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Rhein/Ruhr: Nur Hälfte der Bahnhöfe im guten Zustand – dennoch positives Zeichen

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Von: Oliver Schmitz

Gleise am Hauptbahnhof Duisburg.
Der Hauptbahnhof Duisburg gilt als einer der schlechteren Bahnhöfe in ganz NRW. © Christoph Reichwein/dpa

Ob Duisburg, Dortmund oder Düsseldorf: Nur die Hälfte der Bahnhöfe in der Region Rhein/Ruhr haben einen guten Zustand. Für den VRR dennoch ein Grund zur Freude.

Gelsenkirchen – 147 Bahnhöfe, Stationen und Haltepunkte in Bereich des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) waren 2021 im guten Zustand – und damit nur rund die Hälfte. In neusten „aktuellen Stationsbericht 2021“ hat das Verkehrsunternehmen alle 295 Bahnhöfe überprüft, dabei fielen ganze 148 durch. Doch das ist für den VRR dennoch ein positives Zeichen: denn im Vergleichsjahr 2020 hatten sogar nur rund 40 Prozent ein „Gut“ bekommen, wie das Unternehmen am Dienstag (1. März) mitteilte.

Für den Zustandsbericht der Bahn-Stationen im Ruhrgebiet oder Raum Düsseldorf wurde von den Profitestern wie im Jahr zuvor die „Aufenthaltsqualität, die Fahrgastinformation und die Barrierefreiheit an den Stationen“ in Augenschein genommen worden. Bei einem Kriterium konnte der VRR mächtig punkten.

Was ist der VRR?

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ist einer der vier Verkehrsverbünde in Nordrhein-Westfalen. Sein Gebiet umfasst den Großteil des Ruhrgebiets, den Niederrhein, Teile des Bergischen Landes sowie die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf. Nach eigenen Angaben ist der VRR der einwohnerstärkste Verkehrsverbund und größter Nahverkehrsballungsraum Europas.

Bahnhöfe Rhein/Ruhr: VRR zieht positives Fazit für 2021

Der VRR zog mit dem Bereich ein positives Fazit. Im Vergleich zu 2020 hat sich die Gesamtsituation verbessert, aber es bleibt noch einiges zu tun. „Wir freuen uns über diese positive Entwicklung, auch wenn die Ergebnisse natürlich gleichzeitig zeigen, dass bei rund der Hälfte aller Bahnhöfe weiterhin Handlungsbedarf besteht“, kommentierte VRR-Vorstandssprecher Ronald R.F. Lünser.

Denn rund 50 Prozent aller Stationen hätten teils deutliche Schwachstellen aufgewiesen. Entsprechend hoch sei weiterhin der Handlungsbedarf, „um die Verhältnisse im Interesse der Fahrgäste zu verbessern“, hieß es in der Mitteilung.

Rhein/Ruhr: Diese Städte und Kreise gehören zum Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR)

Bahnhöfe Rhein/Ruhr: „Deutlich positiver Trend“ bei Zustand und Sauberkeit im VRR

In Bezug auf die Aufenthaltsqualität, die Fahrgastinformation und die Barrierefreiheit seien 24 Stationen laut des überarbeiteten Bewertungssystems in einem „ausgezeichneten“ Zustand. Weitere 123 Bahnhöfe bekamen eine „ordentliche“ Gesamtbewertung, 2020 waren es nur 97. 141 Haltepunkte wurden 2021 als „entwicklungsbedürftig“ bezeichnet, 7 als „nicht tolerierbar“.

Im Hinblick auf den baulichen Zustand der Stationen und die Sauberkeit verzeichneten die Testerinnen und Tester einen „deutlich positiven Trend“. Weiter zu schaffen machen teilweise aber trotzdem Müll, Graffiti und sonstige Verschmutzungen sowie auch bauliche Mängel.

Bahnhöfe Rhein/Ruhr: Fahrgastinformation überzeugt in ganzem VRR-Gebiet – Barrierefreiheit nicht

Beim Kriterium „Fahrgastinformation“ schnitten mehr als 95 Prozent der Stationen zufriedenstellend bis hervorragend ab. In den allermeisten Fällen verfügten die Bahnhöfe über dynamische Fahrgastinformationsanlagen und Fahrplanaushänge.

Im Bereich der Barrierefreiheit gab es wie 2020 ein differenziertes Bild. An 60 Prozent aller Bahnhöfe und Haltepunkte gelangen Fahrgäste über Aufzüge und Rampen stufenfrei zu den Bahnsteigen und auch niveaugleich in die Fahrzeuge. Dies bedeute aber auch, dass 40 Prozent modernisiert werden müssten, „um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen“. Es besteht also noch Investitionsbedarf. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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