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S-Bahn Rhein-Ruhr: Das zweitgrößte S-Bahn-Netz Deutschlands

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Ein Zug der Privatbahn Abellio fährt aus dem Essener Hauptbahnhof
Die S-Bahn Rhein-Ruhr ist ein weit gespanntes Netz von Linien Ein Zug der Privatbahn Abellio fährt aus dem Essener Hauptbahnhof © Roland Weihrauch / IMAGO

Das S-Bahn-Netz der S-Bahn Rhein-Ruhr ist das zweitgrößte in Deutschland. Es umfasst mit den Verkehrsverbünden Rhein-Ruhr und Rhein-Sieg das Ruhrgebiet und einen beachtlichen Teil des Rheinlandes einschließlich des Stadtgebiets von Köln.

Gelsenkirchen – Unter dem Dach der S-Bahn Rhein-Ruhr kommen verschiedene Betreiber zusammen, die ein sogenanntes multizentrisches S-Bahn-Netz mit rund einem Dutzend Linien im Ruhrgebiet und in Bereichen des Rheinlands schaffen - von Dortmund bis Köln.

S-Bahn-Netz der S-Bahn Rhein-Ruhr: Direktverbindung zwischen Wuppertal und Kaarst

Die S-Bahn Rhein-Ruhr ist ein weit gespanntes Netz von Linien zweier großer Verkehrsverbünde, die dabei auf drei große Betreiber zurückgreifen. Dies sind die DB Regio NRW, die Abellio Rail GmbH und die Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mbH. Die Idee, ein Netzwerk schneller Nahverkehrsverbindungen zu schaffen, geht auf den Ruhrschnellverkehr zurück, der bereits vor dem Zweiten Weltkrieg die wichtigsten Ruhrgebietsstädte verband.

Nach Kriegsende wurde der Personenverkehrsbetrieb ab 1948 wieder aufgenommen, ein regelrechtes S-Bahn-Netz entstand ab 1965, mit der Inbetriebnahme der ersten S-Bahn-Linie ab 1967 zwischen Düsseldorf-Garath und Ratingen Ost. Seit Dezember 2019 wird das Netz als S-Bahn Rhein-Ruhr bezeichnet. Die Züge verkehren während der Hauptverkehrszeiten in einem sogenannten nachfrageorientierten Takt in Abständen von 15 bzw. 30 Minuten, auf Nebenstrecken und außerhalb der Stoßzeiten überwiegend im 30-Minuten-Takt.

S-Bahn-Netz der S-Bahn Rhein-Ruhr: Endstationen, Haltestellen, Fahrplan

Das S-Bahn-Netz, das unter dem Begriff der S-Bahn Rhein-Ruhr zusammengefasst ist, deckt nach Fläche einen enormen Bereich ab. Zu den Endstationen gehören die wichtigsten Städte in der Metropolregion wie Dortmund und Essen, aber auch Mittel- und Unterzentren wie Hattingen. Neben langen Linien wie der S8 und S9 finden sich Kurzstrecken mit nur wenigen Haltestellen. Der Fahrplan der Linien im S-Bahn-Netz ist innerhalb der Verkehrsverbünde aufeinander und zum Teil auf Anschlüsse zu regionalen Buslinien abgestimmt. Zum Streckennetz der S-Bahn Rhein-Ruhr gehören die folgenden Linien:

Das Angebot der S-Bahn-Linien wird lokal ergänzt durch Regionalexpress- und Regionalbahnlinien. So wurde im Dezember 2019 die zuvor von der S2 befahrene Strecke zwischen Dortmund und Duisburg Hbf durch die RB32 ersetzt. Die S2 zwischen Recklinghausen und Essen fährt nach wie vor.

S-Bahn Rhein-Ruhr: Einheitlich gestaltete Fahrzeuge im Verkehrsverbund VRR und VRS

Das S-Bahn-Netz, das seit 2019 als S-Bahn Rhein-Ruhr bezeichnet wird, ist ein Zusammenschluss zweier großer Verbünde: Hier treffen der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) aufeinander und machen das Streckennetz zum zweitgrößten S-Bahn-Netz Deutschlands. Fahrgäste erkennen die beteiligten Züge sofort, denn sie sind in einem einheitlichen grün-weißen Design gehalten – das Weiß der Wagen ist mit grünen Türen und Dächern akzentuiert.

Als Fahrzeuge eingesetzt werden 41 neu angeschaffte Züge des Typs FLIRT 3XL des Herstellers Stadler Pankow GmbH. Dazu kommen 48 Gebrauchtfahrzeuge des Typs ET 422 aus den Beständen der DB Regio AG, die allerdings eine umfassende Modernisierung erfahren haben und dabei unter anderem mit neuen Sitzpolstern ausgestattet wurden.

Alle Züge können moderne Fahrgastinformationssysteme und W-LAN vorweisen, die Neufahrzeuge vom Typ FLIRT sind überdies barrierefrei und mit einem behindertengerechten WC ausgestattet. Auch Mehrzweckzonen für die Mitnahme von Kinderwagen und Fahrräder sind vorhanden. Die Auswahl der Fahrzeuge ist abgestimmt auf die Einstiegshöhen am Bahnsteig an der jeweiligen Strecke.

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