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Luftverkehr mit Tiefstand: „So wenig Passagiere hatten wir zuletzt 1971“

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Von: Jana Wehmann

Ein Flugzeug, welches startet und abhebt.
Nachdem die Passagierzahlen einen neuen Tiefpunkt erreicht haben, steigen die Zahlen seit Sommer langsam an (Symbolbild). © Andreas Haas/IMAGO

Die Passagierzahlen haben im ersten Halbjahr 2021 einen neuen Tiefstand erreicht. Seit Juni steigt der touristische Reiseverkehrs schrittweise wieder an.

Köln – Seit über einem Jahr hält die Corona-Pandemie zahlreiche Flieger am Boden – mit Einfluss auf die Passagierzahlen im Luftverkehr. Wenngleich die NRW-Flughäfen im Juni wieder mehr Passagiere verzeichnet haben, sieht der Blick auf das erste Halbjahr 2021 erschreckend aus. Denn: Nachdem die Nachfrage im ersten Halbjahr 2020 bereits um 58 Prozent eingebrochen war, ist der weltweite Rückgang gegenüber 2019 im laufenden Jahr mit 67 Prozent noch größer. Das ergab die Halbjahresbilanz der deutschen Luftverkehrswirtschaft des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL)

Corona: Reisebeschränkungen führen zu starken Nachfrage-Einbruch im Luftverkehr

Nun hat der Passagier-Luftverkehr einen historischen Tiefpunkt erreicht. 2021 drückten Reisebeschränkungen und der coronabedingte Nachfrageeinbruch auf das komplette Halbjahr, während sich die Pandemie im vergangenen Jahr erst ab Mitte März spürbar auswirkte.

Passagierverkehr in Corona: Stärkerer Rückgang als noch 2020

Frachtverkehr: Trotz Corona positive Entwicklung – auch an deutschen Flughäfen

Flugbewegungen: Rückgang durch Corona um 67 Prozent

Umsatz und Beschäftigte: Personal-Abbau durch enormen Rückgang

Wiederaufnahme im Sommer: Starkes Flugangebot nach Spanien, Türkei und Griechenland

Ausblick: Passagierluftverkehr wird sich erholen – Impfkampagne und Reisebeschränkung

Luftverkehr mit niedrigen Passagierzahlen: Wirtschaftlicher Druck verschärft

Zu der Halbjahresbilanz sagt Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „So wenig Passagiere an den deutschen Flughäfen hatten wir zuletzt im Jahr 1971. Diese Entwicklung hat den wirtschaftlichen Druck auf unsere Unternehmen und ihre Investitionskraft noch einmal drastisch verschärft.“

Positiv sei jedoch, dass die Nachfrage seit dem Sommerbeginn nun deutlich anziehe. Denn mit dem Fortschritt der Impfkampagne kehrt auch die Nachfrage nach Reisen zurück. Seit Juni zeige sich eine schrittweise Belebung des touristischen Reiseverkehrs. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

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