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NRW: Kriminalität an Flughäfen deutlich gesunken

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Fluggäste warten am Düsseldorfer Flughafen auf ihre Abfertigung.
Die Straftaten an den großen NRW-Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn sind im vergangenen Jahr deutlich gesunken. (Bild vom Flughafen Düsseldorf) © Roland Weihrauch/dpa

Wo wenig Passagiere sind, gibt es auch kaum etwas zu holen – dies zeigt sich nun bei den großen NRW-Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf.

Düsseldorf/Köln – Durch den immensen Rückgang an Passagieren ist auch die Zahl der Straftaten an den beiden großen Flughäfen in NRW im vergangenen Jahr stark zurückgegangen. Unter anderem sank die Zahl der gemeldeten Diebstähle von oder aus Gepäckstücken am Düsseldorfer Flughafen von 97 im Jahr 2019 auf 31 im Jahr 2020. Am Kölner Flughafen sanken die Delikte insgesamt etwa um die Hälfte.

Flughafen Düsseldorf: Delikte um mehr als die Hälfte gesunken – Grund sind die wenigen Passagiere

„Es gibt keine Tatgelegenheitsstrukturen“, erklärte ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei: Wo es wenige Passagiere gebe, gebe es für Kriminelle auch kaum was zu holen. Polizeibekannte Gesichter aus Düsseldorf seien an anderen Flughäfen im Ausland wieder aufgetaucht. Zählte die Landespolizei am Düsseldorfer Flughafen 2019 insgesamt 528 Delikte, waren es 2020 noch 220. Taschendiebstähle sanken von 47 auf 20, Betrugsdelikte von 110 auf 55. Es gab im vergangenen Jahr - bei weitgehend leeren Parkhäusern - 25 Diebstähle aus Autos, 2019 noch 52. Straftaten im Sicherheitsbereich tauchen nicht in der Statistik auf, da hierfür die Bundespolizei zuständig ist.

Kriminalität: Auch Flughafen Köln/Bonn gingen die Straftaten zurück

Auch am Flughafen Köln/Bonn gingen die Straftaten, die in die Zuständigkeit der Landespolizei fallen, stark zurück. „Beim Ladendiebstahl verzeichneten wir im Jahr 2019 circa 80 Delikte. Im Jahr 2020 circa 30 Delikte“, so ein Sprecher der Polizei Köln. Beim Taschendiebstahl sei die Zahl von 60 (2019) auf 10 zurückgegangen. Drogendelikte sanken von circa 50 in 2019 auf circa 40 in 2020. „Bei den Waffen-Delikten verzeichneten wir im Jahr 2019 circa 100 Delikte. Im Jahr 2020 circa 60 Delikte“, so der Sprecher.

Straftaten an Flughäfen in NRW gesunken – doch wie sieht es an den Bahnhöfen aus?

Während die Flughäfen aktuell als deutlich sicherer gelten, gibt es bei den Bahnhöfen in NRW weniger positive Entwicklungen. So stehen drei NRW-Bahnhöfe im Bundesvergleich in Sachen Drogenkriminalität derzeit an der Spitze. Am meisten davon betroffen ist der Kölner Hauptbahnhof. Die Behörden verzeichneten dort zwischen Juli und Dezember 2020 am 272 Delikte mit Betäubungsmitteln. 235 Fälle waren es dagegen am Essener und 206 Fälle am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Auch in den Zügen selbst kommt es immer wieder zu Straftaten. In Köln ist zum Beispiel ein Mann wegen einer Ticketkontrolle ausgerastet. Er verletzte drei Bundespolizisten. (nb mit dpa)

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