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Ölpreis: Spritpreis durchbricht Schallmauer – Diesel und Benzin im Schnitt über 2 Euro

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Preistafel an einer Tankstelle.
Die Spritpreise steigen immer weiter, jetzt schon im Schnitt auf über 2 Euro pro Liter. © Eibner/Fabian Steffens/Imago

Steigende Ölpreise sorgen täglich für neue Preisrekorde bei Diesel und Benzin in Deutschland. Erstmals kostete der Sprit bundesweit im Schnitt über 2 Euro.

München – Autofahrer dürften dieser Tage einen besonders bangen Blick auf die Tankanzeige im Tacho werfen. Denn der Krieg in der Ukraine hat die Spritpreise erstmals über die Schwelle von zwei Euro steigen lassen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Montags kostete Superbenzin der Sorte E10 2,008 Euro je Liter, bei Diesel waren es 2,032 Euro, wie der ADAC am Dienstag in München mitteilte.

Tanken: Ölpreis steigt weiter – neue Rekorde bei Diesel und Benzin

Haupttreiber des Anstiegs an der Zapfsäule sind die Ölpreise, die im Zuge des Konflikts in der Ukraine nach oben geschossen sind. Am Montag hatte die für Europa wichtige Sorte Brent zwischenzeitlich bis zu 139 Dollar pro Fass (159 Liter) gekostet, nachdem US-Außenminister Antony Blinken einen Importstopp für russisches Erdöl ins Spiel gebracht hatte. Der aktuell starke Dollar verstärkt diesen Effekt noch einmal, da Öl in Dollar gehandelt wird und deutsche Käufer in Euro bezahlen. Hinzu kommt, dass der Dieselpreis durch eine hohe Nachfrage nach dem relativ ähnlichen Heizöl weiter angetrieben wird und Importeure die Einfuhr von Diesel aus Russland zurückfahren. Bereits am Sonntag war Diesel im Schnitt teurer als Benzin der Sorte Super E10.

Spritpreis: Diesel rund 70 Cent teurer, als vor einem Jahr

Dass derzeit so extreme Spritpreis-Rekorde erreicht werden, liegt auch daran, dass der Effekt durch den Krieg in der Ukraine auf bereits erreichte Rekordniveaus der vergangenen Monate aufsetzt. Auf Jahressicht ist der Anstieg gewaltig: Im Durchschnitt des März 2021 hatte Diesel noch 1,315 Euro pro Liter gekostet, bei Super E10 waren es 1,454 Euro. (bs/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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