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NRW-Flughäfen: Finanzielle Unterstützung für drei Airports – „Luftverkehr ist wichtige Säule“

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Von: Jana Wehmann

Ein Flugzeug, das im Abendhimmer abhebt.
NRW beteiligt sich an Corona-Hilfen für Flughäfen. © Daniel Reinhardt/dpa

Die Flughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf und Münster/Osnabrück erhalten finanzielle Unterstützung von Bund und Länder. Das Hilfspaket werde „dringend benötigt“.

Köln – Die Flughäfen in NRW leiden unter den Folgen der Corona-Krise und verzeichnen einen massiven Einbruch der Passagierzahlen. Im Corona-Jahr 2020 haben die NRW-Flughäfen 5,6 Millionen Fluggäste verzeichnet. Das sind 74 Prozent weniger als im Jahr 2019, wie das Statistische Landesamt kürzlich mitteilte.

Nach dem Krisenjahr können die Flughäfen jedoch auf eine Unterstützung durch Bund und Länder zählen: So wird sich das Land Nordrhein-Westfalen an den Corona-Hilfen für die Flughäfen beteiligen. Das teilte ein Sprecher des Düsseldorfer Verkehrsministeriums am Freitag mit. „Wir begrüßen die Unterstützung sehr. In einer modernen Gesellschaft sind Luftverkehr und Mobilität wichtige Säulen“, sagt Alexander Weise vom Köln/Bonn Airport auf 24RHEIN-Anfrage.

Corona-Krise: Hilfspaket für Flughäfen in Köln/Bonn, Düsseldorf und Münster/Osnabrück

Bund und Länder hatten sich zuvor auf ein Hilfspaket für die in finanzielle Not geratenen Airports verständigt. Der Bund will die drei Flughäfen, an denen er beteiligt ist, mit Eigenkapital, Zuschüssen und Darlehen im Umfang von über 400 Millionen Euro unterstützen.

Davon profitieren die NRW-Airports Köln/Bonn, Düsseldorf und Münster/Osnabrück. Sie gehören zu den Flughäfen mit verkehrspolitisch hoher Bedeutung, für die der Bund insgesamt 200 Millionen Euro an nicht zurückzahlbaren Zuschüssen bereitstellt. Voraussetzung ist unter anderem, dass die jeweiligen Länder einen Zuschuss in gleicher Höhe leisten.

NRW-Flughäfen: Hoher Stellenwert für die Region – Unterstützung durch Corona-Hilfen

„Die Förderung des Bundes ist gut für die Flughäfen. Das Land ist bereit, seinen Anteil dazuzutun“, sagte ein Sprecher des NRW-Verkehrsministeriums. Die Flughäfen müssten aber „weiter Strategien entwickeln, um möglichst stark aus der Krise zu kommen“. Mit dem Geld sollen Kosten für das Offenhalten der Flughäfen zu Beginn der Pandemie ausgeglichen werden.

Dieser Schritt sei nicht nur für den Tourismus wichtig, sondern auch für viele Mittelständler entscheidend. „Viele Hidden Champions haben Kunden weltweit“, sagt Alexander Weise. Daher seien die Flughäfen auch wichtige Säulen für die Wirtschaft.

„Die Einschätzung des Bundes, den FMO als Airport mit verkehrspolitisch hoher Bedeutung zu klassifizieren, zeigt unseren besonderen Stellenwert nicht nur für unsere Region, sondern auch im deutschen Flughafensystem“, sagt Prof. Dr. Rainer Schwarz, Geschäftsführer des Flughafens Münster/Osnabrück.

Auch der Flughafen Düsseldorf begrüßt die Abstimmung zwischen Bund und Länder: „Grundsätzlich ist das jetzt angekündigte Hilfspaket für die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Notlage geratenen Flughäfen eine dringend benötigte und angemessene Unterstützung“, erklärt Marcus Schaff auf 24RHEIN-Anfrage.

Auch für Fluggäste ist die finanzielle Unterstützung eine positive Nachricht. Denn mehr als die Hälfte der Deutschen plant trotz Corona-Krise im Sommer 2021 verreisen zu wollen. Das ergab die Studie „Travel Trends 2021“. (jaw/dpa)

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