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Rhein-Main-Flughafen Frankfurt (FRA): Alles, was Sie über Airlines, Anfahrt, Parken und Corona wissen müssen

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Von: Carolin Schulz-Osterloh

Vor einem dunklen Himmel startet eine Boeing 747 der Lufthansa vom Frankfurter Flughafen

Der Rhein-Main-Flughafen Frankfurt (FRA) zählt zu den wichtigsten Luftfahrtdrehkreuzen weltweit © picture alliance/dpa | Boris Roessler

Im Jahr 2019 fertigte man am Frankfurt Airport rund 70,5 Millionen Passagiere sowie mehr als 2 Millionen Tonnen Güter ab. Damit gehört der größte Flughaften Deutschlands zu den wichtigsten Destinationen und Export-Drehkreuzen der Welt.

Frankfurt am Main – Rund zwölf Kilometer südwestlich der Frankfurter City erstreckt sich das Gelände des Rhein-Main-Flughafens Frankfurt (FRA). Auf circa 24 Quadratkilometern Fläche entstand im Laufe der Jahre ein eigener Stadtteil: Frankfurt-Flughafen. Teile des Frankfurt Airport gehören zu den anliegenden Gemeinden Kelsterbach, Rüsselsheim am Main und Mörfelden-Walldorf.

Rhein-Main-Flughafen Frankfurt: Entstehung und Geschichte

Die Vorläufer des heutigen Rhein-Main-Flughafens Frankfurt gehen zurück auf das Jahr 1912: Im Dezember eröffnete in Frankfurt-Bockenheim der Luftschiffhafen am Rebstock. Er befand sich in der Nähe der Innenstadt und des Ausstellungsgeländes der ersten Internationalen Luftschifffahrt-Ausstellung im Jahr 1909, die unter anderem die Gründung der ersten Fluggesellschaft der Welt zur Folge hatte. Die Deutsche Luftschifffahrts-Aktiengesellschaft DELAG läutete im Februar 1912 mit dem Zeppelin LZ 11 Viktoria Luise den Linienflugverkehr ein. Vorgesehen waren zunächst nur Starts und Landungen von Luftschiffen. Flugzeuge kamen kurze Zeit später hinzu.

Nach dem Ersten Weltkrieg baute man den ersten Frankfurter Flughafen sukzessive weiter aus. Im Jahr 1925 wurden rund 5.500 Passagiere und 2.375 Flugzeuge abgefertigt. Der zivile Luftverkehr nahm im Jahr darauf mit der Gründung der Deutschen Luft Hansa AG Fahrt auf. Der Platz am Rebstock wurde bald zu klein. Erste Pläne für einen Neubau nahe dem Frankfurter Stadtwald im Jahr 1930 scheiterten an der Weltwirtschaftskrise. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurden die Planungen realisiert: Der Rhein-Main-Flughafen Frankfurt entstand als „Weltflughafen“, wie ihn die illustrierte Zeitschrift „Die Woche“ nannte.

Rhein-Main-Flughafen Frankfurt: Terminal 1

Der heutige Terminal 1 des Rhein-Main-Flughafens Frankfurt entstand ab 1970 und umfasst auf einer Fläche von mehr als 200.000 Quadratmetern die drei Fluggastbereiche A, B und C. Bereich B umfasst allein die beiden mittleren Abfertigungshallen. Im Herbst 2012 kam Bereich A-Plus dazu, der zusätzlichen Platz für etwa 700 Millionen Passagiere im Jahr bietet. Auch die Zugänge zu den Fern- und Regionalbahnhöfen befinden sich in Terminal 1.

Charakteristisch für den Terminal sind die historischen Flugzeuge an der Hallendecke und die Fallblatt-Anzeigetafel. Sie kündigen drehend und deutlich hörbar klappernd anstehende Flüge, Verspätungen und Annullierungen an. Das Passagier-Leitsystem von Otto „Otl“ Aicher, das Reisende durch Piktogramme zu ihren Gates und weiteren Airport-Einrichtungen führte, wurde wegweisend. Es ist heute weltweit nahezu Standard.

Bereits im Jahr 1973 sollte der Frankfurt Airport weiter ausgebaut werden. Um die geplante Startbahn West entwickelten sich heftige Proteste, doch sie blieben erfolglos. Der Spatenstich erfolgte am 2. November 1982, die Eröffnung im April 1984.

Rhein-Main-Flughafen Frankfurt: Terminal 2, Terminal 3 und Landebahnen

Im Juni 1990 startete am Frankfurt Airport der Bau von Terminal 2 mit den Passagierbereichen D und E. Beide Terminals verbindet die SkyLine, eine vollautomatische Hochbahn.

2015 begann man mit dem Bau von Terminal 3 für die Passagierbereiche G, H, J und K am östlichen Rand des Flughafengeländes. Er ist für rund 25 Millionen Passagiere pro Jahr vorgesehen; 75 Startplätze stehen zur Verfügung. Der erste Bauabschnitt soll 2023 abgeschlossen werden.

Der Rhein-Main-Flughafen Frankfurt verfügt insgesamt über vier Start- und Landebahnen:

Lagepläne, die Reisende zu den Terminals und Gates, den verschiedenen Airlines sowie Service-Einrichtungen führen, finden sich an den Übergängen zu den Bahnhöfen und an zahlreichen weiteren Stellen des Flughafens.

Rhein-Main-Flughafen Frankfurt: Flugziele

Im Jahr 2019 nutzen 70.560.987 Passagiere in 513.912 Flugbewegungen den Rhein-Main-Flughafen Frankfurt. Nationale und internationale Airlines steuern zahlreiche Metropolen weltweit an. Mit Umsteigeverbindungen reist man von Frankfurt Airport in die ganze Welt.

Unter anderem diese Flugziele in Deutschland werden ab FRA angeflogen:

Innereuropäische Verbindungen bestehen unter anderem nach:

Zu den wichtigsten Flugzielen in Asien zählen:

Direktflüge Richtung Mittelamerika landen in San José, Costa Rica und Mexiko-Stadt. Wichtige Ziele im Nahen Osten und Nordafrika sind:

Ab Frankfurt Airport nach Nordamerika bestehen unter anderem die folgenden Direktverbindungen:

Rhein-Main-Flughafen Frankfurt: Wichtige Airlines

Stand Ende 2020 fliegen mehr als 100 Airlines den Frankfurter Flughafen an. Die wichtigste ist die Deutsche Lufthansa, für die der Frankfurt Airport einer ihrer beiden Drehkreuze ist. Der andere befindet sich am Flughafen München „Franz Josef Strauß“.

Weitere wichtige Fluggesellschaften am Rhein-Main-Flughafen Frankfurt:

Rhein-Main-Flughafen Frankfurt: Corona-Regeln für Reisende

Im Zuge der Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus gelten für Passagiere und Mitarbeiter am Rhein-Main-Flughafen Frankfurt bestimmte Maßgaben. Die Corona-Regeln im Überblick:

Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist in den Terminalanlagen, Geschäften und Transportmitteln Pflicht. Davon ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren sowie Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können. Erlaubt ist es, die Maske abzunehmen, um zu essen und zu trinken. Plastikvisiere sind nicht zulässig.

Es ist ein Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen einzuhalten, auch in den Sitz- und Wartebereichen. Bodenmarkierungen und Schilder weisen auf die Einhaltung hin.

Gemäß der seit 8. November 2020 gültigen Quarantäneregelungen müssen sich Rückkehrer aus Risikogebieten unverzüglich nach der Einreise häuslich isolieren und das Gesundheitsamt über die Ankunft informieren. Dies erfolgt vorab über eine elektronische Einreiseanmeldung, die ausgedruckt mitzuführen ist. Ein negatives Corona-Testergebnis kann die Quarantäne verkürzen. Am Frankfurt Airport stehen dafür zwei Testcenter zur Verfügung, die kostenlos in Anspruch genommen werden können.

Neben den kostenlosen Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten besteht die Möglichkeit, sich gegen Gebühr freiwillig testen zu lassen. Dafür steht neben den zwei genannten Testcentern der medizinische Dienst des Flughafens nach vorheriger Anmeldung bereit.

Rhein-Main-Flughafen Frankfurt: Anfahrt und Parkmöglichkeiten

Am Rhein-Main-Flughafen Frankfurt stehen zwei Parkhäuser mit insgesamt 15.000 überdachten Plätzen zur Verfügung. Das Parken ist außerdem auf weiteren 2.100 nicht überdachten Plätzen auf dem sogenannten Holiday-Parking-Gelände möglich. Es ist via Shuttlebus mit dem Flughafengelände verbunden. Rund um den neuen Terminal 3 sind weitere 8.500 Parkplätze geplant.

Reisende, die den Frankfurt Airport mit dem Auto ansteuern, erreichen diesen über die Autobahnen A 3, A 5 und A 67. Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt über den Fernbahnhof Frankfurt Flughafen sowie den Regionalbahnhof, von dem aus Züge in die umliegenden Städte Hanau, Aschaffenburg, Mainz und Wiesbaden sowie in die Frankfurter Innenstadt fahren.

Darüber hinaus verkehren unter anderem vom Frankfurter Hauptbahnhof, von Kelsterbach, Walldorf, Darmstadt, Neu-Isenburg und Hofheim öffentliche Busse Richtung Frankfurt Airport.

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