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RB20 Euregiobahn Stolberg - Düren: Fahrplan, Haltestellen, Fahrzeuge

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Zug der Euregiobahn
Zug der Euregiobahn © Rupert Oberhäuser / IMAGO

Die Euregiobahn nahm erst 2001 in ihrer heutigen Form als RB20 den Betrieb auf. Sie verbindet die größeren Orte der Städteregion Aachen und der Nachbarkreise sowie Gemeinden jenseits der niederländischen Grenze miteinander.

Aachen – Mal eben mit der Bahn zum Einkaufen in die Großstadt Aachen oder über die Grenze ins niederländische Heerlen fahren? Kein Problem mit der Euregiobahn. Die seit 2001 als RB20 verkehrende Regionalbahn leistet einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Mobilität im Aachener Grenzland.

Die Euregiobahn und ihre Entwicklung

Die Wurzeln der heutigen Euregiobahn liegen im Steinkohlebergbau des Aachen-Limburger Reviers im Dreiländereck. Zum Abtransport der Kohle wurden mehrere Bahnlinien angelegt, die zum Teil auch die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden überschritten. So gab es eine Verbindung zwischen den Endstationen Sittard (NL) und Herzogenrath (DE) über Heerlen und Landgraaf sowie zwischen den Endstationen Maastricht (NL) und Aachen (DE) über Valkenburg. Auf einem ansonsten stillgelegten Abschnitt letzterer Trasse verkehrt heute noch die Museums-Dampfeisenbahn der niederländischen Miljoenenlijn (Millionenlinie).

Kurz vor Beginn des neuen Jahrtausends erwachte in der Region Aachen der Wunsch nach einer Neuordnung des Regionalverkehrs im Aachener Verkehrsverbund AVV. Diese sah die Reaktivierung alter einst für den Bergbau angelegter Bahnstrecken und neue Verbindungen unter dem Namen Euregiobahn vor. Der AVV schloss dazu eine Kooperationsvereinbarung mit der deutschen DB Regio und der niederländischen NS ab. Die DB Regio betreibt die Euregiobahn unter der Nummer RB20.

Euregiobahn: Fahrplan und Haltestellen

Die erste Strecke der neuen Euregiobahn wurde 2001 zwischen den Endstationen Heerlen (NL) und Stolberg (DE) in Betrieb genommen. In Stolberg entstanden dafür gleich vier neue Bahnhöfe: Schneidmühle, Mühlener Bahnhof, Rathaus und Altstadt. Mit der Eröffnung des neuen Bahnhofs Aachen-Schanz im Jahr 2004 erhielt die Kaiserstadt einen neuen zentralen Bahnhof nur wenige Gehminuten vom Studentenviertel an der RWTH Aachen und dem Markt.

Heute bedient die Euregiobahn RB20 drei wichtige Strecken:

Wichtige Anschlüsse:

Der Fahrplan der Euregiobahn sieht zur Hauptverkehrszeit einen halbstündlichen Takt vor, in den Randzeiten einen stündlichen Takt.

Ursprünglich sollte auch der Flugplatz Merzbrück an die Euregiobahn angeschlossen werden. Dies scheiterte daran, dass die Oberleitungen der Bahnstrecke durch die Einflugschneise führen würden.

Die Euregiobahn und der weitere Ausbau

Immer wieder werden die Aufnahme weiterer Haltestellen und die Reaktivierung alter Zechenbahnen diskutiert. Relativ konkret ist der Ausbau ab Alsdorf-Mariadorf über Siersdorf und Setterich nach Baesweiler, der bis 2030 realisiert werden soll.

Diskutiert wird auch eine Reaktivierung der ehemaligen Jülicher Kreisbahn zwischen Jülich und Puffendorf mit Anbindung an die Euregiobahn in Siersdorf. Das Projekt wird als „Brain Train“ bezeichnet, weil die neue Linie das Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen an den Endstationen Jülich und Aachen miteinander verbindet.

Darüber hinaus wird in der StädteRegion Aachen eine Wiederaufnahme des Straßenbahnverkehrs als Ergänzung zur Euregiobahn diskutiert. Die letzte Straßenbahnlinie der Grenzstadt war 1974 stillgelegt worden. Die sogenannte neue Regio-Tram soll von Aachen über Würselen und Alsdorf nach Baesweiler führen.

Die Euregiobahn und ihre Fahrzeuge

Die DB Regio setzt in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Aachen Fahrzeuge der Firma Bombardier auf der Linie RB20 sein. Diese werden in Aachen in der ehemaligen Waggonfabrik Talbot hergestellt. Jeder zweiteilige Dieseltriebwagen bietet 96 Sitzplätze und 110 Stehplätze und ist klimatisiert. Alle Haltestellen der Euregiobahn sind barrierefrei gestaltet. Jeder Zug verfügt über einen Zustieg für Rollstuhlfahrer und Stellplätze für Fahrräder.

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