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Änderungen bei RB21 und RB28 – jetzt kommt die Wasserstoff-Bahn

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Von: Jana Wehmann

Ein Zug der Linie RB 21 steht an einem Bahnhof in Heimbach.
Die Eisenbahn-Linien RB 21 und RB 28 sollen bald mit Wasserstoff-Zügen betrieben werden (Symbolbild). © Rech/IMAGO

Die Bahnlinien RB28 Eifel-Börde-Bahn und RB21 Rurtalbahn sollen bald mit Wasserstoff-Zügen fahren. Die Umstellung betrifft Strecken in Düren, Euskirchen und Heimbach.

Köln – Auf den Bahn-Strecken zwischen Düren und Euskirchen sowie Düren und Heimbach wird es bald umweltfreundlicher. Denn die Eisenbahn-Linien RB28 Eifel-Börde-Bahn und RB21 Rurtalbahn (RB21 Süd und RB21 Nord) sollen ab Mitte der 2020er Jahre emissionsfrei betrieben werden – und zwar mit Wasserstoff. Das gaben der Nahverkehr Rheinland und die Rurtalbahn bekannt. Was heißt das nun für die Fahrgäste?

Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR)
Gründung2007
SitzKöln

RB28 und RB21 Motor: NVR und Rurtalbahn setzen auf Wasserstoff-Züge

Der Nahverkehr Rheinland (NVR) und die Rurtalbahn haben die neuen Verkehrsverträge für den weiteren Betrieb der Eisenbahnlinien RB28 (Eifel-Bördebahn zwischen Düren und Euskirchen) sowie RB21 (Nordast der Rurtalbahn zwischen Düren und Linnich) unterzeichnet. Dennoch handelt es sich bei den neuen Verträgen lediglich um Übergangsverträge – dafür gibt es jedoch gute Gründe.

Denn: Bislang werden die drei Linien im Dürener Netz – RB21 Süd (Düren – Heimbach), RB21 Nord und RB28 – mit Dieselfahrzeugen betrieben. Das soll sich künftig ändern: „Unser Ziel ist es, dass ab Mitte der 2020er Jahre alle drei Linien mit einem alternativen Antrieb lokal emissionsfrei betrieben werden – einzelne Umläufe nach Möglichkeit sogar schon früher“, sagt Heiko Sedlaczek, NVR-Geschäftsführer. Im Fokus liege dabei das Thema Wasserstoff.

Die Umstellung von Diesel-Motoren auf Wasserstoff-Züge betrifft folgende Regionalbahn-Linien:

RB28 und RB21: Ab wann kommen die Wasserstoff-Züge?

Da es sich bei den beiden neu unterzeichneten Verkehrsverträgen zwischen dem NVR und der Rurtalbahn lediglich um Übergangsverträge handelt, ist die Laufzeit zunächst begrenzt. Vorgesehen ist bei den Linien RB28 und RB21 eine Laufzeit von vier Jahren, danach müssen neue Vereinbarungen abgeschlossen werden.

„Dies sind die letzten Verkehrsverträge, die eine dieselbetriebene Verkehrsleistung für unsere Fahrgäste vorsehen. Ganz im Sinne der Wasserstoffoffensive und der Klimaschutzaktivitäten des Kreises Düren werden sehr bald die ersten Wasserstoffzüge im Netz Düren verkehren, bevor nach der Gesamtvergabe 2026 alle Bahnlinien mit Wasserstoffzügen betrieben werden“, sagt Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren und Aufsichtsratsvorsitzender der Rurtalbahn.

Mit der Umstellung der Linien RB28 und RB21 auf Wasserstoff-Züge sollen mit der Änderung der Dieselflotte der Rurtalbus GmbH und der Produktion und Verwertung von grünem Wasserstoff in Jülich ein „erheblicher Beitrag hin zu einem emissionsfreien ÖPNV im gesamten Kreis Düren“ geleistet werden, so Spelthahn. Wann die ersten Wasserstoff-Züge auf den Schienen konkret fahren, bleibt noch abzuwarten. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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