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Flughäfen in NRW – 30 Millionen Passagiere weniger im Jahr 2020

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Von: Nina Büchs

Passagiere stehen mit ihren Koffern in einer Schlange.
Immer weniger Menschen entschieden sich im Corona-Jahr für eine Reise mit dem Flugzeug (Symbolbild). © Jonas Güttler/dpa

Der Coronavirus macht den Flughäfen schwer zu schaffen. In ganz NRW wurden 2020 nur ein Viertel der Passagiere des Vorjahres gezählt.

Köln – In den Urlaub fliegen: Für viele war das vor Ausbruch der Corona-Krise noch eine Selbstverständlichkeit. Doch 2020 sieht das Reisen etwas anders aus. So entschieden sich in diesem Jahr deutlich weniger Menschen für eine Reise mit dem Flugzeug. Auch an den Flughäfen in NRW war dies deutlich zu spüren.

NRW: Flughäfen verzeichnen enormen Rückgang von Fluggästen

Nur gut ein Viertel der Passagiere des Vorjahres wurden in diesem Jahr an Flughäfen in NRW gezählt. Nach Angaben des Flughafenverbands ADV sind von Jahresbeginn bis Ende November 11,1 Millionen Passagiere an den sechs NRW-Airports abgeflogen oder gelandet. Das sind fast 30 Millionen Fluggäste weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Passagiere in NRW: An diesem Flughafen war der Rückgang am stärksten

Am stärksten ist der Rückgang beim Flughafen Paderborn/Lippstadt, hier beträgt das Minus bei den Passagierzahlen gut 86 Prozent. An den beiden größten NRW-Airports Düsseldorf und Köln/Bonn sanken die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 73 beziehungsweise 74 Prozent. In Münster/Osnabrück und in Weeze war der Rückgang ähnlich hoch. Etwas besser war die Entwicklung am Flughafen Dortmund, der gut die Hälfte des Passagieraufkommens des Vorjahreszeitraums einbüßte. Dort betrug der Rückgang des Passagieraufkommens bis Ende November rund 53 Prozent.

Flughafen in NRWRückgang
Paderborn/Lippstadt- 86 Prozent
Köln/Bonn- 74 Prozent
Düsseldorf- 73 Prozent
Dortmund- 53 Prozent
Münster/Osnabrück- 77 Prozent
Weeze- 77 Prozent

Wegen Corona: Dortmund will neuen, gemeinsamen Flughafen errichten

Der neu gewählte Dortmunder Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) will die Corona-Krise nun nutzen, um die westfälischen Airports Dortmund, Münster/Osnabrück und Paderborn/Lippstadt näher aneinander zu rücken. Es sei jetzt „genau der richtige Zeitpunkt, sich Gedanken zu machen, wie man sich im Verbund für die Zeit nach der Corona-Pandemie aufstellt“, sagte er auf dpa-Anfrage. Die drei Flughäfen teilten sich dasselbe Einzugsgebiet. Deswegen liege der Gedanke nahe, aus ihnen einen leistungsfähigen „Westfälischen Flughafen“ zu schaffen. Ein solches Flughafensystem wäre für die Wirtschaft und auch für die Urlaubsreisenden eine deutliche Verbesserung, so Westphal.

Coronavirus: Stellenabbau am Flughafen Düsseldorf, Paderborn und München

Fest steht: Der Rückgang der Passagiere und die fehlenden Einnahmen wirken sich enorm auf die finanzielle Situation der Flughäfen aus. Stark betroffen ist auch der Flughafen Düsseldorf. Wie der Flughafen Anfang Dezember in einer Pressemitteilung ankündigte, sollen dort nun auch Stellen abgebaut werden, um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. 2200 Mitarbeiter arbeiten derzeit an diesem Standort. Auch in Paderborn wird die Zahl der Beschäftigten von 170 auf 65 reduziert. (nb mit dpa)

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