werden. Dahinter steckt Transdev, das zweitgrößte Verkehrsunternehmen in Deutschland, das sich die passende Internetadresse frühzeitig sichern konnte. Im abgehangenen FAQ gibt es auch Auskünfte zu einer Kündigung des neuen ÖPNV-Abos. Unter anderem ist dabei von einer Servicepauschale von 30 Euro im Falle einer Abo-Beendigung im ersten Jahr die Rede. Zudem soll die Kündigung nur per E-Mail möglich sein. Beides Dinge, die sehr gegen die angestrebte Ziele des 49-Euro-Tickets sprechen. Dieses soll nämlich besonders attraktiv und unkompliziert für Fahrgäste werden.

Wie sich herausstellt, sind diese Kündigungsinformationen aber nicht mehr aktuell. „Diese Information beruht auf einem veralteten Entwurf der Tarifbestimmungen“, sagt ein Transdev-Sprecher gegenüber 24RHEIN. Jede Form der Ausgestaltung des Deutschlandtickets würden an den „politischen Vorgaben sowie den daraus resultierenden Tarifbestimmungen“ angelehnt. „Die Kündigungspauschale wurde jedoch bereits verworfen, sodass wir diese Information zeitnah auf unserer Webseite entfernen werden.“ Ähnlich sieht es auch bei den Kündigungsoptionen aus. Diese würden laut Transdev-Sprecherin „rechtzeitig mit Start des Deutschlandtickets erweitert“.

„Kann sehr eng werden“: KVB-Chefin mit Prognose zum 49-Euro-Ticket

Update vom 5. Januar, 12:28 Uhr: Bereits jetzt kommt der ÖPNV in Köln an seine Grenzen. Wegen massiver Personalausfälle muss die KVB ab Februar zahlreiche Fahrten streichen. Dementsprechend besorgt blickt das Verkehrsunternehmen auf die wahrscheinliche Einführung des 49-Euro-Tickets im April 2023. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir erst die Kapazität erhöhen und dann die Anreize steigern“, sagt KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks dem Express. „Wir sind jetzt schon bei 95 Prozent, haben das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht. Wenn das Fahrgastaufkommen jetzt noch weiter steigt, kann es in den Stoßzeiten sehr eng werden.“

49-Euro-Ticket: Vor allem Grenzpendler könnten profitieren

Mit dem 49-Euro-Ticket wird man auch Regionalbahnen der Deutschen Bahn nutzen können.

Update vom 4. Januar, 12:51 Uhr: Das 49-Euro-Ticket könnte vor allem für Pendler in Grenzländern attraktiv werden. Davon ist die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer überzeugt und erklärt das an ihrem Bundesland. „Wir sind Pendlerland und Grenzland. Da profitieren wir vom dann einheitlichen Tarif“, so Dreyer.

Gerade bei Übergängen zu anderen Bundesländern oder beispielsweise in NRW auch innerhalb des eigenen Landes, haben ÖPNV-Nutzer aktuell mit unterschiedlichen Tarifen der Verkehrsverbünde zu kämpfen. Das soll sich durch das deutschlandweit im Nahverkehr gültige Ticket für den ÖPNV ändern.

49-Euro-Ticket: Immer noch viele Fragen offen

Erstmeldung vom 31. Dezember 2022: Köln – Trotz der offiziellen Beschießung des 49-Euro-Tickets, besteht noch viel Unklarheit rund um das neue ÖPNV-Abo. Denn die verschiedenen politischen Ebenen schieben sich gewisse Verantwortlichkeiten hin und her. Weiterhin der größte Streitpunkt ist dabei die Finanzierung des Deutschlandtickets. Für 2023 scheint zwar alles geklärt, doch darüber hinaus nicht. Deshalb warnt der Städte- und Gemeindebund sogar vor einem Scheitern des 49-Euro-Tickets.

Finanzierung weiter Thema beim 49-Euro-Ticket – Gemeindebund warnt

Bund und Länder müssten die „Mehrkosten [des 49-Euro-Tickets] dauerhaft übernehmen“, sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, der Funke Mediengruppe. Dafür müssten aber Bund und Länder „die Mehrkosten dauerhaft übernehmen“. Denn dazu seien weder die Kommunen noch ihre Verkehrsunternehmen in der Lage. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte jüngst Länder und Kommunen vor einer Blockade des 49-Euro-Tickets gewarnt. Nach der Einigung auf der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) Anfang Dezember sieht Wissing die Umsetzung des Deutschlandtickets nun primär als Aufgabe der Länder und der Verkehrsbetriebe an und will sogar Druck machen.

Die Einführung werde „nur funktionieren, wenn statt gegenseitiger Schuldzuweisungen der vereinbarte faire Finanzausgleich stattfindet“, sagte Landsberg. Bund und Länder hatten sich für das 49-Euro-Ticket darauf geeinigt hätten, dass beide Seiten jeweils 1,5 Milliarden Euro zur Finanzierung beitragen würden. Das gilt aber erstmal nur für 2023 und zudem werden die Stimmen lauter, dass diese Summe nicht reichen könne. Denn neben den Umsatzausfällen entstehen für Verkehrsbetriebe auch noch Kosten bei der Umstellung der Tarifsysteme sowie Information der Kundinnen und Kunden.

Außerdem soll der ÖPNV im Zuge der Verkehrswende auch noch weiter ausgebaut werden. Dafür fordern einige Bundesländer noch mehr Geld. Nach bisherigem Stand sollen sie vom Bund ab 2023 eine Milliarde Euro zusätzlich für Erhalt und Ausbau des Nahverkehrs erhalten. Diese Mittel sollen aber jährlich um drei Prozent erhöht werden.

Personal, Startdatum und sogar Preis? Welche Probleme es beim 49-Euro-Ticket noch gibt

Neben der Finanzierung gibt es noch weitere Punkte, die derzeit für Diskussion und Sorgen beim 49-Euro-Ticket sorgen. Die Verkehrsunternehmen selbst beklagen weiterhin ein Personalproblem. Im ganzen ÖPNV-Sektor fehlen bereits jetzt Arbeitskräfte, dabei wird mit der Einführung des Deutschlandtickets mit einem noch größeren Bedarf gerechnet. Im schlimmsten Fall könnte das mancheorts zu einer weniger dichten Taktung der Busse und Bahnen führen.

Quasi als Ergebnis aller Diskussionen und Probleme gibt es zudem auch noch kein offizielles Startdatum für das 49-Euro-Ticket. Der Termin war zuletzt immer wieder nach hinten verschoben worden. Aus dem 1. Januar 2023, wurde Anfang 2023 und zuletzt der 1. April 2023. Jedoch ist auch eine Verschiebung des 49-Euro-Tickets auf den 1. Mai 2023 nicht ausgeschlossen. Tatsächlich geriet auch der Preis des 49-Euro-Tickets zuletzt wieder infrage. Zwar ist der Preis des Deutschlandtickets zum Start fix, doch eine Erhöhung bereits danach scheint immer wahrscheinlicher.

Wie geht es jetzt mit dem 49-Euro-Ticket weiter?

Zumindest im Bund befindet sich beim 49-Euro-Ticket derzeit alles auf der Zielgeraden. Im Dezember hatten Bundestag und Bundesrat den zusätzlichen Milliarden als Teil des dritten Entlastungspaketes gebilligt. Für das 49-Euro-Ticket selbst soll dann laut Bundesverkehrsminister Volker Wissing Anfang 2023 ein separates Gesetzgebungsverfahren auf den Weg gebracht werden.

Das neue bundesweite ÖPNV-Ticket muss anschließend noch offiziell vom Bundestag beschlossen und vom Bundesrat bestätigt werden. Parallel bereiten die Verkehrsverbünde sowie Unternehmen die Einführung des Deutschlandtickets technisch vor und müssen es teilweise selbst noch offiziell in ihren Gremien beschließen. (os mit dpa und AFP) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Text wird laufend aktualisiert.

Rubriklistenbild: © Piero Nigro/Imago

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